Tilburg fegt Hamburg im Spitzenspiel aus der EishalleRostock ärgert Scorpions – Leipzig macht es fast zweistellig

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Während Tilburg sich auf Platz zwei bequem machte, mussten die Hamburger einen weiteren Rückstand hinnehmen, wurden von den heute siegreichen Indians kassiert, und belegen jetzt nur noch Platz fünf. Im dritten Tabellenblock, der vom heute spielfreien Herne angeführt wird, ist man jetzt zu dritt. Leipzig spielte sich gegen Diez den Frust der letzten Wochen von der Seele und Hamm, in einer Topform zurzeit, hat den Anschluss an Leipzig geschafft. In Block vier, bei dem es um Platz acht geht, haben jetzt die Erfurter die Nase vorn. Allerdings folgen Duisburg, Herford und Diez direkt dahinter. Essen, Rostock und Krefeld verloren ihre Spiele, wobei Rostock die Scorpions mächtig ärgerte, mit 2:0 in Führung ging und erst ein kurzer hannoverscher Zwischenspurt rückte die Verhältnisse wieder zurecht.

Tilburg Trappers – Crocodiles Hamburg 9:2 (3:2, 3:0, 3:0)

Nehmen die Hamburger ausgerechnet zum Jahreswechsel ihre Saisonkrise? Nach dem heftigen Einschlag zuhause gegen die Hannover Indians setzte es im Nord-Spitzenspiel eine blamabel hoch ausfallende Niederlage beim direkten Konkurrenten um Platz zwei, den Tilburg Trappers. Und die schlimmste Nachricht kam für die Hamburger Fans nach dem Spiel. Die Indians überholten die Elbestädter, schickten die Crocodiles, wochenlang Tabellenzweiter, runter auf Platz fünf, auch wenn sie ein Spiel mehr bisher absolviert haben. In Tilburg sah es dabei nach dem ersten Drittel gar nicht schlecht für die Crocos aus. Zweimal in Führung gegangen, ehe sich Philip Kuschel eine Fünfer leistete. Auch wenn es keine Spieldauer gab, die Strafe folgte auf dem Fuß, denn die Tilburger drehten durch ihren stark agierenden Jordy van Oorschot das Ergebnis, führten auf einem 3:2. In der 19. Minute dann eine Rauferei zwischen den Tilburgern Bulmer, Hofland und dem Hamburger Rennert. Bulmer und Rennert erhielten einfache Strafen, Hofland eine Fünfer plsu Spieldauer, aber den personellen Vorteil konnten die Crocodiles nicht nutzen. Im Gegenteil, Max Hermens traf sogar in Unterzahl zum 4:2. Als Richards eine Minute später auf 5:2 erhöhte, war die Messe für die gefrusteten Hamburger gelesen. Nacheinander erhöhten die Tilburger auf 9:2, und kommen der mittlerweile ersehnten Vizemeisterschaft ein ganzes Stück näher.

Tore: 0:1 (01:07) Niklas Jentsch (Reed, Moberg), 1:1 (06:13) Giovanni Vogelaar (Hermens, Bulmer 5-4), 1:2 (15:16) Dominik Lascheit (Moberg 5-4), 2:2 (15:39) Jordy van Oorschot (Stempher, Richards 5-4), 3:2 (16:46) Jordy van Oorschot (de Hondt, Richards 5-4), 4:2 (23:30) Max Hermens (van der Schuit, Hessels 4-5), 5:2 (24:55) Sean Richards (de Hondt, Stempher), 6:2 (38:25) Marvin Timmer (Sars), 7:2 (42:18) Max Hermens (Bulmer, van der Schuit), 8:2 (45:52) Raimond van der Schuit (Hermens, Bulmer), 9:2 (53:30) Sean Richards (Hessels, Loginov)

Saale Bulls Halle – Füchse Duisburg 4:1 (0:0, 2:0, 2:1)

Ein verdienter Erfolg des Favoriten über einen aufmüpfigen Aufsteiger, der sich erst mit dem letzten Bulls-Tor, einem Empty-Netter, vollstreckt von Erik Hoffmann 26 Sekunden vor Spielende, geschlagen gab. Wichtig für die Hallenser war die gute Spiellaune der ersten Reihe, die sich gleich acht der elf Scorerpunkte gutschreiben lassen konnte. Hier glänzte vor allem Mathieu Tousignant mit drei Scorerpunkten, die ihn nunmehr mit 45 Punkten auf Platz 22 in der Scorerliste steigen ließen. Duisburg zeigte sich kämpferisch stark, gut organisiert in der Abwehr, aber der Sturm hatte nicht die Durchschlagskraft, um die Bulls in Gefahr zu bringen. Einzig Linus Wernerson Libäck konnte mit einer Einzelleistung Torhüter Sebastian Albrecht im Bulls-Tor überwinden.

Tore: 1:0 (20:49) Mathieu Tousignant (Schütt, Schmid 5-3), 2:0 (35:44) Lukas Valasek (Tousignant, Gauch), 2:1 (49:31) Linus Wernerson Libäck, 3:1 (50:22) Mathieu Tousignant (Stas, Valasek), 4:1 (59:34) Erik Hoffmann (Stas ENG)

Rostock Piranhas – Hannover Scorpions 3:7 (2:0, 1:5, 0:2)

Ein letztlich klarer Erfolg des überlegenen Tabellenführers bei einem tapfer agierenden Letzten, der es immerhin schaffte, mit einer Führung nach zwanzig Minuten für Aufsehen zu sorgen. Überragend auf Rostocker Seite wie so häufig Keegan Dansereau, der zwei Tore erzielen konnte. Bei den Scorpions, die nur mit 12 Feldspielern antraten, waren Allan McPherson und Patrick Klöpper die erfolgreichsten Akteure. McPherson überraschte zusätzlich, weil er neben seinen fünf Punkten auch noch bei zwei weiteren Toren seines Teams auf dem Eis stand, so dass er in er Plusminus-Statistik auf eine sagenhafte +7 kam. Erwähnenswerte wäre noch, dass Scorpions-Trainer Kevin Gaudet seinem Back-up Ennio Albrecht eine Einsatzchance gab und dieser diese mit 90,6 Prozent Fangquote auch nutzte.

Tore: 1:0 (16:38) Keegan Dansereau (Barry, Hahn), 2:0 (18:07) Christian Paul-Mercier (Pauker, Richter), 2:1 (20:48) Allan McPherson (Aquin), 2:2 (23:11) Andre Reiß (McPherson, Raabe), 2:3 (24:18) Christoph Kabitzky (Rinke, McPherson), 2:4 (26:24) Pascal Aquin (Heinrich, Alderson), 3:4 (37:05) Keegan Dansereau (Ledlin, 5-4), 3:5 (37:58) Steven Raabe (Reiß, Klöpper), 3:6 (57:32) Christoph Kabitzky (McPherson, Klöpper ENG), 3:7 (59:25) Allan McPherson (Heinrich, Klöpper)

Icefighters Leipzig – EG Diez-Limburg 9:0 (4:0, 3:0, 2:0)

Angetrieben von Joonas Riekkinen (6 Punkte) und Ian Farrell (5 Punkte) demontierten die zuletzt arg gebeutelten Leipziger ihren Gegner, dem man die Strapazen der letzten Wochen anmerkte. Bereits nach 45 Sekunden ging Leipzig in Führung, setzte sofort 53 Sekunden später einen drauf, hielt sich dann zehn Minuten zurück, um kurz nacheinander zwei Tore zum 4:0 zu erzielen. Auch im zweiten Drittel starteten die Icefighters vehement. Die Uhr hatte gerade 50 Sekunden zurückgelegt, als Joonas Riekkinen den Torreigen weiterführte. Er selbst und Niklas Sauer erhöhten noch vor der nächsten Sirene auf 7:0. Nach dem sechsten Leipziger Tor war dann der Arbeitstag von Diez bedauernswertem Torhüter Daniel Biggins zu Ende und er musste Tim Stenger Platz machen. Die Nr. 1 konnte sich zwar besser in Szene setzen, musste aber trotzdem auch dreimal den Puck aus dem Tor holen.

Tore: 1:0 (00:45) Jonas Wolter (Farrell, Riekkinen), 2:0 (01:38) Filip Stopinski (Sauer, Geiseler), 3:0 (11:10) Joonas Riekkinen (Farrell, Miethke), 4:0 (15:07) Ian Farrell (Virch, Riekkinen), 5:0 (20:50) Joonas Riekkinen (Hannon, Miethke), 6:0 (25:22) Nicolas Sauer (Östling, Geiseler), 7:0 (31:26) Joonas Riekkinen (Farrell, Heyer), 8:0 (48:59) Niklas Heyer (Farrell, Riekkinen), 9:0 (51:43) Oliver Eckl (Östling, Klaus)

Herforder EV – Hammer Eisbären 2:7 (1:4, 0:0, 1:3)

Das war eine Demonstration der neugewonnen Stärke. Die Hammer Eisbären überrannten förmlich ihre Gastgeber in den ersten zehn Minuten, hielten dann den Vorsprung durch cleveres, gut strukturiertes Defensivspiel und machten in den letzten zehn Minuten aus einem knappen 4:2 noch ein klares 7:2. Bei den enttäuschenden Gastgebern konnte kein Spieler wirklich überzeugen, bei Hamm setzten Gianluca Balla mit drei Punkten seinem Spiel die verdiente Krone auf.

Tore: 0:1 (04:09) Gianluca Balla (Spacek, Esche), 0:2 (04:41) Kevin Trapp (Brothers, Lavallee), 0:3 (09:59) Chris Schutz (Balla), 0:4 (11:14) Michel Limböck (Reichert), 1:4 (13:10) Rustams Begovs (Patocka 5-4), 2:4 (43:32) Dominik Patocka (Denoble), 2:5 (53:12) Michal Spacek (Tegkaev, Lavallee), 2:6 (55:47) Chris Schutz, 2:7 (57:11) Artur Tegkaev (Reichert, Limböck)

Hannover Indians – Krefelder EV U23 6:2 (3:0, 1:1, 2:1)

Vor der Dienstagabend-Rekordkulisse von 2.707 Zuschauern besiegten die Hannover Indians problemlos den Krefelder Gast. Wichtig war natürlich für die Hannoveraner der frühe Doppelschlag, der sämtliche taktischen Erwägungen von KEV-Headcoach Elmar Schmitz über den Haufen warf. Die tapferen Krefelder, die durchaus gefällig mitspielten, hatten ihre stärksten Akteure in den erfahrenen früheren DEL-Spielern Adrian Grygiel und Martin Schymainski, die immer mal wieder mit ihrem strukturierten Spielaufbau für Gefahr sorgen konnten. Bei den Indians hieß der größte Gegner jedoch Unkonzentriertheit, denn lediglich dann erlaubte man dem KEV-Chancen, die dieser zweimal durch Edwin Schitz nutzte. Rekordverdächtig vor allem sein zweites Tor, dass nur sieben Sekunden nach Drittelbeginn fiel. Die Indians kämpften sich jedoch zurück, übernahmen wieder die Spielkontrolle und konnten am Ende einen klaren Sieg feiern. Gut dabei auch die Leistung des aus Nürnberg gekommenen Neuzugangs Aaron-Pelle Besle, der vor allem läuferisch auffiel. Ebenfalls stark Defender Maks Selan, der neben seinen Hauptqualitäten auch in der Offensive Akzente setzte. Bei Krefeld übernahm bereits in der elften Minute Tjaard Jansen den Torhüterjob von Leon-Niklas Jessler, zeigte sich mit 90,6 Prozent Fangquote gut in Form.

Tore: 1:0 (03:17) Matthew Pistilli (Pohanka, Pohl), 2:0 (04:04) Dennis Palka (Kiss, R. Palka), 3:0 (10:32) Dennis Palka (Möller), 3:1 (30:58) Edwin Schitz (Benes, Mayr), 4:1 (32:26) Nick Aichinger (Christmann, Möller), 4:2 (40:07) Edwin Schitz (Grygiel, Bauermeister), 5:2 (44:18) Sofiene Bräuner (Aichinger, Selan), 6:2 (47:09) Matthew Pistilli (Pohanka, Turnwald)

Black Dragons Erfurt – Moskitos Essen 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)

Verdienter Erfolg der Erfurter, die ihre ungeheure Aufholjagd mit dem erreichen des neunten Tabellenplatzes krönten. Allerdings kann dieser erreichte Traum schnell wieder platzen, denn die aktuellen Gegner aus Duisburg, Herford und Diez liegen nur knapp hinter Erfurt. Essen dagegen steht im Augenblick auf Platz 13 fest, muss dringend seinen siebten Saisonsieg einfahren, um die geringe Chance auf die Pre-Play-Offs zu wahren.

Tore: 1:0 (08:11) Arnoldas Bosas (Wunderlich), 2:0 (30:04) Fritz Denner (Riedl), 2:1 (52:30) Fabio Frick (Slanina, Schmitz), 3:1 (59:45) D’Artagnan Joly (Denner ENG)


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