Spitzenduelle am Wochenende beim Herner EV Tilburg Trappers kommen am Freitag

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Mehr Spitzenspiel geht also nicht und das im Doppelpack innerhalb von 46 Stunden. Zusammen mit den Hannover Scorpions sind die Trappers und die Icefighters gemeinsam mit dem HEV die einzigen Teams, die nach vier Spieltagen in der Oberliga Nord noch eine weiße Weste haben. Die Reihenfolge in der Tabelle bestimmt lediglich das Torverhältnis. Seit 2012 ist es übrigens wieder das erste Mal, dass der Herner EV verlustpunktfrei mit vier Siegen in die Saison gestartet ist. In der damaligen Regionalliga-Saison gab es allerdings insgesamt in 36 Spielen nur eine Niederlage. Nun hoffen die Verantwortlichen am Gysenberg bei der tollen aktuellen Ausgangslage auf eine große Kulisse beim Spitzenspiel am Freitag gegen Tilburg, auch in Erinnerung an die spannenden Play-off-Duelle gegen die Trappers Mitte April diesen Jahres.

„Die Mannschaft hatte sich nach den vier Auftakt-Siegen zwei trainingsfreie Tage verdient um den Kopf etwas frei zu bekommen und Kraft zu tanken. Beim heutigen Training war dann sofort wieder sehr viel Tempo und Spielfreude zu sehen. Die Stimmung ist bestens und alle wollen den Erfolgsweg weiter fortsetzen“, meinte HEV-Coach Danny Albrecht nach dem Training am Mittwochmittag. „Es herrscht ein großer Zusammenhalt im Team und die Moral ist groß. Am letzten Sonntag in Halle lagen wir nach drei Minuten 0:2 hinten, aber dann hat die Mannschaft den Hebel umgelegt und das Spiel umgebogen. Solche Konzentrationsschwächen müssen wir natürlich ablegen. Gerade gegen Tilburg am Freitag zuhause und dann zwei Tage später in Leipzig müssen wir hellwach und konzentriert sein. Wir gehen auf jeden Fall selbstbewusst in das Wochenende.“

Ganz ungetrübt ist die personelle Situation im Team der Grün-Weiß-Roten nicht. Nach dem langzeiterkrankten Verteidiger Julius Bauermeister fällt nun auch Artjom Alexandrov nach einem Stockschlag aus dem Spiel in Halle mit einem Knochenbruch aus. „Das ist natürlich bitter für Artjom. Er hat sich bisher toll entwickelt, nun braucht er etwas Geduld“, sagt Danny Albrecht. Ansonsten sind aber alle Mann an Bord, über den Einsatz von Verteidiger Tobias Schmitz wird wie immer kurzfristig entschieden. Ein weiterer Verteidiger ist schon seit einiger Zeit beim HEV fest im Training. Während Vater Dmitri Tsvetkov in dieser Saison als Nachwuchstrainer an den Gysenberg zurückgekehrt ist, steht nun auch Sohn Nikolai wieder in Herne auf dem Eis. „Er hilft uns im Training sehr und ist mit großem Einsatz bei der Sache. Er ist Standby-Verteidiger und kann auch beim Spiel eingesetzt werden“, so der HEV-Trainer über den 25-jährigen, der an der Ruhruniversität Bochum ‚Sales Engineering and Product Management‘ studiert.

„Auch wenn die Tilburg Trappers einige Spieler verloren haben, sind sie nach wie vor einer der Top-Favoriten der Liga. Sie sind nun ausgeglichener und kompakter besetzt, spielen weiterhin ihr körperbetontes System mit konsequentem Forechecking und schnellen Angriffen. Darauf sind wir eingestellt, wir haben ja inklusive der Play-offs in der letzten Saison neunmal gegen sie gespielt. Es wird am Freitag schwer werden, aber wir gehen dennoch zuversichtlich an diese Aufgabe“, erläutert Danny Albrecht. Es ist seit 2015 der 20. Vergleich mit den Trappers und das 10. Heimspiel am Gysenberg. Mit der entsprechenden Unterstützung von den Rängen könnte es ein erfolgreiches kleines Jubiläum geben.

Seit 2003 hat es bisher 22 Spiele gegen Leipzig gegeben, zuletzt konnte der HEV auswärts aus fünf Duellen vier Siege verbuchen. Trotz einer nicht problemfreien Vorbereitungszeit sind die Icefighters überragend in die neue Saison gestartet. Vor allem der 10:3-Auswärtserfolg am ersten Meisterschaftswochenende in Essen ließ aufhorchen. „Die Icefighters sind immer schwer zu spielen und sie haben sich in diesem Sommer gut verstärkt. Hinzu kommt, dass sie einen guten Trainer haben, der weiß wie er eine Mannschaft einzustellen hat. Von daher wird auch diese Aufgabe am Sonntag eine Herausforderung sein auf die wir uns freuen“, so Danny Albrecht abschließend. Eine kleine ‚Familienzusammenführung‘ am Sonntag in Leipzig findet dann hinter der Bande statt. Denn dort stehen dann bei den Icefighters Trainer Sven Gerike auf der einen und HEV-Co-Trainer Lars Gerike auf der anderen Seite.

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