Tilburg Trappers und Hannover Scorpions punktgleich in die Pause Meister gibt Punkt gegen die Preussen ab

(Foto: Manfred Schneider)(Foto: Manfred Schneider)
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Die Hannover Indians ließen sich auch von den Crocodiles beim 1:5 düpieren und sind auf Platz vier abgerutscht, nachdem die Herner in Braunlage beim 9:3 keine Probleme hatten. Einen kleinen Rückschlag mussten die spielfreien Essener hinnehmen, weil deren direkte Konkurrenten aus Rostock und Leipzig beide mit ihren Siegen an ihnen vorbeizogen. Auf Platz acht folgen die Crocodiles, die den Füchsen Duisburg Platz neun überließen und dahinter kommen noch Halle und Erfurt, die beide unterlagen. Zwar blieben die Berliner Preussen auf dem letzten Tabellenplatz, aber ihr Punktgewinn in Tilburg war für die Konkurrenz ein echtes Ausrufezeichen.

Tilburg Trappers – ECC Preussen Berlin 6:5 (1:0, 3:2, 1:3, 1:0) n.V.

Die Überraschung schlechthin lieferten die Berliner Preussen beim Spitzenreiter ab. Der Tabellenletzte präsentierte sich keineswegs wie ein deprimiertes, abgeschlagenes Team, sondern forderte die Niederländer länger als ihnen lieb war. Zwar gelang Janne de Bonth nach fünf Minuten die Führung der Trappers, aber danach bissen sich die selbigen die Zähne an der Gästeabwehr aus und schlimmer, die Konter der bis dato ungefährlichen Preussen waren gefährlicher als erwartet. Erst gelang Jakub Rumpel (27.) der Ausgleich, dann war Tilburg mit einem Doppelschlag durch Kevin Bruijsten (28.) und Reno de Hondt (30.) erfolgreich. Marvin Krügers 2:3 in der 31. Minute wurde von den Niederländern immer noch nicht ernst genommen und als Kevin Bruijsten (37.) das 4:2 schoss, da schienen die drei Punkte in trockenen Tüchern. Das Team von Uli Egen kapitulierte jedoch nicht und das Tor des jungen Vincent Rebel (46.) brachte den Preussen zunächst den Anschluss. In der 52. Minute überraschte Justin Ludwig die Gastgeber und es stand 4:4. Auch das 5:4 von Jordy Verkiel (55.) brachte keine Ruhe in die Aktionen der Trappers und prompt gelang Can Matthäs (58.) der verdiente Ausgleich, den die Berliner in die Verlängerung retten konnten. Auch wenn gleich danach das 6:5 für die Gastgeber durch Reno de Hondt (61.) fiel, der Punktgewinn der Gäste war verdient.

Crocodiles Hamburg – EC Hannover Indians 5:1 (0:0, 3:1, 2:0)

Die 100 mitgereisten Fans der Hannover Indians waren nach der Begegnung schwer enttäuscht. Ihre Indians hatten eine Leistung geboten, die vor wenigen Wochen noch undenkbar gewesen wäre. Die Hamburger, die wie die Rostocker gerade einmal 13 Feldspieler auf das Eis brachten, hielten nicht nur bis zur 30. Minute ein 0:0, sie waren auch optisch führend und anschließend trafen sie zunächst durch Gianluca Balla (31.) zur Führung. Den Ausgleich durch den seit Wochen konstant starken Brent Norris (35.) konnte man noch in den Bereich der Normalität einsortieren aber dann brach das Unheil über die Indians in Form von Aaron Reinig (36.) und Brad McGowan (37.) herein, die ihre Crocodiles mit 3:1 in Führung brachten. Im letzten Drittel warfen die frustrierten Indians noch einmal alles nach vorne aber es half nichts. Die mit Glück und Geschick spielenden Hamburger hielten den Vorsprung bis zur 58. Minute. Dann nahm Indians-Coach Lenny Soccio seinen Torwart Beech vom Eis und kassierte prompt durch Norman Martens das 4:1 und schließlich, Sekunden vor Ende durch Gianluca Balla sogar noch das 5:1.

Icefighters Leipzig – Füchse Duisburg 6:2 (2:2, 1:0, 3:0)

Die Berg- und Talfahrt der Duisburger geht weiter. Nach einem guten ersten Drittel, das nach Toren von Antti Paavilainen (Leipzig; 5.,13.) und den Duisburgern Pavel Pisarik (8.) und Artur Tegkaev (11.) 2:2 stand, verlagerte sich das Spiel langsam aber sicher immer mehr in die Duisburger Hälfte und in der 32. Minute fiel dann die 3:2-Führung der Icefighters durch Dimitri Komnik. Patrick Fischer erhöhte in der 49. Minute auf 4:2 und als in den letzten beiden Minuten die Duisburger Uusivirta und Huebscher je eine Strafe kassierten, war dies für die Icefighters ein gefundenes Fressen. Esbjörn Hofverberg (59.) und Florian Eichelkraut (60.) trafen zum 6:2-Endstand.

Harzer Falken – Herner EV 3:9 (0:4, 1:2, 2:3)

Ohne jede Chance waren die Falken gegen die konzentriert auftretenden Herner. Nach 13 Minuten Einspielzeit fing der HEV mit dem Toreschießen an und sieben Minuten später hieß es gar 4:0 für die Gäste. Die Tore hatten Lois Spitzner (14.), Sören Hauptig (16.), Dennis Thielsch (17.) und Moritz Schug (18.) erzielt. Im zweiten Drittel kamen die Braunlager etwas besser aus der Kabine, trafen durch Louis Trattner (24.) zum 1:4 aber die Herner ließen nichts mehr anbrennen, erhöhten schließlich sogar noch auf 6:1 nach Toren von Nils Liesegang (26.) und Dennis Thielsch (32.). Im dritten Drittel gab es nur noch ein unterhaltsames Auslaufen zu sehen, garniert mit insgesamt fünf Toren, davon drei für Herne durch Tobias Esch (44.), Denis Fominych (52.) und Thomas Zuravlev (60.) und zwei für die Falken, in diesem Fall durch Louis Trattner (47.) und Andreas Druzshinin (60.)

Rostock Piranhas – Saale Bulls Halle 5:2 (4:0, 1:1, 0:1)

Die fünf Punkte gegen die Hannover Indians scheinen die Rostock Piranhas beflügelt zu haben. Im ersten Drittel konterten sie die Saale Bulls Halle gnadenlos aus und trotz eines Schussverhältnisses von 7:14 führten die Piranhas nach Toren von Tomas Kurka (6.), Klemens Kohlstrunk (10.), Kevin Piehler (13.) und Constantin Koopmann (20.). Zwar traf der Kanadier Tyler Mosienko schon in der 22. Minute zum 1:4, aber Sebastian Brockelt (27.) sorgte rechtzeitig wieder für einen Vier-Tore-Vorsprung. Leicht spannend wurde es dann ab der 45. Minute, als Jannik Striepeke noch einmal mit dem zweiten Bulls-Tor die Hallenser noch einmal bis auf drei Tore heranbrachte.

Hannover Scorpions – Black Dragons Erfurt 6:1 (2:1, 4:0, 0:0)

Ohne jede Chance waren die schwarzen Drachen in Mellendorf. Lediglich nach dem schnellen 1:0 durch Michal Vazan (4.) konnten sie hoffen, aber ein schwaches Powerplay mit Unterzahltor für die Gegner, erzielt von Chad Niddery (13.), baute die Scorpions wieder auf und das 2:1 in der 18. Minute von Patrick Schmid war verdient. Fünf Minuten nach Beginn des zweiten Drittels war die Partie bereits entschieden. Innerhalb von 155 Sekunden hatten erneut Chad Niddery (21.), Christoph Koziol (23.) und Goran Pantic (24.) das Ergebnis auf 5:1 getrieben, dem Patrick Schmid in der 33. Minute mit dem 6:1 das Endergebnis folgen ließ.

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