Teams der Oberliga Nord rücken zusammen

Teams der Oberliga Nord rücken zusammenTeams der Oberliga Nord rücken zusammen
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Die Eishockeyvereine der Oberliga Nord haben sich am gestrigen Donnerstag zu einer außerordentlichen Ligentagung in Adendorf getroffen. Unter Führung des Niedersächsischen Eissport-Verbandes (NEV) beriet man über die Konsequenzen des unerwarteten Rückzugs der bereits gemeldeten Hannover Braves. Dieser wurde einstimmig missbilligt und man war sich einig, dass die von den Hannoveraner Verantwortlichen ins Feld geführte Begründung einer negativen sportlichen Entwicklung der Oberliga vorgeschoben sei und jeder Grundlage entbehre. Schon an den Ergebnissen der Braves in der Liga sei ersichtlich, dass diese zu keinem Zeitpunkt unterfordert gewesen seien. Die Oberliga Nord habe sich vielmehr erfolgreich etabliert, sei wesentlich besser als ihr Ruf und biete jedes Jahr attraktiveres Eishockey.

Die auch von anderen Oberligen anerkannte Leistungssteigerung des Nordens konnte man zuletzt an den guten Ergebnissen der Nordvertreter Rostock und Timmendorf in der Zwischenrunde der Aufstiegsspiele für die 2. Bundesliga deutlich ablesen. Aber nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch organisatorisch, in der Vermarktung, in den Vereinsstrukturen sowie dem Umfeld der Vereine wurden jedes Jahr deutliche Fortschritte gemacht. Diese Arbeit wolle man sich nicht kaputt machen lassen und sich stattdessen weiter verbessern. Vereinsvertreter und NEV gaben daher ein deutliches Bekenntnis für den Erhalt der Oberliga ab. Auch dem DEB sollte im Interesse des deutschen Eishockeys und der Attraktivität unseres Sports am Erhalt der Oberliga Nord und dauerhaften und verlässlichen Ligenstrukturen in der dritthöchsten Spielklasse gelegen sein. Diese sollte er unterstützen.

Bemerkenswert war die deutlich spürbare „Jetzt-erst-recht“-Stimmung unter den vertretenen Vereinen, die durch den Rückzug der Braves und weitere Ereignisse dieses Sommers noch enger zusammengewachsen sind. Nur gemeinsam sei man stark und daher wolle man nun noch enger zusammenarbeiten. Diese Solidarität drückte sich auch in dem beschlossenen und äußerst attraktiven Spielmodus aus. Nach einer Doppelrunde werden die Plätze eins bis vier in einer Einfachrunde die ersten beiden Plätze, die zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigen, ausspielen. Der Erstplatzierte dieser Runde, der Meister der Oberliga Nord, nimmt zudem am DEB-Pokal der kommenden Saison teil. Als Ausgleich spielen die verbliebenen drei Mannschaften die nach der Hauptrunde die Plätze fünf bis sieben belegt haben, ebenfalls in einer Einfachrunde, um den zweiten Startplatz im DEB-Pokal. Die Saison wird dann mit einer Relegation beendet, in welcher der Absteiger und der Pokalsieger der Oberliga Nord ermittelt werden.

Damit, so der einhellige Tenor, wurde intern eine attraktive Lösung gefunden, bei der es zu jedem Zeitpunkt und in jeder Runde für alle sportlich um etwas geht und jeder etwas gewinnen kann. Das Kautionsgeld der Hannover Braves soll nach dem Willen der Vereine in die öffentlichkeitswirksame Präsentation der Oberliga Nord investiert werden. Wie dies genau geschehen soll und wie die Zukunft der Oberliga zukünftig gestärkt und verbessert werden kann, dazu gibt es bereits Ideen und soll es von nun an einen verbesserten Dialog und eine noch engere Zusammenarbeit der Vereine geben. „Wir sind die Oberliga Nord – wir spielen attraktives Eishockey – wir halten zusammen!“

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