Tilburg Trappers und Saale Bulls Halle im Gleichschritt an der SpitzeScorpions bleiben trotz Heimpleite gegen Erfurt auf Rang drei

Die Black Dragons Erfurt bejubeln das Tor zum 3:1 gegen die Hannover Scorpions.  (Foto: Manfred Schneider)Die Black Dragons Erfurt bejubeln das Tor zum 3:1 gegen die Hannover Scorpions. (Foto: Manfred Schneider)
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Die Heimniederlage gegen Erfurt war mit Sicherheit nicht geplant und bescherte den Nord-Hannoveranern einen Rückstand von fünf Punkten auf die beiden Führenden. Da auch Leipzig unterlag, waren die Hannover Indians einer der Gewinner des 14. Spieltages, die weiterhin mit dem Lokalrivalen und Leipzig punktgleich sind. Während sich die Crocodiles den Spieltag auf dem Sofa ansahen, wie auch Herne, musste der HEV feststellen, dass die Erfurter nach dem Erfolg in Mellendorf bis auf einen Punkt auf die Pelle rückten. Einen Satz nach vorne machten die Herforder, die ihren Gegner überholten. Ebenfalls einen Sprung nach vorne machte Rostock, dass mit Diez und Krefeld gleich zwei Mannschaften hinter sich ließ. Ganz hinten stehen die Hammer Eisbären, die nach der desaströsen Niederlage gegen Rostock schon fünf Punkte Rückstand auf den Vorletzten Krefeld haben.

Hannover Scorpions – Black Dragons Erfurt 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)

Das war die Überraschung des Tages. Die Black Dragons, von ihrem Trainer Raphael Joly perfekt eingestellt, boten über sechzig Minuten ihr bestes Auswärtsspiel, waren äußerst diszipliniert und nutzten ihre Chancen konsequent. Auf der anderen Seite versuchten die Scorpions offensiv alles, schossen vierzig Mal auf das Tor von Erfurts Konstantin Kessler und hatten am Ende sogar noch Glück, dass ihnen wenigstens eines gelang. Eigentlich hätte Erfurts Thomas Schmid den Assist verdient, denn er vertändelte ohne jede Not die Scheibe vor dem eigenen Tor, gab Thomas Reichel die Chance und dieser nutzte diese eiskalt. Zuvor hatte Louis Anders die Erfurter 1:0 in Führung gebracht, als er nach einem Abwehrfehler der Scorpions an der Bande auf einmal völlig frei vor Brett Jaeger, dem Scorpions-Keeper, stand und eiskalt einlochte. Nach dem 1:1 schien das Spiel kurzfristig an Fahrt aufzunehmen, aber die Erfurter zeigten sich als Spielverderber. Mit ihrem cleveren Defensivspiel standen sie den Scorpions permanent auf den Füßen und diese zogen diese lieber zurück, was dem Erfurter Spiel entgegenkam. Im dritten Drittel kam es gleich am Anfang zum Showdown als niemand es erwartete. In den ersten sechs Minuten nutzten die Black Dragons zwei Unkonzentriertheiten der Scorpions, gingen mit 3:1 in Führung und als ihnen die Kraft ausging, fiel den Scorpions trotzdem nichts mehr ein. Scorpions-Trainer Tobias Stolikowski war dann auch entsprechend bedient: „Ein verdienter Sieg der Erfurter. Wir haben einfach nicht den richtigen Weg gefunden, müssen diese Niederlage aufarbeiten. Vermutlich war es ein Fehler, mit Hilfe der Wolfsburger Leihgaben Raabe und Nijenhuis vier komplette Reihen aufzubieten. Diesen Fehler nehme ich auf mich. Gegen Krefeld am Sonntag wird ein „anderes“ Team auflaufen.“ Sein Spieler Patrick Klöpper  fand dazu klare Worte: „Wir können uns nur entschuldigen. Das erste Drittel war noch halbwegs in Ordnung. Im zweiten waren wir nicht vorhanden und die ersten zehn Minuten im dritten Drittel eine Vollkatastrophe. Lediglich am Ende waren wir einigermaßen präsent.“ Erfurts Trainer Raphael Joly war dagegen cool happy: „Die beste Auswärtsleistung meiner Mannschaft trotz einiger Verletzter.“

Tore: 0:1 (21:32) Louis Anders (Herrschaft), 1:1 (22:23) Thomas Reichel, 1:2 (42:14) Maurice Keil (Schüpping, Denner),1:3 (45:46) Fritz Denner (Schüpping, Wunderlich),

Moskitos Essen – Herforder EV 2:8 (1:2, 0:4, 1:2)

Zu einer Demonstration der Herforder Auswärtsstärke verkam die Partie in Essen. Der Aufsteiger konnte lediglich im ersten Drittel mithalten, ging auch durch Luft in Führung. Nach dem Ausgleich von Begovs übernahm Herford das Kommando, ging prompt durch den Kapitän Björn Bombis in Führung und dominierte das Spiel im Mitteldrittel mit vier erzielten Toren und brachte im letzten Drittel das Spiel  locker über die Zeit. Überragend bei Herford Rustams Begovs und Christoph Koziol, während bei Essen kein Spieler Normalform erreichte. Bei Essen kam im dritten Drittel Marvin Frenzel für Fabian Hegmann.

Tore: 1:0 (10:39) Dominik Luft (Glemser, Ribarik), 1:1 (11:40) Rustams Begovs (Biezaijs, Rinke), 1:2 (17:41) Björn Bombis (Berezovskij, Koziol), 1:3 (24:26) Christoph Koziol (Bombis, Biezaijs), 1:4 (26:29) Rustams Begovs (Biezaijs, Rinke), 1:5 (33:12) Christoph Koziol (Schütt), 1:6 (38:59) Dennis Schütt (Berezovskij, Pöpel 5-4), 2:6 (55:01) Mark Zajic (Glemser, MacLeod), 2:7 (58:09) Ralf Rinke, 2:8 (58:44) Björn Bombis (Begovs, Biezaijs)

Hammer Eisbären – Rostock Piranhas 1:5 (0:1, 1:1, 0:3)

Das war eine Nullnummer für die Eisbären, die sich langsam fragen müssen, gegen wen sie noch Punkte holen möchten. Gegen clevere Rostocker konnte von 31 Schussversuchen nur Artyom Alexandrov seinen erfolgreich im Tor von Rostocks Keeper Luca di Berado unterbringen. Bei Rostock glänzten Lukas Koziol und August von Ungern-Sternberg mit je zwei Toren  und vor allem Justin Maylan, dem wieder drei Assist gelangen. Damit führt Maylan in der reinen Assist-Wertung mit 25 Punkten und fünf Punkten Vorsprung auf Patrick Schmid (Halle) und gar acht Punkten auf Joonas Niemelä, ebenfalls Halle.

Tore: 0:1 (09:46) Lukas Koziol (Balla, Dudas), 1:1 (20:48) Artyom Alexandrov (Dotter), 1:2 (33:00) Mark Ledlin (Gerstung, Maylan), 1:3 (40:24) August von Ungern-Sternberg (Maylan), 1:4 (57:31) Lukas Koziol (Balla, Lavallee), 1:5 (59:16) August von Ungern-Sternberg (Ledlin, Maylan)

Icefighters Leipzig – Saale Bulls Halle 4:5 2:0, 0:2, 2:3)

Das Spitzenspiel des Abends ging an Halle, obwohl es nach 20 Minuten ganz anders aussah. Leipzig startete wie die Feuerwehr, führte bereits nach 86 Sekunden durch Hannon und erhöhte noch im gleichen Drittel auf 2:0 durch Farrell. Im zweiten Drittel kamen die Hallenser erfolgreich zurück. Niemelä und Hoffmann glichen aus. Als im dritten Drittel die Bulls in den ersten Minuten ihre Gastgeber förmlich überrannten und mit 4:2 in Führung gingen, da schien es, als hätte Leipzig sich aufgegeben, aber dem war nicht der Fall. Riekkinen brachte seine Farben auf 3:4 heran, aber Vihavainen traf kurz darauf ausgerechnet in Unterzahl zum 5:3, was den Sieg bedeutete. Der erneute Anschlusstreffer von Walther Klaus kam zu spät.

Tore: 1:0 (01:26) Connor Hannon (Spöttel 5-4), 2:0 (12:47) Ian Farrell (Riekkinen, Klaus), 2:1 (21:47) Joonas Niemelä (Pfennings, Schmid), 2:2 (33:37) Erik Hoffmann (Niemelä, Schmid), 2:3 (41:14) Roman Pfennings (Schmid, Niemelä), 2:4 (42:27) Tatu Vihavainen (Fomin), 3:4 (47:51) Joonas Riekkinen (Schön, Slanina), 3:5 (50:06) Tatu Vihavainen (Valasek, Becker 4-5), 4:5 (50:40) Walther Klaus (Stopinski, Spöttel).

Tilburg Trappers – Krefelder EV U23 5:1 (1:1, 0:0, 4:0)

Das war eine Nervenschlacht, die die Tilburger vor dem Spiel wohl in der Form nicht erwartet hatten. 37:9 Torschüsse wurden gezählt, aber die Führung gelang den Krefeldern. Auch nach dem relativ schnellen Ausgleich der Tilburger durch van Soest brauchte es eine komplette halbe Spielstunde, ehe die Festung Krefeld sturmreif geschossen war. Nacheinander trafen die Trappers innerhalb von sieben Minuten viermal und entschieden das Spiel. Überragender Spieler des Tages war der Krefelder Keeper Jonas Gähr, der trotz der Gegentore auf exzellente 86,5 Prozent kam.

Tore: 0:1 (04:41) Florian Maierhofer (Westerkamp), 1:1 (14:06) Ties van Soest (de Hondt, Loginov), 2:1 (48:23) Giovanni Vogelaar (Hofland, de Hondt), 3:1 (51:14) Max Hermens (Bulmer, Stempher), 4:1 (54:51) Danny Stempher (Hermens, Bastings 5-4), 5:1(55:32) Raymond van der Schuit (Hessels, Muller).

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Oberliga Nord Hauptrunde

Freitag 21.01.2022
Icefighters Leipzig Leipzig
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EG Diez-Limburg Limburg
Black Dragons Erfurt Erfurt
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ESC Moskitos Essen Essen
Hannover Scorpions Scorpions
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Hammer Eisbären Hamm
Herner EV Herne
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Tilburg Trappers Trappers
Saale Bulls Halle Halle
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Crocodiles Hamburg Hamburg
Rostock Piranhas Rostock
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Hannover Indians Indians
Herforder EV Herford
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EG Diez-Limburg Limburg
Sonntag 23.01.2022
Tilburg Trappers Trappers
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Hannover Scorpions Scorpions
Crocodiles Hamburg Hamburg
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Herner EV Herne
Icefighters Leipzig Leipzig
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Rostock Piranhas Rostock
Hammer Eisbären Hamm
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Black Dragons Erfurt Erfurt
ESC Moskitos Essen Essen
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Krefelder EV Krefeld
EG Diez-Limburg Limburg
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Saale Bulls Halle Halle
Hannover Indians Indians
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Herforder EV Herford