Spitzenquartett der Oberliga Nord lässt nichts anbrennenSaale Bulls Halle siegen zweistellig – Hammer Eisbären ärgern Leipzig

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Lediglich die Hammer Eisbären, moralisch mit dem letzten Tabellenplatz eigentlich am Ende ihrer psychischen Kräfte, zeigten eine ungeheure Moral und brachten die Icefighters Leipzig und ihre Fans nervlich in Wallung. Auf Grund der eindeutigen Ergebnisse gab es in der Tabelle auch keinerlei Veränderung.

Moskitos Essen – Tilburg Trappers 2:6 (0:2, 0:1, 2:3) 

Die Pflichtaufgabe Essen wurde vom Tabellenzweiten bravourös gemeistert. In einem außerordentlich fairen Spiel, es wurden insgesamt nur zehn Strafminuten ausgesprochen, hielt die Defensive der Trappers, zeigte 55 Minuten ein starkes Spiel. Lediglich im Abschlussdrittel gab es eine fünfminütige Phase, wo ein Zusammenbruch drohte. In dieser Zeit besorgte Essens bester Mann, Marc Zajic, mit zwei Toren den Anschluss der Essener und wäre in dieser Phase das 3:3 gefallen, wer weiß, wie die Partie geendet hätte. Das Tor fiel dann auch, aber auf der Gegenseite. Max Hermens, zusammen mit Danny Stempher und Brett Bulmer Leistungsträger bei dem Trapper, traf zum 4:2 und beendete die Siegerdiskussion.

Tore: 0:1 (06:59) Brett Bulmer (Hermens, van Gorp), 0:2 (13:11) Max Hermens (Bulmer, Stempher), 0:3 (29:29) Brett Bulmer (Hermens, Stempher), 1:3 (44:54) Marc Zajic (Luft, Huebscher), 2:3 (45:46) Marc Zajic (Huebscher, Ziolkowski), 2:4 (47:39) Max Hermens (Loginov, Bulmer), 2:5 (56:08) Diego Hofland (van der Schuit, de Hondt), 2:6 (59:02) Danny Stempher (van der Schuit, Bastings)

Saale Bulls Halle – Krefelder EV U23 10:0 (2:0, 6:0, 2:0) 

Überhaupt keine Probleme hatten die Bulls mit dem Tabellenvorletzten. Allerdings brauchte der Bulls-Motor ein Drittel, bis er die notwendige Wärme erreicht hatte. Im zweiten Drittel schossen die Hallenser regelmäßig ihre Tore, erhöhten auf 8:0, um in den letzten zwanzig Minuten das Ergebnis zu verwalten. Trotzdem gelangen noch zwei weitere Tore, so dass am Ende wieder eine zweistellige Niederlage für die Krefelder zu Buche schlug. Beste Akteure auf Gastgeberseite waren Patrick Schmid mit sechs Punkten und Lukas Valasek, der sich fünf Punkte gutschreiben lassen konnte. Für Schmid waren die drei Tore Saisonbestleistung, mit nunmehr 67 Punkten belegt er Rang 10 in der Scorerliste. Lukas Valasek gab sogar zu vier Toren einen Assist und die bedeuteten auch für ihn Saisonbestmarke. Erwähnenswert natürlich auch der dritte Shut-out für Keeper Sebastian Albrecht. Bei Krefeld boten Torhüter Jonas Gähr und Giovanni Schönfeld (50 Prozent Bully-Erfolgsquote) die besten Noten.

Tore: 1:0 (07:49) Sergei Stas (Valasek, Schmid), 2:0 (15:28) Patrick Schmid (Hoffmann, Sturm), 3:0 (20:52) Sören Sturm (Valasek, Schmid), 4:0 (23:00) Roman Pfennings (Grosse, Stas), 5:0 (26:25) Roman Pfennings (Schmid, Sturm), 6:0 (27:43) Dennis Gulda (Pfennings, Hildebrand 5-4), 7:0 (35:01) Pascal Grosse (Valasek, Vihavainen), 8:0 (38:34) Patrick Schmid (Stas, Vihavainen 5-4), 9:0 (50:21) Lukas Valasek (Walkowiak, Grosse), 10:0 (59:52) Patrick Schmid (Valasek, Walkowiak 4-5)

EG Diez-Limburg – Hannover Scorpions 2:6 (0:1, 1:4, 1:1)  

Ein überlegener Sieg des Favoriten, der am Ende bei 57:22 Torschüssen sich nur vorwerfen lassen muss, dass man die bemühten Gastgeber nicht zweistellig besiegt hat. Die Scorpions, die unter der Interimsleitung von Ex-Trainer Dieter Reiß standen, waren von Anfang bestrebt, möglichst fehlerlos Druck zu machen. Das klappte im ersten Drittel nicht so ganz, denn die Limburger standen tief, wollten ein Debakel verhindern und über Konter zum Erfolg kommen. Das taktische Konzept wirkte, der Favorit wankte. Bevor er im zweiten Drittel richtig ins schlingern kommen sollte, krachte es auf der Gegenseite. Innerhalb von nur 55 Sekunden erhöhten die Scorpions auf 4:0 und damit war die Partie entschieden. Auf heimischer Seite hatte Keeper Jan Guryca die Nase voll und gab seinem Back-up Louis Busch die Chance, die dieser auch nutzte, am Ende auf starke 94,3 Prozent Fangquote kam, wobei die Scorpions auch sichtbar das Tempo aus dem Spiel nahmen. Beste Akteure der tapferen Limburger waren neben Torhüter Louis Busch noch Noureddine Bettahar, der an beiden Limburger Toren beteiligt war sowie die beiden Face-off-Spezialisten Steve Slaton und Kevin Loppatto, die 80 Prozent bzw. 60 Prozent Erfolgsquote aufwiesen. Bei den Scorpions bewies Ansgar Preuß, dass er ein nervenstarker Back-up ist (90,9 Prozent Fangquote). Bester Feldspieler des Tabellendritten war Robin Just (4 Punkte).

Tore: 0:1 (07:01) Jan Nijenhuis (Knaub, Trattner), 0:2 (25:10) Alexander Heinrich (Pietsch, Just), 0:3 (25:33) Julian Airich (Pietsch, Just), 0:4 (26:05) Christoph Kabitzky (Knaub), 1:4 (34:11) David Lademann (Slaton, Bettahar), 1:5 (35:58) Robin Just (Klöpper, Airich), 1:6 (52:07) Mike Hammond (Just, Reiß 4-5), 2:6 (57:38) Paul König (Bettahar, Dobryskin 5-4)

Icefighters Leipzig – Hammer Eisbären 5:3 (1:2, 0:1, 4:1)

Ein mühevoller Sieg der Icefighter gegen einen Tabellenletzten, dessen Moral beachtlich war. Herausragend bei den Gästen wieder einmal die Kontingentspieler Christopher Schutz und Kyle Brothers, die bei allen Toren beteiligt waren. Bei Leipzig glänzte das Quartett Jonas Wolter, Joonas Riekkinen, Michael Burns und Felix Stopinski. Interessant, dass Jonas Wolter sich mit seinen zwei Toren bei der Schusseffizienz auf 15,7 Prozent verbesserte, was in der Oberligawertung Platz 67 bedeutet.

Tore 1:0 (11:43) Ian Farrell (Hannon, Stopinski), 1:1 (13:03) Christopher Schutz (Renke, Brothers 4-5), 1:2 (15:37) Christopher Schutz (Brothers, Junge), 2:2 (41:05) Joonas Riekkinen (Burns), 2:3 (44:03) Jesse Roach (Schutz, Brothers), 3:3 (47:09) Jonas Wolter (Riekkinen, Burns), 4:3 (52:49) Ian Farrell (Stopinski), 5:3 (59:56) Jonas Wolter

Verschoben:

Hannover Indians – Tilburg Trappers

Crocodiles Hamburg – Black Dragons Erfurt

Herforder EV – Rostock Piranhas


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