Tölzer Löwen gehen nach 3:2 am Pferdeturm mit 2:0 in FührungHannover Indian verlieren nach Führung

Tölzer Löwen gehen nach 3:2 am Pferdeturm mit 2:0 in FührungTölzer Löwen gehen nach 3:2 am Pferdeturm mit 2:0 in Führung
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Bereits der Anfang war fulminant. Beide Mannschaften begannen mit hohem Tempo wobei die Tölzer gleich der hannoverschen Defensive zeigten, dass der heutige Abend alles andere als leicht wird. Die Indians, die bis auf Peleikis personell voll bestückt waren, mussten gleich Schwerstarbeit leisten. Merkwürdigerweise zeigten sich die Gäste jedoch ausgerechnet beim ersten Powerplay als schwach. Lediglich Frank durfte von der blauen Linie ein paarmal abziehen, das war es schon. Richtig in Stimmung kamen die Fans, als Hein in der achten Minute nur knapp an Janka scheiterte. Überhaupt durfte man staunen, mit welchem Speed so ein Oberligaspiel ablaufen kann. Das sah vor wenigen Wochen am Pferdeturm noch ganz anders aus. Ganz stark neben Pantkowski bei den Hausherren noch Pohanka, Wasser, Valasek und auch Hein, während auf Tölzer Seite Kathan, Vehmanen aber auch Kornelli und Mangold gefielen. Dann das 0:1 und wie aus heiterem Himmel: Powerplay für die Indians. Pohanka will sich durchtanken, verliert natürlich die Scheibe ausgerechnet an den Alt-Internationalen Kathan, der sieht Strobl und gegen dessen Antritt kommen die Indians nicht hinterher. Die Antwort der Indians waren wütende Angriffe, die jedoch nichts brachten wobei Schwab äußerst viel Pech hatte, als sein Schlagschuss von der Schulter von Janka abprallte. Das 1:1 wäre durchaus verdient gewesen.

Der Ausgleich fiel dann und das gleich superschnell. Gleich der erste Angriff von den Indians landete im Tor von Janka, der damit erstmals in dieser Viertelfinalserie überwunden war.  Ziolkowski versuchte es von der blauen Linie und die Scheibe rutschte Janka durch die berühmten Hosenträger. Jetzt war die Partie wieder offen und beide Vertretungen schenkten sich absolut nichts wobei der Rahmen fair blieb. Auch ein Verdienst von Hauptschiedsrichter Marc Iwert, der zu Spielbeginn sehr konsequent pfiff, diese Linie beibehielt und dann das Spiel zur Freude der Fans laufen lassen konnte. Löwen-Trainer Kammerer: „Der Schiedsrichter hat von Anfang an durchgegriffen. Das war nicht immer glücklich für uns aber im Endeffekt war seine Linie korrekt. Wir müssen einfach daran arbeiten, weniger Strafzeiten zu kassieren.“ Die Tölzer, die immer wieder versuchten das Spiel schnell zu machen hatten dabei durchaus hochwertige Chancen. Hörmann, Reiter, Sedlmayer und Frank prüften Pantkowski, aber der 18jährige hielt mit stoischer Ruhe seine Mannschaft im Spiel. Auf hannoverscher Sicht hatten Hein, Gibbons und Turnwald sowie der heute stark auftretende aber unglücklich wirkende Pohanka ihre Chancen. Dieser Zustand änderte sich in der 31. Minute. Jetzt düpierten ausgerechnet die Indians ihren Gegner, als Pohanka in einen Fehlpass sprintete und in Unterzahl mit seiner ganzen Routine die Führung per Rückhand herausschoss. Das Stadion tobte und die Gäste aus dem Isarwinkel mussten sich erstmal wieder finden und beruhigen.

Das dritte Drittel begann mit einem Doppelschlag der Gäste, begünstigt durch eine Strafzeit von Wasser, der sich übermotiviert zeigte. Kolacny kam von der Seite zum Schuss und gegen seinen Hammer war Pantkowski geschlagen. Exakt 59 Sekunden später gar das 2:3, als sich für den links durchstartenden Jordan Baker kein ECH-Verteidiger interessierte und dieser letztendlich auch Pantkowski überwand. Ein Schock für die Indians, dass sich schließlich auch im folgenden Powerplay zeigte. Zwei Tölzer mussten auf die Bank, 120 Sekunden doppeltes Überzahlspiel aber lediglich eine Chance von Gosdeck (Indians-Coach Stolikowski: „Es war ein Kraftproblem und die Tölzer haben ausgezeichnet verteidigt“) war zu verzeichnen. Das zehrte an den Kräften und die Indians-Abwehr musste stark an der eigenen Konzentration arbeiten um die immer wieder einfallenden Tölzer abzuwehren.  Zum Glück für die Indians stand hinter ihnen Pantkowski, der mehrfach exzellent reagierte, sein Meisterstück aber in der 54. Minute brachte, als er gegen Huss zweimal mit dem Schoner im direkten Zweikampf die Oberhand behielt. Auf der anderen Seite zeigte Hein wie wertvoll er für die Indians ist, als er in der 56. Minute auf der linken Angriffsseite durchbrach und erst im letzten Moment von Janka gestoppt werden konnte. Jetzt warfen die Indians noch einmal alles nach vorne aber es sollte nicht sein. Die Tölzer zeigten sich routiniert und ließen auch, als Indians-Coach Stolikowski seinen Keeper erst 50 Sekunden vor Schluss vom Eis genommen hatte, nichts mehr anbrennen.

Am Ende muss man konstatieren, dass das Ergebnis auch hätte umgekehrt ausgehen können. Der Underdog aus Hannover hatte dem Favoriten einen heißen Kampf geliefert und nur unglücklich verloren. Wer jedoch gewonnen hatte, war der Eishockeysport. Dieser Speed, diese immer wieder angebrachten technischen Feinheiten, ein toller Kampf mit Spielern die nicht nach jedem kleinen Foul zu Boden sanken sondern sich nur durchschüttelten und weiterkämpften und dazu ein Publikum, dass äußerst fair mit dem Kontrahenten umging und fast schon eine Länderspielatmosphäre in die Halle zauberte.

Die Indians werden am Dienstag um ihre letzte Chance kämpfen und es wird sehr schwer werden. Was ihnen aber gelang ist, dass die Saison, die fast schon desaströs endete, in einer einmaligen 180 Grad-Wendung gekehrt werden konnte.

Löwen-Trainer Axel Kammerer: „Es war ein sehr enges Spiel vor einer, für meine jungen Spieler, einmaligen Atmosphäre. Das erste Drittel war in Ordnung, im zweiten bekamen wir gleich den Ausgleich und dann noch in Überzahl das 1:2. Das haben wir gut verdaut und der Doppelschlag im dritten Drittel hat uns immens geholfen. Die Indians sind wirklich ein hartnäckiger Gegner bei dem wir verdammt aufpassen müssen. Wir führen jetzt zwar 2:0 aber die Serie ist noch nicht zu Ende.“

Indians-Trainer Tobias Stolikowski: „Wir hätten den Sieg auch verdient gehabt aber es sollte nicht sein. Wir haben zwei äußerst enge Spiele gesehen und wir werden am Dienstag in Tölz alles geben um eine Wende zu schaffen. Zur Verletzung von Gosdeck kann ich nur sagen, dass er mit Sicherheit am Dienstag wieder zur Verfügung stehen wird.“

Tore: 0:1 (18:01) Strobl (Kathan, Vehmanen/4-5), 1:1 (20:16) Arnold (Ziolkowski, Schwab/5-4), 2:1 (30:28) Pohanka (Bovenschen, Ziolkowski/4-5), 2:2 (43:35) Kolacny (Vehmanen, M. Endraß/5-4), 2:3 (44:34) Baker (Frank, Sedlmayer).  Strafen: Hannover 12, Bad Tölz 16 + 10 (Hörmann, Baker und Sedlmayer). Zuschauer: 3366.

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