Spitzengruppe der Oberliga Nord macht Titel unter sich ausAlle drei Top-Teams gewannen ihre Spiele

Alexander Spister von den Füchsen Duisburg (links) im Zweikampf mit dem Tilburger Jordy Verkiel. (Foto: Roland Christ)Alexander Spister von den Füchsen Duisburg (links) im Zweikampf mit dem Tilburger Jordy Verkiel. (Foto: Roland Christ)
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Auch die Hannover Scorpions können sich noch nicht sicher sein. Lokalrivale Hannover Indians schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle, konnte die letzten sieben Spiele sämtlich siegreich gestalten und liegt nur fünf Punkte zurück. Ganz anders sieht es hinter den Indians aus, die wiederum zehn Punkte Vorsprung haben. Essen überholte Halle und Herne war spielfrei, konnte sich das Treiben von zu Hause ansehen und wird sich freuen, denn alle drei Mannschaften trennt nur ein Punkt. Ein Lächeln wird es auch in Hamburg gegeben haben. Zwar unterlagen die Crocodiles 1:4 in Essen, aber die gesamte Konkurrenz (Leipzig, Rostock und Duisburg), die noch Platz sechs im Auge hat, verlor ebenfalls. Auch wenn die Vorrunde bereits gelaufen ist, die Erfurter sind ungeschlagen durch das Wochenende gekommen, zeigten trotz 20 Punkte Rückstand auf Duisburg Biss und verkürzten auf 15 Punkte. Diese Einstellung nötigt Respekt ab. Am Tabellenende gab es zwar keinen Positionswechsel aber die Berliner Preussen kamen zu ihrem zweiten Saisonerfolg, dem ersten seit dem 2. November 2018. Auch damals hieß der Gegner Harzer Falken und dem damaligen 5:2 folgte jetzt ein 3:1.

Black Dragons Erfurt – Icefighters Leipzig 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)

Das war wirklich keine Schützenhilfe. Die Black Dragons kommen ausgerechnet zum Saisonfinale in Hochform und wieder war es die Defensive, die die Punkte nach Hause brachte. Obwohl die Leipziger 35 Mal auf das gegnerische Tor schossen, schafften sie in keinem Versuch, den herausragenden Philip Lehr im Black-Dragons-Tor zu überwinden. Entscheidend war ein Doppelschlag zwischen der 34. und 36. Spielminute, als der Erfurter Reto Schüpping zuerst ein Powerplay ausnutzen und zwei Mintuen später Robin Sochan mit einer Soloaktion die Führung ausnutzen konnte. Den Deckel setzte ausgerechnet Enzo Herrschaft in der 58. Minute mit einem Empty-Netter auf. Ausgerechnet deswegen, weil Herrschaft aus der Erfurter Jugend stammt und dieses sein Premierentor in der Oberliga Nord war.

Preussen Berlin – Harzer Falken 3:1 (0:0,2:1,1:0)

Endlich mal ein Duell auf Augenhöhe und diesmal hatten die Preussen die Hosen an und sie erreichten endlich die Zehnpunktemarke. Vor immerhin 170 Zuschauern war Kyle Piwowarczyk (34., 46.) mit zwei Toren der Matchwinner. Das dritte Berliner Tor steuerte Ludwig Wild in der 30. Minute bei. Das Ehrentor der kämpferisch guten Braunlager erzielte Tim Dreschmann in der 38. Minute.

Saale Bulls Halle – Hannover Scorpions 2:6 (0:2, 1:1, 1:3)

Diesmal waren die Scorpions besser eingestellt als bei den Ergebnissen der letzten Wochen und sie fanden ihre Offensivpower wieder. Vor allem im Spiel mit ausgeglichenem Personal, denn auch in dieser Begegnung mit relativ wenigen Strafminuten konnte im Powerplay kein Tor erzielt werden. Anders die Hallenser, die wenigstens auf 25 Prozent Quote kamen. Ebenfalls noch eine witzige Randnotiz: Beide Bulls-Tore erzielten Spieler, die schon einmal für die Scorpions aktiv waren. Maximilian Schaludek (21.) und Jannik Striepeke (55.). Die Treffer der routiniert auftretenden Gäste markierten Christoph Koziol (2.), Sean Fischer (14.,41.), Chad Niddery (37.) und Sebastian Lehmann (43.,60.), wobei sein zweiter Treffer sogar in Unterzahl erzielt wurde.

Moskitos Essen – Crocodiles Hamburg 4:1 (0:0, 1:1, 3:0)

Ein verdienter Erfolg der Moskitos, die allerdings fünf Mann mehr auf den Spielberichtsbogen brachten und erst im letzten Drittel, als die Hamburger ihrem Kräfteaufwand Tribut zollen mussten, zahlenmäßig davonzogen. Auch hier gab es ein interessantes Detail: Mit Zuravlev, Israel und Gerartz spielen mittlerweile drei Ex-Crocodiles in der Stadt an der Ruhr. Die Tore der überlegenen Moskitos schossen Julian Airich (32.), sogar in Unterzahl, Thomas Richter (43.) und Veit Holzmann (45.,59.). Das Crocodiles-Tor besorgte der neue Finne Laakso in 29. Minute zur, zu diesem Zeitpunkt, völlig überraschenden Gästeführung.

Füchse Duisburg – Tilburg Trappers 1:7 (0:1,0:4,1:2)

Die gastgebenden Füchse waren völlig von der Rolle. Tilburgs Topscorer Mitch Bruijste – er steht jetzt bei 63 Punkten – brachte die Gäste in der neunten Minute in Führung. Fünf böse Minuten gab es für den EVD gleich zu Anfang des zweiten Drittels zu sehen. In der 21. Minute traf erneut Mitch Bruijsten zum 2:0 für Tilburg und bevor sich die Füchse berappeln konnten, hatten nacheinander Reto de Hondt (23.), Ivy van den Heuvel (24.) und Alexei Loginov (26.) auf 5:0 erhöht. Die Füchse versuchten zwar in der Folgezeit sich an die Aufholjagd zu machen, aber ihre Bemühungen reichten nur im dritten Drittel zum Ehrentor, als Michael Fomin bereits nach 42 Sekunden des Abschlussdrittels eine Vorlage von Lasse Uusivirta nutzte. Danach übernahmen die Gäste das Kommando und Mitch Bruijsten (54.) und Janne de Bonth (56.) erhöhten schlussendlich auf ein 7:1, dass aber zu hoch ausfiel.

EC Hannover Indians – Rostock Piranhas 5:2 (1:0, 2:2, 2:0)

Die Indians befinden sich im Augenblick auf einem Höhenflug, von dem sie auch nicht die Piranhas abbringen konnten. Lediglich in einem Punkt haben die Mannen von Indians-Coach Lenny Soccio noch mit einem Defizit zu kämpfen und das ist da Penaltykilling. Auch an diesem Spieltag kam man nur auf 60 Prozent und das kann bei den anstehenden Runden schnell das Aus bedeuten. Ansonsten hätte das Spiel auch 9:4 ausgehen können, wenn nicht Rostocks Keeper Jan Dalgic einen Sahnetag gehabt hätte. Dabei schienen die Indians auf dem richtigen Wege, denn nach 32 Minuten führten sie nach Toren von Brent Norris, Branislav Pohanka und Thore Weyrauch klar mit 3:0 und das Spiel im Griff. Es folgte eine Schwächephase, nachdem sich Ziolkowski und Finkel nacheinander eine Strafe leisteten und Rostocks Neuzugang Josh Rabbani (33.) und Michal Bezouska (34.) mit einem Doppelschlag das Spiel vor 2302 Zuschauern wieder spannend machten. Das blieb es dann bis zum Ende, auch wenn Robert Peleikis mit dem zweiten Powerplaytor in der 48. Minute auf 4:2 erhöhte. Den Abschluss schaffte dann Arnoldas Bosas in der 60. Minute mit einem Empty-Netter.

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