Tilburg gibt Punkt ab – Leipzig alleine vorneOberliga Nord kompakt

Die Tilburg Trappers kamen in Hamburg nur zu zwei Punkten - ein Zähler ging an die Crocodiles. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)Die Tilburg Trappers kamen in Hamburg nur zu zwei Punkten - ein Zähler ging an die Crocodiles. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)
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In der Verfolgergruppe gab es einen Platzwechsel, nachdem sich die in der Vorwoche so offensivstarken Hannover Indians an Halles Defensive die Zähne ausbiss und mit 1:3 unterlag. Somit konnten die Füchse Duisburg sowie die Hannover Scorpions an den Indians vorbeiziehen. Auf Platz sechs folgt nun Halle, direkt dahinter mit zwei Punkten Rückstand punktgleich die beiden Reviervereine aus Essen und Herne. Die letzten Sechs der Tabelle in der Reihenfolge Crocodiles, Rostock, Erfurt, Preussen Berlin, Harzer Falken und Timmendorf verloren alle im Gleichmarsch und können sich langsam auf die nächste Runde vorbereiten.

Füchse Duisburg –Black Dragons Erfurt 7:5 (0:0, 2:1, 5:4)

Ein gehöriges Stück Arbeit hatten die Füchse mit den aufmüpfigen Erfurtern, die wirklich erst nach den vollen 60 Spielminuten geschlagen waren. Schon das erste Drittel brachte einen Vorgeschmack, denn die Duisburger waren zwar überlegen, brachten aber die Scheibe gegen die kontergefährlichen Erfurter nicht über die Linie. In der 29. Minute stand es gar 1:0 für die Gäste, als Maaßen getroffen hatte. Zwar konnten Beck (31.) und Joly (36.) den eigenen Anhang schnell beruhigen, aber im dritten Drittel begann die Nervenschlacht erst richtig. Erst traf Maaßen (42.) zum 2:2, dann ließen Ziolkowski (44.) und der wieder genesene Slanina (45.) zwei Tore zum Zwischenstand 4:2 folgen. Die Erfurter hatten sich noch lange nicht aufgegeben, trafen durch Vazan (46.) und Sochan (51.) zum 4:4 Ausgleich. In der 55.  Minute schienen sich die Füchse endgültig durchzusetzen, als der stark aufspielende Slanina und Huebscher innerhalb von 14 Sekunden zwei Tore zum 6:4 markierten. Gosdeck machte es in der 57. Minute mit dem 5:6 noch einmal spannend und erst zwei Sekunden vor Schluss, Erfurt hatte Keeper Reukauf aus dem Kasten genommen, traf Joly zum endgültigen 7:5.

Herner EV – EC Harzer Falken 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)

Eine recht klare Angelegenheit war das Spiel zwischen dem Tabellenachten und dem Vorletzten. 40:25 Torschüsse zeigen die Oberherrschaft des HEV an, der im ersten Drittel ganze 28 Sekunden bis zur ersten Führung benötigte. Kuhnekath war der erste Torschütze, dem Marsall in der 13. Minute das 2:0 folgen ließ. Das 3:0 folgte zwar erst im zweiten Drittel, aber das Tor sogar noch schneller  nach Beginn als das 1:0. Danny Albrecht benötigte jetzt sogar nur 24 Sekunden. Danach hatte zwar der HEV deutlich das Heft in der Hand, nur weitere Tore sollten gegen die kampfkräftige Braunlager Abwehr um Keeper Dennis Korff nicht fallen, im Gegenteil, in der 32. Minute traf Bjuhr zum 1:3 und ließ die Gäste sogar etwas hoffen. Im letzten Drittel sorgten dann Nieberle (53.) und Hauptig mit einem Shorthander für den 5:1-Endstand.

Icefighters Leipzig – Rostock Piranhas 5:4 (2:1, 2:1, 1:2)

Mit einer gehörigen Portion Glück drei Punkte erhalten und Platz eins behalten. Das Wochenende könnte nicht besser beginnen für die Leipziger. Die Rostocker dagegen werden sich ärgern, denn sie ärgerten den großen Favoriten, hatten einen Punktgewinn vor Augen. Schneider (5.) brachte Leipzig schnell in Führung, Dörner (8.) glich zum 1:1 aus. Der gutaufgelegte Schneider brachte seine Farben in der 18. Minute erneut in Führung. Weber erhöhte in der 21. Minute schnell auf 3:1 aber die kampfkräftigen Rostocker blieben am Drücker und zehn Minuten später verkürzte Bezouska auf 2:3. Velecky beruhigte schließlich die Anhänger der Icefighters in der 39. Minute mit dem 4:2. Wie stark der REC auswärts ist, zeigte die Phase zwischen der 44. und 46. Spielminute. Koopmann und Spister glichen innerhalb von 72 Sekunden aus. Zum Glück haben die Icefighter noch einen Spieler namens Eichelkraut. Der frühere Berliner, der beim 2:1 schon einen Scorerpunkt zusteuern konnte, traf in der 51. Minute zum 5:4-Endstand.

EHC Timmendorfer Strand – Wohnbau Moskitos Essen 4:5 (0:2, 4:0, 0:2, 0:1) n.V.

Langsam können sie einem leidtun. Die Timmendorfer zeigten gegen Essen ein starkes Spiel, hatten erstmals einen Dreier in dieser Saison vor Augen und mussten sich am Ende mit einem Punkt zufrieden geben. Dabei begannen die Gäste durchaus selbstbewusst und als es nach 20 Minuten durch zwei Tore von Lascheit 2:0 für Essen stand, da gab keiner mehr einen Pfifferling für die Timmendorfer. Diese rissen sich jedoch im zweiten Drittel zusammen, beherrschten das Spiel und hatten zunächst auch Glück, als Clairmont einen Shorthander im Kasten von Moskitos-Keeper Staudt zum 1:2 unterbringen konnte. Die nun mutig gewordenen Timmendorfer ließen dann innerhalb von zehn Minuten drei weitere Tore (Gulda, Horst, Clairmont) folgen und die Moskitos liefen im letzten Drittel lange Zeit dem Rückstand hinterher. In der 57. Minute verkürzte Pfänder auf 3:4 und 16 Sekunden vor Spielende traf Lascheit mit seinem dritten Tor zum Ausgleich ins Netz. Timmendorf war nun frustriert und wie es zu erwarten war, machte Essen dann bereits nach 54 Sekunden in der Verlängerung durch Thielsch den glücklichen „Zweier“ klar.

Hannover Scorpions – ECC Preussen Berlin  5:1 (4:1, 0:0, 1:0)

In einem sehr fairen Spiel mit insgesamt nur zwölf Strafminuten stand bereits nach 20 Minuten der Sieger fest. Den Scorpions war dabei durch Schütt (6.) und Goalgetter Patrick Schmid (8., 11.) ein schnelles 3:0 gelungen. In der 16. Minute erhöhte Schmid, dem dabei ein astreiner Hattrick gelang, sogar noch auf 4:0. Der US-Boy Gibbons konnte im Powerplay im ersten Drittel wenigstens auf 1:4 verkürzen. Nach einem torlosen und somit ereignislosen zweiten Drittel traf Pape (56.) zum 5:1-Endstand.

Crocodiles Hamburg – Tilburg Trappers 4:5 (0:1, 2:2, 2:1, 0:1) n.V.

Ein großes Spiel lieferte Underdog Crocodiles den Trappers. Zwar trafen Bastings (11.) und Bowles (25.) zum 2:0 für den Titelverteidiger, aber die Hamburger gaben sich nicht geschlagen, benötigten aber eine doppeltes Überzahlspiel für den Anschluss, als Martens (35.) traf. Bereits eine Minute später machte de Bonth (37.) die Ausgangssituation mit dem 3:1 wieder klar. In der 39. Minute erwachten wieder die Hamburger Hoffnungen, als Gerartz das 2:3 erzielte und in der 46. Minute konnte Israel sogar ausgleichen. Bastings (50.) brachte die Trappers wieder auf die Erfolgsfährte, aber der an diesem Tag eminent starke Israel konnte im doppelten Überzahlspiel in der 56. Minute zur Freude der 1566 Zuschauer noch einmal ausgleichen. Mit seinem dritten Tor war schließlich Bastings in der 20. Sekunde der  Verlängerung der umjubelte Spieler bei den Gästen, die so wenigstens noch den Zusatzpunkt mit in die Niederlande nehmen konnten.

Hannover Indians – Saale Bulls Halle  1:3 (0:1, 0:0, 1:2)

Wenn diese beiden Mannschaften zusammen treffen, dann wird Eisschach zelebriert, Tore sind dabei Mangelware. Schon im Hinspiel (1:0 für die Indians) fiel gerade einmal ein Tor und das in der Verlängerung – und auch heute schien ein Tor das Spiel zu entscheiden. Ein frühes Tor, denn Pietsch traf bereits in der elften Spielminute. Obwohl die Indians anrannten, sie hatten keinen Erfolg und erst in der 56. Minute jubelten die Fans, als Morczinietz den Hallenser Wall mit dem 1:1-Ausgleich durchstieß. Damit war die Konzentration bei den Indians weg und darüber freute sich May von den Bulls, der in der 59. Minute seine Mannschaft wieder in Führung brachte. Indians-Headcoach Lenny Soccio nahm zwar 85 Sekunden vor Schluss seinen Keeper Albrecht vom Eis, aber der Ausgleich sollte nicht sein. Im Gegenteil, Halles Nathan Robinson traf in der 60. Spielminute per Empty-Netter zum 3:1-Endstand für die Gäste.

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