Tilburg Trappers sind der Gewinner des SpieltagsSaale Bulls Halle und Hannover Scorpions rutschen aus

Jayden Schubert trifft zum 5:2 für die Hannover Indians gegen den Krefelder EV. (Foto: Manfred Schneider)Jayden Schubert trifft zum 5:2 für die Hannover Indians gegen den Krefelder EV. (Foto: Manfred Schneider)
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Halle hat weiterhin sieben Punkte Vorsprung vor den Hannoveranern und sogar noch ein Spiel weniger in der Gesamtbilanz. Auf Rang vier machen es sich im Augenblick die Hannover Indians bequem. Nach dem Erfolg gegen Krefeld haben sie sechs Punkte Vorsprung auf die erneut spielfreien Leipziger. Diese haben jedoch vier Spiele weniger als die Indians, können diese, theoretisch zumindest, locker überholen. In der Quotientenrechnung stehen daher die Icefighters auf Rang vier, allerdings nur mit 0,064 Punkten Vorsprung auf die Indians. Ähnlich verhält es sich zwischen Hamburg und Herne. Der HEV hat zwar fünf Punkte Vorsprung, liegt aber beim Quotienten 0,018 Punkte hinter Hamburg. Es kann also noch jede Menge Positionswechsel geben. Ebenfalls hochdramatisch ist der Kampf um Platz acht. Hier entspricht der Quotient der Punktevergabe und es führt Erfurt dieses Quartett vor Herford, Rostock und Essen an. Zwischen Erfurt und Essen liegen nur sechs Zähler und dass die Ruhrgebietler in guter Form sind, bewies der Erfolg gegen die Scorpions. Für die letzten drei, Diez-Limburg, Krefeld und Hamm, beginnt jetzt das Auslaufen und ihr einziges Ziel wird sein, die Saison sportlich anständig ohne große wirtschaftliche Schäden zu überstehen.

Saale Bulls Halle – Herner EV Miners 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) 

Der Herner sind immer wieder für Überraschungen gut. Als keiner es erwartete, schlugen sie in Halle zu, zeigten dabei eine herausragende Defensivleistung und hatten in Björn Linda auch wieder den Rückhalt, den sie für ein derartiges Ergebnis benötigten. In dem ausgeglichenen Spiel fielen alle Tore in Überzahl, ein Indiz, wie wichtig es ist, die richtigen Leute in solchen Spielphasen auf das Eis zu schicken. Beste Akteure  in dem fairen Spiel mit nur 20 Spielminuten neben den beiden Torhütern Björn Linda (Herne; 95,8 Prozent Fangquote) und Jan Urbisch (90,5 Prozent Fangquote) waren auf Halles Seite der erste Block und auf Hernes Seite neben dem ersten Block noch die Dritte-Reihe-Stürmer Tegkaev und Komov.

Tore: 0:1 (34:29) Alexander Komov (Tegkaev, Linda 5-4), 1:1 (36:02) Joonas Niemelä (Schmid, Vihavainen 5-4), 1:2 (42:13) Tomi Wilenius (Liesegang, Ackers 5-4)

Moskitos Essen – Hannover Scorpions 5:2 (1:0, 2:2, 2:0) 

Und noch eine Überraschung. Die Moskitos, auf dem Papier klarer Außenseiter, bezwangen den Favoriten Hannover Scorpions, der noch nicht mit Neuerwerbung Brad Ross angetreten war, klar und deutlich mit 5:2. Dabei waren die Scorpions die bessere Mannschaft, hatten am Ende mit 36:26 Torschüssen die Nase vorn, waren aber in der Effizienz ebenso klar unterlegen. Die kampfstarken Ruhrgebietler gingen früh in Führung, hielten den Vorsprung bis zur 39. Spielminute und hatten das Glück, in der letzten Minute des zweiten Spielabschnitts wieder in Führung zu gehen. Ein Doppelschlag in der 46. und 47. Spielminute entschied schließlich diese spannende Begegnung. Beste Essener Akteure waren Mark Zajic mit drei Toren sowie Mike Glemser, dem Ex-Scorpion, dem zwei Punkte gegen seinen früheren Verein gelangen.

Tore: 1:0 (05:50) Mitch Bruijsten (Saccomani, Hane), 1:1 (26:55) Mike Hammond (Gron, Raabe), 2:1 (32:39) Mark Zajic (MacLeod, Bruijsten), 2:2 (38:17) Steven Raabe (Hammond, Thomson), 3:2 (39:22) Mark Zajic (Glemser, Hane), 4:2 (45:58) Mark Zajic (Bruijsten, Frick 5-4), 5:2 (46:39) Mike Glemser (Spelleken, Luft)

Hannover Indians – Krefelder EV U23 5:2 (3:2, 1:0, 1:0)  

Elmar Schmitz, Trainer des Krefelder Nachwuchses, konnte an diesem Abend nichts die gute Laune verderben. Seine Mannschaft hatte beim 2:5 am Pferdeturm zwar über die volle Spielzeit keine echte Siegchance, aber sie hatten sich top geschlagen, mit ihren läuferischen Leistungen und der Fairneß geglänzt. Die wichtigste Nachricht für Schmitz war jedoch keine Oberliga-Nachricht. Im neuen NHL-Draft 2022 werden vermutlich drei Jungs aus dem Krefelder Nachwuchs aufgeboten, was deutlich aufzeigt, was für eine erstklassige Jugendarbeit in Krefeld geleistet wird.

Die Begegnung in Hannover begann für die favorisierten Hannoveraner mit einem kleinen Schock. Die Krefelder, die ohne Scheu in die Partie gingen, schossen in den ersten zehn Spielminuten zwei Tore, überraschten die Indians mit ihrer forschen Spielweise, die nur mit viel Mühe in die Partie kamen. Auch nach dem 3:2 war das Spiel noch nicht entschieden, aber das entscheidende Momentum passierte in der 25. Spielminute. Die Indians hatten Überzahl, als ihnen nach einem Fehlpass ein Krefelder Stürmer entwischte und dieser nur die Latte traf. Im Gegenzug erzielte Parker Bowles das 4:2. Danach begannen die Zaubershow der Indians, die nur einen Fehler beinhaltete. Sie trafen nicht ins schwarze und sie fanden in Krefelds Keeper Matthias Bittner ihren Meister. Elmar Schmitz: „Unser Torwart hat heute eine exzellente Leistung geboten und uns lange im Spiel gehalten.“ Bittner war es dann auch, der zusammen mit Marcel Mahkovec der mit Abstand beste Gästespieler war und dem die Krefelder es zu verdanken hatten, dass es nicht wieder zweistellig wurde. Im dritten Drittel dann das gleiche Spiel, wobei lediglich Jayden Schubert Bittner bezwingen konnte. Bei den Indians, die nur noch auf Bovenschen aus Verletzungsgründen verzichten mussten, merkte man die Spielfreude und das sie nach fünf Auswärtsspielen in Folge endlich mal wieder am Pferdeturm antreten durften, auch wenn dieser mit nur 500 Zuschauern „ausverkauft“ war.

Tore: 0:1 (05:41) Marcel Mahkovec (Ehrich, Esch), 1:1 (07:28) Joe Kiss (Mieszkowski, Gibbons), 1:2 (09:26) Marcel Mahkovec (Pfeifer, Ehrich 5-4), 2:2 (09:55) Parker Bowles (Möller, Strakhov), 3:2 (15:25) Robin Palka (Schubert, Christmann), 4:2 (24:20) Parker Bowles (Bacek, Pohanka 5-4), 5:2 (46:57) Jayden Schubert (Bowles, Turnwald 5-4)

Hammer Eisbären – Tilburg Trappers 3:8 (0:3, 3:1, 0:4) 

Ein verdienter Erfolg der Trappers, die sich jedoch etwas mehr strecken mussten als sie erwartet hatten. Nach dem ersten Drittel stand es 3:0 für die Niederländer, die sich zu früh als Sieger wähnten, im Mitteldrittel das physische Spiel übertrieben und nach dem zweiten Unterzahlgegentor sich wieder zusammenrissen. Im letzten Drittel zeigte sich, dass die Aufholjagd der Eisbären zuviel Kraft gekostet hatte. Die Trappers zogen noch einmal das Tempo an und erzielten noch vier Tore, wobei das Endergebnis auf Grund der starken Hammer Leistung etwas zu hoch ausgefallen ist.

Tore: 0:1 (14:46) Diego Hofland (Bulmer, de Hondt), 0:2 (15:18) Kevin Bruijsten (Hessels, Bison), 0:3 (19:47) Max Hermens (5-4), 1:3 (21:07) Fabio Calovi (Maaßen, Trivellato 5-4), 2:3 (21:53) David Trivellato (Maaßen, Stephens), 2:4 (22:48) Brett Bulmer (Hermens), 3:4 (33:52) Christopher Schutz (Brothers, Ortwein 5-4), 3:5 (41:22) Raymond van der Schuit (Hofland, Stempher), 3:6 (46:33) Reno de Hondt (Vogelaar, Bulmer), 3:7 (49:54) Brett Bulmer (de Hondt, Hermens), 3:8 (52:45) Tijn Jacobs (van Gorp, Hessels)

EG Diez-Limburg – Rostock Piranhas 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)

Mit diesem Sieg unterstrichen die Rostocker ihren Anspruch auf den achten Tabellenplatz. Die Limburger, die zuletzt in vielerlei Hinsicht arg gebeutelt wurden, zeigten kämpferisch eine tadellose Leistung, konnten sich jedoch spielerisch gegen die sattelfesten Piranhas nicht durchsetzen. Ärgerlich für Limburgs Trainer Jan Pantkowski, dass sich sein Dritte-Reihe-Stürmer Paul König eine Spieldauer einhandelte und für ein Spiel gesperrt sein wird. Bester Akteur bei Limburg war Keeper Jan Guryca, der 52 Schüsse entschärften konnte und auf fast 93 Prozent Fangquote kam. Bei Rostock glänzten Keeper Lucas di Berardo mit 97,4 Prozent Fangquote sowie die Stürmer Gianluca Balla und Constantin Koopmann.

Tore: 0:1 (07:39) Justin Maylan (von Ungern-Sternberg, Koopmann), 0:2 (21:31) Maximilian Herz (Koopmann), 1:2 (28:07) Nico Lehtonen (King 5-4), 1:3 (36:01) Jonas Gerstung (Balla),  1:4 (52:18) Lukas Koziol (Steinmann)


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