Tilburg Trappers ziehen weiter davonOberliga Nord kompakt

Trainer Bo Subr, Trainer der Tilburg Trappers. (Foto: the)Trainer Bo Subr, Trainer der Tilburg Trappers. (Foto: the)
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Die Hannover Scorpions waren spielfrei und die Indians freuten sich über die doch noch geholten zwei Punkte, konnten so den Angriff der Essener auf Platz sechs erst einmal abwehren.

In der Qualifikation erhöhte Herne seinen Vorsprung auf 21 Punkte, nachdem sich die Black Dragons einen Blackout gegen den Tabellenletzten aus Braunlage beim 0:3 erlaubten. Die Crocodiles waren spielfrei, mussten kampflos zulassen, wie die Rostocker nach ihrem 6:1 gegen Berlin die entstandene Punktelücke wieder schlossen. Braunlage wiederum kam nach dem 3:0 in Erfurt bis auf zwei Punkte an Timmendorf heran, aber die Schleswig-Holsteiner hatten auch mit Tabellenführer Herne den mit Abstand schwersten Gegner.

Saale Bulls Halle – Tilburg Trappers 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)

Auch die zuletzt formstarken Saale Bulls konnten den Titelverteidiger nicht stoppen. In einem Spiel zweier defensivstarker Mannschaften entscheiden meistens nur wenige Tore und so war es kein Wunder, dass bereits das niederländische 1:0 in der elften Minute durch Brock Montgomery vorentscheidend war. Zwar konnten die Hallenser im Mitteldrittel gut mithalten, das einzige Tor des Drittels markierten dann wieder die Niederländer, diesmal Max Hermens (26.). Die einzige, im Endeffekt erfolgreiche Aktion der Bulls, wurde in der 49. Minute von Maximilian Schaludek abgeschlossen. Kurz bevor Halles Trainer Dave Rich seinen Keeper Cerverny aus dem Tor nehmen wollte, lochte Tilburgs Torjäger Mitch Bruijsten (58.) zum 3:1 ein. Obwohl Rich Cerverny danach trotzdem noch vom Eis holte, stellte sich ein Umschwung nicht mehr ein, zu routiniert spielte der Tabellenführer.

Wohnbau Moskitos Essen – EXA Icefighters Leipzig  5:2 (2:1, 2:1, 1:0)

Die zuletzt in der Defensive sehr anfälligen Essener zeigten sich gegen den Tabellenzweiten gefestigt und gewannen nicht unverdient vor 1082 Zuschauern mit 5:2. Dabei klappte der Start nicht, Leipzig ging in der achten Minute durch Dominik Patocka mit 1:0 in Führung. Zum Glück für die Gastgeber brachte bereits der erste Angriff nach dem Rückstand den Ausgleich, als Verteidiger Werner Hartmann die Lücke zum 1:1 fand. Bereits zwei Minuten später konnte Marcel Pfänder erstmals die Moskitos in Führung schießen. Das Mitteldrittel begann praktisch mit dem schnellen Ausgleich, als ein Traumpass von Paavilainen Dominik Patocka fand und der Deutsch-Tscheche den Ausgleich markieren konnte. Danach übernahmen die nicht geschockten Essener wieder das Kommando, setzten die Leipziger schwer unter Druck und trafen bis Drittelende noch zweimal zum 4:2. Erst traf Andrej Bires (33.) und dann noch Tom Fiedler (37.). Im letzten Drittel warfen die Icefighters alles nach vorne, hatten aber einfach kein Glück. Leipzigs Headcoach Sven Gerike nahm sogar fast vier Minuten vor Ende seinen Keeper vom Eis, aber auch diese Maßnahme war nicht von Erfolg gekrönt. Im Gegenteil, 39 Sekunden vor Spielende traf Kapitän Dennis Thielsch zum 5:2-Endstand.

EC Hannover Indians –Füchse Duisburg 3:2 (1:2, 0:0, 1:0, 1:0) n.V.

Fahrten in den Großraum Hannover sind im Augenblick für die Füchse wenig erfolgreich. Nach zwei Niederlagen in der Hauptrunde gab es jetzt ein 2:3 nach Verlängerung, obwohl drei Punkte fast schon eingefahren waren. Der Start war zunächst für die Gäste holprig, denn Hannovers Tobias Schwab (2.) traf schnell im Powerplay zum 1:0. Die danach stärker auftretenden Füchse konnten einen Doppelschlag in der 14. (Marco Habermann) und 16. Minute (Thomas Ziolkowski) zur 2:1-Führung ausnutzen, konnten danach aber nicht entscheidend gegen die kampfkräftigen Hannoveraner davon ziehen. Im letzten Drittel warfen die Gäste ihre ganze Routine ins Spiel und sie schienen Glück zu haben. Bis zur 60. Minute blieb es bei der knappen Führung, dann nahm ECH-Coach Soccio seinen Keeper Albrecht vom Eis und genau 23 Sekunden später stocherte Bacek die Scheibe zum Ausgleich über die Linie. Die konsternierten Duisburger, den Sieg schon vor Augen, kamen in der Verlängerung kaum zu ihrem Spiel und mussten schließlich sogar noch das 3:2 der Indians hinnehmen, als der Hannoveraner Branislav Pohanka in der 63. Minute genau zielte.

Qualifikation

Black Dragons Erfurt – EC Harzer Falken 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

Immer wenn man sie aus den Augen verliert, schlagen sie zu. Die Harzer Falken kamen in Erfurt zu seinem überraschenden 3:0, bescherten vor 498 enttäuschten Zuschauern ihrem Keeper Leon Hungerecker, der vom DEL2-Club Kassel Huskies ausgeliehen war, einen Shutout. Die Tore für die clever auftretenden Gäste in einem ausgeglichenen Spiel erzielten Thomas Herklotz (10., 59.) und Thomas Schmid (24.).

EHC Timmendorfer Strand  – Herner EV 3:5 (1:0, 0:3, 2:2)

Die 428 Fans waren von ihrem Team angenehm überrascht, führten diese nach dem ersten Drittel überraschend 1:0 (Daniel Lupzig, 13.). Im zweiten Drittel nahmen sich die Herner zusammen, brauchten aber zehn Minuten bis zum Ausgleich. Der starke Maik Klingsporn drehte höchstpersönlich mit zwei Toren in der 30. und 33. Minute das Spiel zum 2:1 für die Gäste, Philip Kuhnekath erhöhte zwei Minuten später sogar noch auf 3:1. Als Danny Albrecht in der 46. Minute gar auf 4:1 für die Herner erhöhte, war die Partie gelaufen, obwohl die nimmermüden Timmendorfer alles für eine Resultatsverbesserung versuchten. Petr Gulda schaffte in der 48. Minute das 2:4 und Daniel Clairmont in der 52. Minute auch noch das 3:5. In der 51. Minute hatte allerdings Danny Albrecht mit dem 5:2 für den HEV für klare Verhältnisse gesorgt.

Rostock Piranhas – ECC Preussen Berlin  6:1 (1:0, 2:1, 3:0)

Wieder einmal mussten die Berliner mit einem Rumpfkader auswärts antreten und so war dann am Ende kein Wunder, wenn die Niederlage relativ hoch ausfiel. Andererseits stürmten die Rostocker von Anfang an, ließen nie Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Thomas Kurka (16.), Kevin Piehler (35.), Arthur Lemmer (40.), Michal Bezouska (46.), Greg Classen (46.) und Ricco Ratajcik (53.) trafen für die Gastgeber, für die Berliner hielt Justin Ludwig nach einem Alleingang in der 27. Minute für genau acht Minuten die Hoffnung auf einen Punktgewinn am Leben.


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