Tilburg Trappers lassen sich von Hannover Scorpions nicht überraschenKlares 8:3 im Spitzenspiel, Indians holen wieder auf

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Der Herner EV hätte mithalten können, ließ sich aber beim 4:10 in Halle förmlich vorführen und hat jetzt gleich drei Teams im Nacken, die alle ihre Freitagspiele gewannen. Mit 29 Zählern folgen die Moskitos Essen und die Crocodiles Hamburg, mit 28 Leipzig, wobei die Icefighters beim direkten Konkurrenten Rostock überraschend deutlich mit 4:0 gewannen. Halle blieb an dem Mittelblock mit dem klaren 10:4 gegen Herne dran, während die Duisburger bei nunmehr vier Punkten Rückstand auf Halle auch bei einem Erfolg am Sonntag gegen die Berliner Preussen auf Platz zehn weiter verweilen werden. Die Erfurter bewegen sich aktuell mit 18 Punkten in ihrer eigenen Klasse und sind am Sonntag in Herne zum Punkten gezwungen, wollen sie sich nicht frühzeitig, wie die Harzer Falken und die Berliner Preussen von der Play-Off-Runde verabschieden.

ECC Preussen Berlin – Crocodiles Hamburg 4:8 (1:2, 1:6, 2:0)

Ein völlig vermurkstes zweites Drittel der Preussen bescherte den Hamburgern einen überraschend hohen Erfolg in Berlin. Bereits nach zwei Dritteln führten sie nach Toren von Tobias Bruns (4.) und Aaron Reinig (15.) mit 2:0, mussten dann aber bei doppeltem Unterzahlspiel den Anschlusstreffer durch Jakub Rumpel (17.) hinnehmen. Zwar schoss Defender Erik Hoffmann bereits in der 23. Minute die Hamburger mit 3:1 in Führung aber noch ahnte keiner der immerhin 250 Anwesenden, was sich wenige Minuten später abspielen sollte. Zwischen der 27. Und 29. Minute, genauer innerhalb von 108 Sekunden erhöhten Dominik Lascheit (27.), Tobias Bruns (27.) und Brad McGowan (29.) auf 6:1, dem Aaron Reinig in der 32. Minute sogar noch das 7:1 folgen ließ. Danach durfte Hannes Ulitschka (36.) zwar das 2:7 erzielen aber Brad McGowan beendete das Torespektakel, zumindest aus Hamburger Sicht, mit dem 8:2 in der 39. Minute. Dass auch die Preussen schnell zwei Tore hintereinander schießen können, bewiesen sie in der 45. Minute, als innerhalb von nur 26 Sekunden Kyle Piwowarczyk und Justin Ludwig mit zwei Toren zum 4:8 aktive Ergebniskosmetik betrieben.

Tilburg Trappers – Hannover Scorpions 8:3 (4:1, 1:1, 3:1)

Bei nur 37 Schüssen fielen elf Tore und diese waren dann auch noch recht einseitig verteilt. Beim Spitzenspiel im Norden verjagten die Tilburger, die erst vor kurzem beim 6:5 gegen den Tabellenletzten Berlin sogar nachsitzen mussten, wie man Spitzenspielen angeht, nämlich offensiv. Damit nahmen sie den Gästen die Butter vom Brot und sie waren sogar ziemlich erfolgreich. Es waren gerade einmal elf Minuten gespielt, da war das Spiel bereits entschieden. Vor ausverkauftem Haus trafen nacheinander Max Hermens (6.), Ivy van den Heuvel (6.), Mitch Bruijsten (8.) und Kevin Bruijsten (11.) zum schnellen 4:0. Danach durfte der Kanadier Matt Wilkens (14.) die hannoversche Anwesenheit mit dem 1:4 dokumentieren. Das schnelle 5:1 der Niederländer durch Mitch Bruijsten bereits nach 29 Sekunden im zweiten Drittel zerstörte auch die letzten Scorpions-Hoffnungen, auch wenn Sean Fischer mit dem 2:5 in der 25. Minute die Chancen doch noch etwas nähren konnte. Die weiteren Bemühungen der Scorpions, die zu ganzen elf Schüssen im ganzen Spiel kamen, wurden rechtzeitig von den Trappers gestoppt und im letzten Drittel erhöhten dann Mitch Bruijsten (49.) und Danny Stempher (50.) auf 7:2. In der 54. Minute verkürzten Matt Wilkens auf 3:7 und den Abschlusstreffer des Spieles verantwortete schließlich Ivy van den Heuvel in der 59. Minute zum 8:3.

Black Dragons Erfurt – EC Hannover Indians 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) n.P.

Auch die Hannover Indians, zuletzt durch mangelnde Erfolge etwas in der Kritik, wurden zwar in Erfurt gerupft, konnten sich aber mit einem 2:1 nach Penaltyschießen doch noch den zweiten Punkt sichern und somit den Rückstand auf den Lokalrivalen um eben diese zwei Punkte verkürzen. Im Mittelpunkt beider Mannschaften stand die Defensive und hier die beiden Keeper Martin Otte (Erfurt) und Kevin Beech (Indians), die mit 96,2 Prozent bzw. 97 Prozent Fangquote brillierten und den gegnerischen Stürmern das Spiel schwer machten. Da war es auch kein Wunder, dass beide Tore im Powerplay fielen. Den Anfang machte Andreas Morczinietz in der 35. Minute, den Ausgleich schoss Sebastian Hoffmann (48.). Da sich der Hannoveraner Peleikis in der Verlängerung eine Strafe leistete, wurde es noch einmal richtig spannend und auch hier leistete die Indians-Defensive ganze Arbeit. Zur Belohnung war es dann Branislav Pohanka, der im Penaltyschiessen als einziger traf.

Moskitos Essen –Füchse Duisburg 6:1 (2:1, 2:0, 2:0)

Es sollte das Spitzenspiel im Westen der Oberliga Nord werden und es war im Endeffekt eine einseitige Angelegenheit. Die Moskitos zeigten sich Füchse-resistent und nahmen von Anfang an das gegnerische Tor unter Beschuss. Dort durfte Füchse-Keeper Sebastian Staudt glänzen, kam am Ende immer noch 85,8 Prozent gehaltener Schüsse und war der beste Mann seiner Mannschaft. Im ersten Drittel schien es noch, als ob die Duisburger mithalten können, als Pavel Pisarik bereits in der vierten Minute die Gäste in Führung brachte. Ein Doppelschlag, jeweils in Überzahl, durchgeführt von Aaron McLeod (15.) und Nicolas Strodel (15.) brachte den Gastgebern das 2:1. Das schnelle 3:1 von Neuzugang Nicholas Miglio in der 22. Minute brachte die Gäste völlig von der Spur, die sich nun kaum noch richtig wehren konnten und als die Füchse mit den Gedanken schon in der zweiten Pause waren, erhöhte Julian Airich fünf Sekunden vor Drittelende auf 4:1. In den letzten zwanzig Minuten das gleiche Bild. Essen griff an, Duisburg kam nur zu vereinzelten Kontern und so war es dann auch kein Wunder, dass Carsten Gosdeck (47.) und Thomas Gauch (51.) mit ihren Treffern die Essener Fans jubeln ließen, während die Gäste, immerhin waren starke 2200 Zuschauer in der Halle, die Flucht nach Hause antraten.

Rostock Piranhas – Icefighters Leipzig 0:4 (0:0, 0:2, 0:2)

Es gibt Spiele, da kann man auch bis morgens um fünf spielen und man trifft das gegnerische Tor nicht. So eine Partie war das Spiel zwischen Rostock und Leipzig, zumindest aus Rostocker Sicht. Am Ende hatten sie 27 Torschüsse zu verzeichnen, aber am Ende konnte sich Leipzigs Keeper Benedict Roßberg einen verdienten Shutout anschreiben lassen. Für die Icefighters trafen jeweils mit Doppelschlägen Florian Eichelkraut (22.) und Hubert Berger (23.) sowie Michal Velecky (55.) und Damian Schneider (56.).

Saale Bulls Halle – Herner EV 10:4 (4:1,4:1,2:2)

Von allen guten Geistern verlassen präsentierte sich der Herner EV in Halle. Zwar gab es in Halle, saisonübergreifend, die dritte Niederlage in Folge, aber in den letzten drei Spielen kassierten die Herner in Halle zusammen nur acht Gegentore und jetzt gleich deren zehn. Die Tore der hochüberlegenen Bulls markierten Jan-Niklas Pietsch (3.), Alexander Zille (8.), Maximilian Schaludek sogar in Unterzahl (10., 33., 40), Tyler Mosienko (20., 22., 36.), Tim May (46.) und Marius Stöber (52.). Die Tore der klar unterlegenen Herner schossen Marcus Marsall (19.), Brad Snetsinger (37.), Dennis Thielsch (46.) und Sören Hauptig (48.).

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