Spitzenteams der Oberliga Nord lassen FedernIndians fallen ab – Duisburg gewinnt Kellerderby

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Aber auch die dahinter liegenden Hammer und Rostocker hätten zu den Indians aufschließen können, versäumten diese Chance jedoch. Somit hieß der Gewinner des Tages Herner EV, der den Anschluss an Platz acht herstellte. Aber auch die Leipziger, die im Augenblick das Team der Stunde sind, holten sich ihren sechsten Dreier in Folge und sind von Herne nur noch zwei Zähler entfernt. Ganz hinten kam es zum Kellerderby zwischen Duisburg und Herford, und hier konnten sich die Füchse nach anfänglichen Schwierigkeiten doch noch klar durchsetzen. Allerdings beträgt der Rückstand auf den Tabellenzehnten Leipzig immer noch zehn Punkte.

Black Dragons Erfurt – Moskitos Essen 3:2 (1:0, 0:0, 2:2)

Es war ein harter Fight, in dem 15 kleine Strafen ausgesprochen wurden und der etwas glücklich, aber nicht unverdient an Erfurt ging. Die Thüringer gingen schon im ersten Drittel in Führung, konnten nach dem Ausgleich im letzten Abschnitt schnell zwei Tore nachlegen, mussten nach dem erneuten Anschlusstor von Biezais etwas zittern, retteten aber den Sieg vor 870 Zuschauern über die Runden. Erfolgreichste Erfurter Akteure waren Reed, Wunderlich und Denner mit je zwei Zählern, bei Essen überzeugte der erste Block, der vier der sechs Scorerpunkte abgriff.

Tore: 1:0 (06:36) Dillon Eichstadt (Reed, Denner), 1:1 (44:10) Fabio Frick (Dmitriew, Hane 5-4), 2:1 (47:59) Lukas Mannes (Wunderlich, Reed), 3:1 (49:20) Carl Zimmermann (Wunderlich, Denner), 3:2 (50:25) Elvijs Biezais (Zolmanis, Saccomani)

Saale Bulls Halle – Hannover Scorpions 5:3 (0:1, 3:1, 2:1)

In einem Topspiel mit Play-Off-Charakter setzten sich die Hallenser Bulls durch und bezwangen den Tabellenführer vor der stattlichen Kulisse von 1.244 Fans. Im ersten, ausgeglichenen, Drittel gingen die Gäste in Führung, mussten aber nach einem Doppelschlag in der Bulls gleich zu Anfang der zweiten zwanzig Minuten einen Rückstand einstecken. Danach trafen beide Teams je einmal in Überzahl und in der 45. Minute gelang den Gästen der Ausgleich. Danach strebten die Scorpions nach dem Sieg, scheiterten jedoch immer wieder an Torhüter Timo Herden, während bei den Bulls ausgerechnet der frühere langjährige Scorpions-Stürmer Patrick Schmid mit zwei Toren diesmal die Entscheidung zugunsten der Bulls herbeiführte. Herauszustellen wäre Martynas Grinius, der zu drei Toren die Vorlage gab.

Tore: 0:1 (09:42) Dylan Wruck (Pohl), 1:1 (21:24) Thomas Merl (Fern, Grinius), 2:1 (23:22) Thore Weyrauch (Domogalla), 2:2 (29:46) Ralf Rinke (Aquin, McPherson 5-4), 3:2 (36:10) Tatu Vihavainen (Fern, Grinius 5-4), 3:3 (44:08) Zachary Dybowski (Aquin, Pohl), 4:3 (49:19) Patrick Schmid (Hoffmann, Grinius), 5:3 (59:35) Patrick Schmid (Merl ENG)

Tilburg Trappers – Rostock Piranhas 7:4 (3:1, 3:2,1:1)

Tilburg war das einzige Topteam am Sonntag, dass einen Dreier einfahren konnte. Allerdings bedurfte es einem energiegeladenen Auftritt, denn die Rostocker zeigten sich unangenehm, spielten offensiv gut mit und waren nahe an einem Punktgewinn dran. Wichtig für die Hausherren war der Doppelschlag in der achten Minute zur 2:0 Führung und die schnelle Antwort auf das zweite Tor der Piranhas mit dem eigenen vierten Treffer. Als Tousignant in der 51. Minute die Partie mit dem vierten Rostocker Tor wieder spannend machte, musste Tilburg etwas zittern, aber in der 58. Minute traf Stempher in seinem 429. Oberligaspiel mit seinem achten Saisontor zum Endstand.

Tore: 1:0 (07:18) Bjorn Borgman (Gracel), 2:0 (07:42) Delany Hessels (van Gorp, Hofland), 2:1 (12:52) Thomas Voronow (Tramm, Kunz 5-4), 3:1 (13:52) Noah Muller (de Hondt), 3:2 (25:07) Mark Shevyrin (Guran, Kunz), 4:2 (25:36) Reno de Hondt (Gracel), 5:2 (36:11) Reno de Hondt (Gracel, Stempher 5-4), 5:3 (36:37) Kevin Kunz (Paul-Mercier, Pöpel), 6:3 (38:19) Jay Huisman (Joly), 6:4 (50:45) Mathieu Tousignant (Paul-Mercier, Pöpel), 7:4 (57:19) Danny Stempher (Gracel)

Icefighters Leipzig – Hammer Eisbären 5:0 (1:0, 3:0, 1:0)

Die Icefighters gewannen verdient, weil sie optisch mehr vom Spiel hatten, am Ende 30:22 Torschüsse aufweisen konnten und deutlich effizienter als die Eisbären spielten. Überragend bei den Leipzigern neben Torhüter Eric Hoffmann, der seinen ersten Shutout in dieser Saison feiern konnte, das Stürmerduo Gibbons und Schietzold sowie Defender Moberg.

Tore: 1:0 (09:17) Manuel Nix (Moberg), 2:0 (22:51) Andre Schietzold (Schumacher, Eichelkraut), 3:0 (23:51) Kyle Gibbons (Östling, Moberg), 4:0 (36:48) Kyle Gibbons (Östling, Schietzold), 5:0 (46:52) Luke Volkmann (Farrell, Postel)

Herner EV Miners – Hannover Indians 5:3 (2:2, 1:0, 2:1)

Im Augenblick liegt bei den Indians einiges quer. Die dritte Niederlage in Folge ließ sie jetzt auf Platz sechs abstürzen und dabei hatten sie alles Griff, führten verdient beim HEV und hatten den Sieg vor Augen. Aber dann kam das Ende des ersten Drittels in Sicht, und auf einmal gelang den Hernern alles. Innerhalb von zehn Minuten drehten sie das Ergebnis, ließen sich dann auch vom Ausgleich im dritten Drittel nicht aus dem Konzept bringen und machten schließlich mit zwei weiteren Toren den Sack zu. Wichtig für HEV-Trainer Stolikowski das Wissen, dass es auch ohne seinen Altmeister und Torjäger Liesegang geht. Mit Stöhr (3 Punkte), Döring und Keresztury betraten zwei Akteure die Scorerbühne, die man dort nicht so häufig findet. Sie entschieden die Begegnung, während auf Indians-Seite wieder Schussverhältnis eindeutig (28:18) für sie sprach, aber nicht die Effizienz.

Tore: 0:1 (05:34) Dennis Palka (Pohanka, Messing), 0:2 (08:28) Branislav Pohanka (Bacek, Pohl), 1:2 (17:22) Stephane Döring (Jacobs, Polter), 2:2 (18:35) Matteo Stöhr (Nedved, Keresztury), 3:2 (26:10) Matteo Stöhr (Nedved, (Keresztury), 3:3 (43:17) Christian Hausinger (Messing, Gron), 4:3 (49:00) Dennis Swinnen (Krüger, Braun), 5:3 (59:53) Stephane Döring (Stöhr, Keresztury)

Füchse Duisburg – Herforder EV 4:1 (1:0, 0:1, 3:0)

Das Kellerderby verlief vor 644 Fans ausgeglichen (32:30 Torschüsse für den EVD), aber am Ende setzte sich die Cleverness der Füchse durch. Herausragend bei den Duisburgern auch das Überzahlspiel mit 50 Prozent Erfolgsquote.

Tore: 1:0 (16:08) Rasmus Lundh Hahnebeck (Neumann, Schymainski), 1:1 (28:30) Joonas Riekkinen (Berezovskij, Garten), 2:1 (41:38) Zachary Phillips (Kitt, Brice 5-4), 3:1 (44:07) Martin Schymainski (Kitt, Bauermeister), 4:1 (50:45) Rasmus Lundh Hahnebeck (Piskor, Neumann).


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