Tilburg Trappers auch für die Hannover Indians eine Nummer zu großKlares 7:1 vor 2435 Zuschauern

(Foto: Roland Christ)(Foto: Roland Christ)
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Wie schon gegen die Scorpions zeigten die Tilburger eine zweitligareife Leistung und schickten die Gäste mit einer Packung nach Hause. Damit haben die Niederländer wieder neun Punkte Vorsprung vor dem Zweiten, der jetzt wieder Hannover Scorpions heißt. Essen konnte seinen Zweipunktevorsprung mit dem 3:2 in Erfurt knapp halten, da Halle nicht spielte und Herne vor dem Spieltag nur drei Punkte Rückstand auf Essen hatte. Die Niederlage der Crocodiles gegen den direkten Konkurrenten aus Rostock war eine echte Überraschung, liegen doch beide Kontrahenten damit punktgleich auf den Plätzen sieben und acht. Duisburg hätte aufholen können, versäumte beim 5:6 in Herne die Möglichkeit und hat nun schon vier Punkte Rückstand auf Rostock. Hinter den Füchsen tat sich nichts, waren doch zwei Teams spielfrei und der Rest verlor. Auf den Plätzen 10 bis 13 rangieren somit Leipzig, Erfurt, Harzer Falken und Preussen Berlin.

Tilburg Trappers – EC Hannover Indians 7:1 (4:0, 1:1, 2:0)

Das Endergebnis und auch der Spielverlauf rechtfertigten das Resultat. Die Niederländer traten über die gesamte Spielzeit überlegen auf, erreichten spielerisch DEL2-Niveau und zeigten deutlich, dass es fragwürdig ist, warum Tilburg nicht in der zweithöchsten Spielklasse sein Können zeigen darf. Für die Oberliga sind sie jedenfalls überqualifiziert und das musste auch der Tabellenzweite aus Hannover akzeptieren, der wie immer auch diesmal in Tilburg kein Land sah. Bereits nach dem ersten Drittel war das Spiel entschieden, nachdem Tilburg nach Toren von Brock Montgomery (8.), Kevin Bruijsten (15.), Reto de Hondt (16.) und Ivy van den Heuvel (20.) mit 4:0 führte. Dazu wurde die Partie, gerade im ersten Drittel knüppelhart geführt, so dass der stellenweise sehr unsicher auftretende Schiedsrichter Eugen Schmidt gleich 80 der insgesamt ausgesprochenen 90 Strafminuten in diesem Drittel verteilte. In der 30. Minute erhöhte dann Reto de Hondt sogar auf 5:0, ehe die kampfkräftigen Hannoveraner wenigstens durch Thomas Ziolkowski in der 38. Minute zum Ehrentor kamen. Im letzten Drittel war angesichts des klaren Spielstandes Auslaufen angesagt, was aber die Trappers nicht daran hinderte, noch durch Giovanni Vogelaar (44.) und Mitch Bruijsten (50.) auf 7:1 zu erhöhen.


Black Dragons Erfurt – ESC Moskitos Essen 2:3 (1:1, 0:1, 1:0, 0:1) n.P.

Das war wirklich Pech für die schwarzen Drachen. Erst im Penaltyschießen mussten sie sich den Moskitos nach einem heroischen Kampf und tollem Spiel geschlagen gegeben. Den Anfang machte Raphael Grünholz (8.) mit seinem 1:0 für Essen, das aber schnell wieder ausgeglichen wurde. Eine Strafe von Miglio bestrafte Erfurts Torjäger Michal Vazan (10.) mit dem Ausgleich. Ein Blitzstart bescherte den Moskitos eine schnelle Führung im zweiten Drittel. Andre Gerartz traf nach Vorlage von Miglio und McLeod zum 2:1. In der Folgezeit gab es einen harten Kampf, der seinen Höhepunkt kurz vor Spielende fand, als Erfurts Coach Fred Carroll seinen Keeper Martin vom Eis nahm und mit seiner Maßnahme Erfolg hatte. 27 Sekunden vor Ende traf Reto Schüpping zum 2:2-Ausgleich. Da in der Verlängerung nichts Beachtenswertes passierte, musste das Penaltyschießen den Sieger ermitteln und hier war Essens Gerartz der entscheidende Mann, der seinem Team den Zusatzpunkt bescherte.

Crocodiles Hamburg – Rostock Piranhas 3:4 (2:0, 0:1, 1:3)

Unterschätze die Piranhas nicht. Eine Weisheit, die die Hamburger Krokodile unterschätzten und prompt drei Punkte abgeben mussten. Dabei sah es am Anfang gut aus. Vor 1441 Zuschauern schossen Josh Mitchell (6.) und Brian Bölke (11.) die Hamburger mit 2:0 in Führung. Im Mitteldrittel dann der erste Warnschuss der Gäste, als Constantin Koopmann (35.) den Anschluss herstellte und weil die Hamburger aus dem Gegentor nicht die richtigen Schlüsse zogen, schossen die Rostocker im dritten Drittel mal eben eine 3:2-Führung heraus. Verantwortlich waren wiederum Constantin Koopmann (43.) und Maurice Becker (46.). Die Hoffnungen der Crocodiles auf drei Punkte erhöhten sich wieder, als Josh Mitchell in der 50. Minute zum 3:3 ausglich, zerstoben aber drei Minuten später. Rostocks Kanadier Greg Classen traf zum 4:3 und bescherte seinem Team in der Vorweihnachtszeit drei überraschende Punkte.


Herner EV – Füchse Duisburg 6:5 (3:3, 0:1, 3:1)

Warum nur 1147 Zuschauer dieses Ruhrpottderby sehen wollten, bleibt wohl deren Geheimnis, denn es bot alles, was das Eishockeyherz erfreut. Besonders schön: Es gab nur zwölf Strafminuten plus eine Disziplinarstrafe, die sich Hernes Suchomer abholte. Schon der Start war filmreif. Kaum hatte Schiedsrichter Carsten Lenhart eröffnet, da führte der Gast nach nur 247 Sekunden mit 2:0. Michael Fomin (4.) und Sam Verelst (5.) hatten die Herner in eine Art Schockstarre versetzt. Diese benötigten ein paar Minuten, fingen dann an, sich zu wehren, und konnten auch durch Dennis Thielsch (10.) den Anschluss herstellen. Dann traf Sam Verelst zum zweiten Mal (11.) und es schien, als ob die Duisburger endlich ihren Saisonauswärtsfluch überwunden hätten. Schien, denn der HEV zeigte sich auf einmal treffsicher und drei Minuten später stand es 3:3. Dennis Thielsch (11.) und Patrick Asselin (14.) hatten ausgeglichen. Der bis weit ins zweite Drittel noch nicht in Erscheinung getretene Füchse-Topspieler Pavel Pisarik (36.) sorgte in der 36. Minute für das 4:3 für die Gäste aber noch war das Spiel nicht entschieden. Die ihre für Konditionsstärke bekannten Herner drehten zwischen der 41. und der 50. Minute komplett das Ergebnis und danach waren die Füchse geschlagen. Der überragende Dennis Thielsch (44.), Patrick Asselin (47.) und Edwin Schitz (50.) trafen für die Grün-Weiß-Roten und hatten damit ihren Anteil am HEV-Erfolg. Zwar zeigten die Duisburger nach dem 4:6 Moral, trafen sofort durch Sam Verelst (51.) zum 5:6, konnten aber letzten Endes keinen Punkt aus Herne mitnehmen.

Hannover Scorpions – Preussen Berlin 10:2 (2:0, 5:1, 3:1)

Eine recht eindeutige Angelegenheit war das Spiel des Tabellendritten gegen den Letzten. Vor 812 Fans brauchten die Scorpions zehn Minuten, dann fiel das Abwehrbollwerk der Preussen. Die Tore der überlegenen Gastgeber schossen Patrick Schmid (12., 23., 45.), Marian Dejdar (18.), Björn Bombis (22., 47.), Sebastian Lehmann (35.), Christoph Koziol (37.) und Dennis Arnold (41.). Für die nie aufgebenden Berliner, die sich fair ihrem Schicksal ergaben, waren Justin Ludwig (40.) und Kyle Piwowarczyk (53.) erfolgreich.

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