Tilburg Trappers bleiben trotz Niederlage auf Rang zweiIndians wehren Halle ab und bleiben auf vier

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Beide Anwärter, Tilburg und Essen, verloren und somit blieb alles beim Alten. Tilburg muss die Pre-Play-offs abwarten um zu sehen, gegen wen es geht, während die Essener sich auf Peiting freuen können. Vierter wurden die Hannover Indians, die ihren Angstgegner aus Duisburg diesmal deutlich besiegten und sich jetzt mit Altmeister Riessersee auseinandersetzen müssen. Die Saale Bulls Halle machten zwar ihre Hausaufgaben, aber es war umsonst. Platz fünf blieb es bis zum Ende und jetzt muss der Memminger Hühnerberg bezwungen werden. Mit ein bisschen Glück kamen die Hammer Eisbären auf Rang sechs an, waren am Ende punktgleich mit Leipzig, hatten aber das bessere Torverhältnis und wissen dafür jetzt schon, dass die erste Reise sie nach Deggendorf führen wird. Leipzigs Endspurt kam dagegen etwas zu spät. Rang sieben und in den Pre-Play-offs gegen Herne, während sich im zweiten Duell Erfurt und Rostock gegenüberstehen.

Hammer Eisbären – Hannover Scorpions 2:3 (1:1, 1:0, 0:2)

Vor der besten Zuschauerkulisse seit 14 Monaten überzeugten die Eisbären gegen den frischgebackenen Nordmeister. Nach einer Viertelstunde gingen die Scorpions durch den zweifachen Torschützen und Spieler des Tages, Louis Trattner, in Führung. Nur 96 Sekunden später glich Michael Schaaf mit seinem ersten Saisontor für sein Team aus, dem Sillanpää das 2:1 im zweiten Drittel folgen ließ. Wie wichtig gegen ein Topteam Konzentration ist, zeigte die 52. Spielminute. Dem Nordmeister genügten 21 Sekunden für einen Doppelschlag und danach konnte der Vorsprung erfolgreich bis zum Ende verwaltet werden.

Tore: 0:1 (15:07) Louis Trattner (Klöpper, Kabitzky), 1:1 (16:43) Michael Schaaf (Schutz, Nieleck),2:1 (25:25) Santeri Sillanpää (Spacek, Soy 5-4), 2:2 (51:08) Christoph Kabitzky (Wruck, Aquin), 2:3 (51:29) Louis Trattner (Klöpper, Pohl)

Moskitos Essen – Icefighters Leipzig 3:5 (0:1, 2:2, 1:2)

Das war ärgerlich. Ein Satz, der für beide gilt. Essen hatte die große Chance auf die Vizemeisterschaft, ließ diese aber mit zwei Heimniederlagen am Ende der Vorrunde liegen und Leipzig hatte zuvor schon zu viele Punkte liegengelassen, kam punktgleich mit Hamm über die Ziellinie, aber das mangelhafte Torverhältnis ließ am Ende nur Platz sieben zu und damit müssen die Leipziger den Umweg über die Pre-Play-offs nehmen. In der ausgeglichenen Begegnung zeigten beide Teams in Stärken in Überzahl. Essen mit 67 Prozent Erfolgsquote, Leipzig gar mit der maximalen Quote von 100 Prozent brillierten. Kurz vor dem Ende nahm zwar Essens Trainer Danny Albrecht seinen Torhüter Bastian Kucis vom Eis, aber Volkmann bestrafte diese Maßnahme mit dem entscheidenden fünften Leipziger Tor. Beste Essener waren Dmitriew und Biezais mit je zwei Punkten, bei Leipzig glänzte Volkmann sogar mit drei Punkten sowie das Zweier-Trio Snetsinger, Thalmeier und Schumacher.

Tore: 0:1 (14:15) Kyle Gibbons (Schietzold, Burns 5-4), 1:1 (21:33) Dennis Reimer (del Monte, Dmitriew 5-4), 1:2 (29:51) Luke Volkmann (Snetsinger, Heyter 5-4), 1:3 (35:25) Robin Thalmeier (Volkmann, Schumacher), 2:3 (36:42) Alexej Dmitriew (Biezais, Lewandowski),2:4 (47:11) Ian Farrell (Thalmeier, Snetsinger), 3:4 (50:43) Edmunds Augstkalns (Slanina, Biezais 5-4), 3:5 (57:27) Luke Volkmann (Stopinski, Schumacher ENG)

Rostock Piranhas – Tilburg Trappers 7:4 (0:1, 3:2, 4:1)

Ausgerechnet im letzten Vorrundenspiel explodierten die Piranhas und schossen gleich sieben Tore. Das gelang zuletzt im Dezember 2022 gegen die U23 des Krefelder EV (8:5). Dass es gegen Tilburg ein Rekordsieg war, kann man sich vorstellen. Dabei verlief der Start wie normal. In einem ausgeglichenen Drittel gingen die Gäste in Führung und erhöhten sofort nach Beginn des zweiten Drittels auf 2:0. Aber die Niederländer hatten die Rechnung ohne die Piranhas gemacht. Den kampfstarken Ostseestädtern gelang der Ausgleich und auch die erneute Führung glichen sie mit Hilfe ihrer heutigen Powerplaystärke (75 Prozent) aus. Ein weiteres Überzahltor und ein Treffer von Steinmann brachten gar die 5:3-Führung. Die geschockten Trappers kamen durch ihren besten Stürmer, Max Hermens, zum Anschluss, aber danach zeigte die Rostocker Defensive ihre Stärke und weil das Anrennen keinen Erfolg brachte, nahm Trappers-Coach Doug Mason seinen Keeper Cedric Andree, der in der 44. Minute für Leeuwesteijn gekommen war, aus dem Tor um, aber die Maßnahme brachte bis auf zwei weitere Gegentore nichts ein. Herausragend bei Rostock neben Torhüter Albrecht Mieszkowski und Dansereau mit je vier Scorerpunkten und Bejmo, der es auf drei brachte. Bei Tilburg überzeugten noch de Hondt und Hermens mit je drei Punkten.

Tore: 0:1 (09:05) Max Hermens (Hofland, de Hondt), 0:2 (21:24) Reno de Hondt (Hermens, Hofland 5-4), 1:2 (24:50) Marius Pöpel (Dansereau, Shevyrin), 2:2 (27:09) Mike Mieszkowski (Bejmo, Dansereau 5-4), 2:3 (35:00) Delany Hessels (Joly), 3:3 (39:08) Oscar Bejmo (Dansereau, Steinmann 5-4), 4:3 (40:43) Kevin Kunz (Mieszkowski, Tramm 5-4), 5:3 (43:41) Kilian Steinmann (Paul-Mercier, Dansereau), 5:4 (46:03) Max Hermens (de Hondt, Gracel), 6:4 (57:36) Kevin Kunz (Mieszkowski, Bejmo ENG), 7:4 (59:54) Mike Mieszkowski (Schaludek, Pöpel)

Saale Bulls Halle – Black Dragons Erfurt 5:2 (3:0, 1:1, 1:1)

Halle nutzte seine letzte Chance auf Platz vier, aber es brachte am Ende nichts. Die Sachsen-Anhaltiner müssen in der ersten Play-off-Runde beim Südvierten antreten. Gegen Erfurt gelang am Ende ein klarer Sieg, der bereits nach dem ersten Drittel feststand, wo der Finne Elo, der erst vor vier Wochen aus Bayreuth kam, mit seinem zehnten Tor im achten Spiel seine Stärke unter Beweis stellte. Danach gingen die Bulls in den Verwaltungsmodus über und konnten für die nächsten Einsätze Kraft sparen. Neben Elo überzeugten noch mit ebenfalls zwei Punkten Hoffmann, Domogalla und Vihavainen. Bei Erfurt merkte man, dass die Luft fast raus ist. Erfurts Torhüter Nick Vieregge kam am Ende zwar nur auf 84,8 Prozent Fangquote, verhinderte aber trotzdem mit etlichen Paraden eine höhere Niederlage. Bei Halle wurde Stammkeeper Herden geschont. Für ihn spielte Kai Kristian einen soliden Part (92,6 Prozent).

Tore: 1:0 (04:36) Eetu Elo (Vihavainen), 2:0 (12:13) Eetu Elo (Domogalla, Vihavainen), 3:0 (14:31) Patrick Schmid (Hoffmann, Gauch), 3:1 (20:45) Tom Pauker (Haarala 4-5), 4:1 (38:08) Sergei Stas (Domogalla, Kurz 5-4),5:1 (46:43) Georgiy Saakyan (Hoffmann, Weyrauch), 5:2 (52:41) Lars Müller (Jakob, Banach)

Hannover Indians – Füchse Duisburg 4:0 (1:0, 1:0, 2:0)

Das Spiel lief nach dem zuletzt üblichen Schema am Pferdeturm ab. Die Indians waren überlegen, deckten den gegnerischen Torhüter mit Schüssen zu, standen diesmal relativ gut in der Abwehr und mussten doch bis zum Ende zittern, weil die Stürmer jede Menge Chancen ausließen. Duisburg hätte sich nicht beschweren können, wäre das Spiel aus ihrer Sicht 2:14 ausgegangen bei 18:46 Torschüssen, aber die Schwäche der einheimischen Stürmer und ein herausragender Linus Schwarte im Tor verhinderten eben dieses Ergebnis. So mussten die 3.500 Fans, darunter zwei Busladungen aus Duisburg, bis zur 54. Minute warten, ehe der Sieger endgültig feststand. Zwei Details am Rande: Indians-Torhüter David Böttcher-Miserotti verdiente sich seinen dritten Saison-Shutout und das letzte Tor schloss ausgerechnet der frühere Füchse-Stürmer Lundh-Hahnebeck in Unterzahl. Duisburg, mit 12,1 Prozent Powerplayquote über die gesamte Saison nur auf dem vorletzten Platz, kassierte damit den 14. Shorthander in dieser Saison. Bester Indian war Kapitän Branislav Pohanka mit drei Scorerpunkten.

Tore: 1:0 (05:53) Tom Horschel (Pohanka, Bacek), 2:0 (31:39) Branislav Pohanka (Mössinger, Varttinen),3:0 (53:56) Christian Hausinger (Pohanka, Bacek 5-4), 4:0 (59:37) Rasmus Lundh Hahnebeck (Stumpe, Möller 4-5)

Herner EV Miners – Herforder EV 7:2 (1:1, 3:1, 3:0)

Mit dem höchsten Erfolg seit dem März 2022 betrieben die Herner ein bisschen Wiedergutmachung bei ihren Fans, aber am Ende war der hohe Sieg für die Katz. Man hätte schon 15:2 gewinnen müssen um Rostock noch abzufangen, aber dieses Vorhaben ging leider schief. Vor fast 900 Zuschauern zeigten sich die Gäste in der ersten Spielhälfte spielstark, lagen nur knapp zurück, hätten dann aber umschalten müssen und dieses Unterfangen klappte nicht, weil vermutlich auch die Kraft fehlte. Überragender Spieler des Tages war Hernes Tscheche Jan Dalecky mit sechs Scorerpunkten, die ihn am Ende mit nunmehr 53 Scorerpunkten von Platz 17 auf 13 hochspülten. Aber auch Christopher Hayes bewies mit vier Punkten, darunter drei Toren seine Gefährlichkeit.

Tore: 0:1 (01:25)Rustams Begovs (Gulda, Berezowskij), 1:1 (12:30) Ondrej Nedved (Dalecky, Krüger), 2:1 (23:32) Dennis Swinnen (Young, Dalecky 5-4), 3:1 (24:03) Christopher Hayes (Krüger), 3:2 (33:32) Emil-Ayvaz Lessard Aydin (Müller, Gulda), 4:2 (35:42) Christopher Hayes (Nedved, Dalecky), 5:2 (43:45) Jan Dalecky (Hayes, Stange), 6:2 (47:38) Christopher Hayes (Stange, Dalecky), 7:2 (58:59) Jan Dalecky (Young, Ackers 5-4)

In der kommenden Woche werden die Pre-Play-offs im Best-of-Three-Verfahren durchgeführt:

Icefighters Leipzig – Herner EV Miners

Black Dragons Erfurt – Rostock Piranhas

Termine: 27.2.,29.2.,1.3.

Das Achtelfinale:

Hannover Scorpions – noch offen

Tilburg Trappers – noch offen

Moskitos Essen – EC Peiting

Hannover Indians – SC Riessersee

Memmingen Indians – Saale Bulls Halle

Deggendorfer SC – Hammer Eisbären

Heilbronner Falken – noch offen

Blue Devils Weiden – noch offen

Termine: 3.3., 5.3., 8.3., 10.3.,12.3.


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