Tilburg Trappers bremsen sich gegen Erfurt selbst ausHerne schlägt Halle, Krefeld überrascht Crocodiles

Da staunten die Tilburg Trappers nicht schlecht. In zwei Spielen gegen Erfurt gab es nur vier Punkte.  (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)Da staunten die Tilburg Trappers nicht schlecht. In zwei Spielen gegen Erfurt gab es nur vier Punkte. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)
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Die zweite Überraschung schafften die jungen Krefelder, die den Crocodiles Hamburg ebenfalls in der Overtime den Sieg stahlen. Herne setzte sich in einer Defensivschlacht gegen Halle durch, während die Hammer beim Tabellenführer absolut chancenlos waren.

03.01.2021

Crocodiles Hamburg – Krefelder EV U23 4:5 (0:1, 1:1, 3:2, 0:1) n.V.

Die sich zur Zeit in prächtiger Form befindlichen Krefelder zeigten sich in Hamburg von ihrer starken Seite und kassierten nicht unverdient zwei Punkte. Allerdings mussten sie die Dienste von Glücksgöttin Fortuna in Anspruch nehmen, denn der Ausgleich zum 4:4 fiel erst 39 Sekunden vor Ende durch Adrian Grygiel. Der gleiche Akteur hatte auch in der fünften Minute den gemeinsamen Torreigen angefangen. Der ebenfalls zuletzt stark agierende Patrick Saggau glich erst in der 27. Minute aus, musste aber in der 31. Minute den erneuten Rückstand hinnehmen, als die dritte KEV-Linie erfolgreich war und Defender Tobias Esch traf. Das erst 16-jährige Talent Luca Hauf erhöhte in der 46. Minute auf 3:1 für die Gäste, aber das wollten die Hamburger nicht auf sich sitzen lassen. Ein Triple-Schlag zwischen der 48. und 50. Spielminute von Thomas Zuravlev, Michal Bezouska und Patrick Saggau brachte den Crocodiles die 4:3-Führung, bis eben Grygiel noch zum Ausgleich traf. In der Verlängerung setzte Hauf Adam Kiedewicz in Szene und dieser traf in der 64. Minute mit seinem achten Saisontor zum 5:4 für den KEV.

Tilburg Trappers – Black Dragons Erfurt 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)

Die Niederlage am Dienstag gegen den gleichen Gegner hatte die Niederländer vorsichtig gemacht. Sie standen im ersten Drittel hinten sehr konzentriert, konnten sich trotzdem einige Topmöglichkeiten erarbeiten, scheiterten jedoch immer wieder Konstantin Kessler. In der 22. Minute war der Spielstand Makulatur. Raymond van der Schuit überwand Kessler zur niederländischen 1:0-Führung. Die sofortige Antwort der Erfurter schockte wieder die Trappers. Max Weigandt traf nur zwei Minuten später mit seinem zweiten Saisontor zum 1:1. Ein an diesem Tag überraschend erfolgreiches Powerplay brachte den Tilburgern den Sieg. Die beiden nächsten Tore wurden in Überzahl erzielt, durch Jordy Verkiel (32.) und Ties van Soest (56.), so dass die Tilburger auf 50 Prozent kamen, während die Thüringer alle vier Möglichkeiten verstreichen ließen.

Icefighters Leipzig – Herforder EV 6:2 (2:1, 3:0, 1:1)

Ein am Ende eindeutiger Erfolg der Leipziger, die jedoch über 60 Minuten konzentriert agieren mussten, um den immer gefährlich auftretenden Neuling in die Schranken zu weisen. Wichtig dabei war der Start der Leipziger, weil Robin Slanina in der dritten und 13. Spielminute mit zwei Toren die Gastgeber mit 2:0 in Führung brachte. Marius Garten erzielte in der 13. Minute das 1:2 und ließ die Herforder Hoffnungen steigen. Nach dem 3:1 von Sebastian Bräuner entschied schließlich ein sächsischer Doppelschlag in der 34. Spielminute, innerhalb von 97 Sekunden durch Florian Eichelkraut und Moritz Israel, zum Spielstand 5:1 die Begegnung. In letzten zwanzig Minuten taten sich beide Teams nicht mehr weh, Herford hatte wieder etwas vom Spiel und so trafen beide Vertretungen noch einmal. Guillaume Naud (46.) für Herford und Moritz Israel (57.) zum Endstand 6:2.

Herner EV – Saale Bulls Halle 5:2 (1:1, 3:1, 1:0)

Es war nicht das Spiel der Hallenser Defensive. Die Bulls machten über sechzig Minuten das Spiel, kamen auf unglaubliche 49:29 Torschüsse und scheiterten immer wieder an der altbekannten Torwand Björn Linda. Linda (Herne) schließlich auf 95,9 Prozent Fangquote, während sein Gegenpart Sebastian Albrecht am Ende nur 82,8 Prozent schaffte. Schon der Start zeigte, dass sich beide Teams keinen Zentimeter schenken würden. Maik Klingsporn (5.) brachte die Herner in Führung, bereits im Gegenzug traf Jannek Striepeke zum Ausgleich. Das zweite Drittel hatte kaum begonnen, da waren schon drei Tore gefallen. Denis Fominych (21.) brachte mit dem ersten Herner Angriff die Gastgeber wieder in Führung und nur zwei Minuten danach hieß es gar 3:1, als Noah Bruns eine Vorlage von Behrens zu seinem ersten Saisontor nutzte. Die Freude hatte sich noch nicht gelegt, da hatten die Herner sogar auf 4:1 erhöht. Patrick Asselin überwand Albrecht zum einer Kombination mit Michael Ackers und Denis Fominych. Die angeschlagenen Hallenser kämpften sich jedoch zurück ins Spiel, übernahmen optisch leicht die Kontrolle, konnten jedoch erst in der letzten Minute des zweiten Drittels das zweite Tor erzielen, als Kyle Helms traf. Im Abschlussdrittel dann Eishockey verkehrt, als die Bulls das Herner Tor berannten, aber nicht trafen, während das einzige Tor des Drittels von Marcus Marsall in der 45. Minute realisiert wurde.

Hannover Scorpions – Hammer Eisbären 9:2 (3:1, 2:0, 4:1)

Ohne jede Chance waren die Eisbären, die aus coronatechnischen Gründen nicht zum Pferdeturm fahren mussten, sondern ins 40 Kilometer weiter entfernte Mellendorf. Zwar konnte Kevin Thau (9.) kurzfristig Hammer Hoffnungen aufrechterhalten, aber diese Blase blieb nur zehn Minuten real. Drei Sekunden vor der ersten Pause erhöhte Patrick Schmid auf 3:1 und damit nahm das Unheil aus Hammer Sicht seinen Lauf. Als Tobias Schwab in der 51. Minute das zweite Hammer Tor erzielte, stand es 1:8 und die Frage nach dem Sieger längst beantwortet. Für die Tore des Tabellenführers sorgten Patrick Schmid (5., 20.), Pascal Grosse (6.), Roman Pfennings (22.,45.), Robert Peleikis (39.), Julian Airich (42.), Christoph Kabitzky (51.) und Mike Glemser (52.).

02.01.2021

Tilburg Trappers – Black Dragons Erfurt 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1) n.V.

Das hatte niemand erwartet. Der Außenseiter aus Erfurt zeigte sich zwei Drittel wacher als die Gastgeber und die konnten sich bei ihrem Keeper Ruud Leeuwesteijn bedanken, dass es nur 2:2 stand. Bis dahin hatten Giovanni Vogelaar (3.) und Diego Hofland (33.) für die Trappers getroffen, für die Black Dragons waren Reto Schüpping (21.) und Kevin Beach (36.) erfolgreich. Als Arnoldas Bosas in der 51. Minute ein Solo mit dem 3:2 für die Erfurter abschloss, da schien die Niederländer ratlos, aber Diego Hofland erlöste die Einheimischen mit dem 3:3 in der 54. Minute. In der Verlängerung hatten die Trappers zwar die Hosen an, das entscheidende Tor erzielte jedoch Petr Gulda 27 Sekunden vor dem Ende für die Erfurter.


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