Starbulls Rosenheim zu Gast im Eichwald bei den Lindau IslandersAm Sonntag schwieriges Auswärtsspiel in Regensburg

(Foto: Betty Ockert/EV Lindau Islanders)(Foto: Betty Ockert/EV Lindau Islanders)
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Am Freitag, 29. November, kommen um 19.30 Uhr die Starbulls Rosenheim an den Bodensee. Am ersten Adventssonntag, 1. Dezember, geht es um 18 Uhr für die Islanders zum schwierigen Auswärtsspiel nach Regensburg. Die Eisbären sind ein direkter Konkurrent um den so wichtigen zehnten Tabellenplatz, der am Ende der Hauptrunde das erklärte Ziel der Islanders bleibt.

Die Starbulls Rosenheim waren für die EV Lindau Islanders schon immer ein harter Gegner. Nicht anderes dürfte es am Freitagabend, 29. November, um 19.30 Uhr beim Heimspiel in der Eissportarena Lindau werden. Beim letztjährigen Playoff-Viertelfinalist hat sich seit dem ersten Aufeinandertreffen einiges getan. Wie auch bei den Islanders, wurde bei den Oberbayern die zweite Kontingentstelle ausgetauscht. So ersetzte der litauische Nationalspieler Tadas Kumeliauskas die Position des Tschechen Vitezslav Bilek. Für Kumeliauskas ist die Oberliga kein unbekanntes Terrain, da er in der vergangenen Saison auch schon für den ECDC Memmingen auflief. In den 17 Spielen, die er für die Memminger machte, konnte er starke 26 Scorerpunkte erzielen. Dies zeigt auch, wie gefährlich er für die EV Lindau Islanders werden kann. Zu Beginn der diesjährigen Saison wechselte er dann in die DEL2 zum Aufsteiger EV Landshut. Diese stellten ihn aber aufgrund einer anderweitigen Kontingentverpflichtung frei, weshalb die Rosenheimer die Chance beim Schopfe packten und ihre frei gewordene Kontingentstelle mit dem Litauer besetzten. Mit sechs Scorerpunkten aus fünf Spielen zahlt er das Vertrauen, das ihm die Verantwortlichen geschenkt haben, bisher zurück.

Topscorer im Team der Starbulls ist Alexander Höller, der bisher 26 Scorerpunkte erzielen konnte. Ihm folgen der Kanadier Josh Mitchell mit 23 Punkten und Michael Baindl mit 22. Mit insgesamt 71 Punkten ist die Offensive auch das Prunkstück der Oberbayern. Die Lindauer brauchen deshalb, wie auch schon in den vergangenen Spielen, eine kompakt stehende Defensive und sollten die Chancen, die sich ihnen in der Offensive gegen einen solch starken Gegner bieten, auch konsequent nutzen.

Im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison gab Franz Sturm sein Trainerdebüt für die EV Lindau Islanders. Dieses verloren die Islanders zwar mit 5:1, allerdings entwickelten sich im Anschluss beide Mannschaften enorm positiv. So kletterten die Starbulls vom neunten auf den momentan fünften Tabellenplatz. Auch die Islanders konnten in dieser Zeit viele Punkte sammeln, die am Ende der Hauptrunde noch enorm wichtig werden können, wenn es um den zehnten Tabellenplatz geht. Dieser bleibt weiterhin das erklärte Ziel der Islanders. Für ein Topspiel mit absoluter Hochspannung im Eichwald ist also gesorgt.

Die Mannschaft der EV Lindau Islanders würde sich zu dem so wichtigen nächsten Heimspiel am Freitag gegen Rosenheim auf eine grandiose Zuschauerkulisse freuen. Dass die Zuschauer gegen die „Großen“ das sprichwörtliche Zünglein an der Waage sein können, konnte man im Eichwald in den vergangenen Jahren und auch schon in dieser Saison des Öfteren beobachten. Gerade jetzt sind die Lindauer Fans wichtiger denn je. Und die Mannschaft hat sich den Support mehr als verdient. 

Beim Auswärtsspiel am Sonntag, 1. Dezember, um 18.00 Uhr (live bei Sprade TV) bei den Eisbären Regensburg wartet ein weiterer sehr schwerer Gegner auf die EV Lindau Islanders. In der Vorsaison waren die Donaustädter, zusammen mit dem EC Peiting, das Non-plus-Ultra der Hauptrunde. Und auch für dieses Jahr rechnete man mit einem solchen Lauf, blieb doch die Mannschaft in sehr großen Teilen zusammen. Dem ist aber noch nicht so. Nach dem schwachen Saisonstart zogen die Verantwortlichen der Eisbären die Notbremse und trennten sich vor gut einer Woche von Trainer Igor Pavlov. Bei den Regensburgern übernahm interimsmäßig der ehemalige Waldkraiburger Kapitän Max Kaltenhauser an der Bande, der den Lindauern aus vielen Duellen mit den Löwen bekannt sein dürfte. Beim Debüt in Rosenheim gab es am vergangenen Wochenende zwar eine 3:7-Niederlage, beim Heimsieg über die Bulls aus Sonthofen jedoch überzeugten die Regensburger mit einem klaren 5:2.

Die EV Lindau Islanders sind also gewarnt, was auf sie zukommt, wird doch die Spielweise eine andere sein als noch beim ersten Duell in Lindau, als die Islanders bei der Heimpremiere von Franz Sturm die Eisbären in einem torreichen Spiel knapp mit 6:5 besiegen konnten. Schon in diesem Spiel zeigte sich, welche Offensivqualitäten die Donaustädter aufbieten können, wenn man sie ungestört aufspielen lässt. Von den Mannschaften, die sich in der unteren Tabellenhälfte befinden, weisen die Regensburger nicht von ungefähr die meisten geschossenen Tore auf.

Die Topscorer im Team der Eisbären sind, wie schon in der Vorsaison, die beiden Tschechen Richard Divis  und Nikola Gajovský. Zusammen mit Peter Flache erzielte das Trio bereits jetzt eine sehr gute Anzahl von 92 Scorerpunkten, was die Offensivpower der Mannschaft nochmals deutlich unterstreicht. Auch die beiden defensiven Spieler Tomas Gulda und der Ex-Islander Petr Heider sind brandgefährlich. Die EV Lindau Islanders können nur durch eine disziplinierte und defensive Mannschaftsleistung, sowie absoluten Kampfeswillen dagegenhalten. Dass die Mannschaft ihr Potenzial aufs Eis bringen kann, stellte sie in den vorherigen Spielen oft unter Beweis. Man darf also gespannt sein, ob Lindau im Kampf um Platz 10 der Tabelle, dem starken Gegner aus der Oberpfalz erneut die Punkte abnehmen kann, zumal die Partien des EVL gegen Regensburg in der Vergangenheit zumeist recht eng und auf hohem Niveau verliefen.


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