Spannung pur in der Meisterrunde der Oberliga NordOberliga Nord kompakt

Hamburger Jubel nach dem Sieg gegen den EHC Timmendorfer Strand. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)Hamburger Jubel nach dem Sieg gegen den EHC Timmendorfer Strand. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)
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Erster Gewinner des Freitagspieltages waren die Icefighters Leipzig, die beim direkten Konkurrenten Hannover Scorpions mit 5:3 gewannen und außerdem noch von der Niederlage der Saale Bulls Halle profitierten. Diese hätten bei einem Sieg einen Keil zwischen sich und den Gegner bringen können, brachten dies aber mit dem 1:2 gegen die Hannover Indians nicht zu Wege. Die Scorpions wiederum hatten die Chance auf Platz zwei, unterlagen aber Leipzig und rückten zurück auf Rang vier. Die Füchse blieben ihrer Serie treu, kassierten die siebte Niederlage in Folge, während die Indians mit dem Erfolg in Halle den Anschluss an die ersten Fünf geschafft haben. Die Essener Moskitos waren spielfrei, treten am Sonntag im Ruhrderby in Duisburg an.

In der Qualifikation war Tabellenführer Herne arbeitslos, hat aber immer noch 19 Punkte Vorsprung. Die dahinter folgenden Mannschaften der Crocodiles Hamburg, Rostock Piranhas und Black Dragons Erfurt waren allesamt erfolgreich, so dass sich an der Platzierung nichts getan hat. Die drei Letzten, die Berliner Preussen, die Timmendorfer sowie die Harzer Falken kassierten zwei knappe und eine hohe Niederlage und auch bei ihnen kam es nicht zu einem Platztausch.

Hannover Scorpions – EXA Icefighters Leipzig 3:5 (1:1, 1:1, 1:3)

Die zuletzt stark auftretenden Scorpions kassierten gegen Leipzig eine vermeidbare Niederlage und mussten die Gäste zu allem Überfluss auch noch vorbeiziehen lassen. Im ersten Drittel zeigten die Hausherren, die mit der Neuerwerbung Brian Gibbons für den gefeuerten Michael Budd angetreten waren, eine starke Angriffsleitung, lediglich im Abschluss klappte gar nichts und Gästekeeper Eric Hoffmann hatte einen hervorragenden Tag. Das 1:0 für die Leipziger durch Florian Eichelkraut (7.) traf die Scorpions ins Mark, auch wenn Sachar Blank nur zwei Minuten später der Ausgleich gelang. Im Mitteldrittel hatten sich die Leipziger besser auf die Hannoveraner eingestellt, mussten aber in der 35. Minute das 2:1 für die Scorpions hinnehmen, als Björn Bombis das Ziel genau anvisiert hatte. Auch in diesem Fall dauerte es nur zwei Minuten, dann war der Spielstand wieder ausgeglichen. Jakob Weber hieß der glückliche Torschütze. Zwischen der 48. und 50. Spielminute, also wieder im Zwei-Minuten-Rhythmus, fielen die beiden nächsten Tore, diesmal aber beide für die Gäste. Zunächst traf Antti Paavilainen (49.) zum 3:2 für Leipzig, dann noch einmal Florian Eichelkraut (51.). Die Scorpions warfen nun alles nach vorne und machten es in der 58. Minute noch einmal richtig spannend, als Sebastian Lehmann zum 3:4 traf. 45 Sekunden vor Schluss nahm folgerichtig Scorpions-Trainer Dieter Reiß seinen Torwart Björn Linda aus dem Tor aber die Maßnahme brachte nichts ein außer dem fünften Gegentor, für das Dominik Patocka (60.) verantwortlich zeichnete.

Saale Bulls Halle – EC Hannover Indians 1:2 (1:0, 0:1, 0:0, 0:1) n.V.

In dieser Runde kann jeder jeden schlagen und Heimvorteile zählen nur zum Teil. Dies bewiesen die Hannover Indians mal wieder, die nach dem 3:1 in Leipzig auch in Halle gewannen und somit bei ihren beiden letzten Auswärtsfahrten fünf von sechs Punkten einsammelten. Der Start ging jedoch völlig in die Hose und überraschte vermutlich die Gastgeber ebenfalls. Bereits der erste Angriff brachte das 1:0 für die Bulls, als Pietsch und May vorlegten und Maximilian Spöttel den heute sehr starken Albrecht im Indians-Tor überwand. In der Folgezeit versuchten sich die Indians aus der Umklammerung der Bulls zu befreien, aber im ersten Drittel blieb die Offensive noch erfolglos. Genau zur Spielhälfte, exakt bei 30:02 fiel der durchaus verdiente Ausgleich durch Roman Pfennings, der neben Albrecht der beste Gästespieler war. Da sich bis zur 60. Minute nichts mehr tat, musste die Verlängerung her und da hatten die Gäste einen Hauch mehr Glück als die Gastgeber. In der letzten Spielminute der Overtime bediente Pohanka erneut Roman Pfennings und der traf gegen Beech im Bulls-Tor zum 2:1 für die Hannover Indians.

Tilburg Trappers – Füchse Duisburg 3:2 (2:0, 0:1, 1:1)

Zwei Dinge blieben am Ende haften. Einmal kassierten die Füchse die siebte Niederlage in Folge und zweitens entschied das erste Drittel, in dem die Tilburger hochüberlegen waren, über den Sieg. 17:5 Torschüsse zählten die Statistiker für die Trappers und somit war das 2:0 nach 20 Minuten nach Toren von Nick de Rujter (12.) und Mitch Bruijsten (18.). Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Tilburg bestimmte klar das Bild, aber die Füchse hatten sich auf den Gegner besser eingestellt und die Defensive mit einem überragenden Mathis im Tor konnte nicht nur ein „zu Null“ feiern, sondern sogar den Anschlusstreffer. Sam Verelst traf zum 1:2 in der 40. Minute für die Duisburger. Ein schnelles 3:1 im dritten Drittel durch Nardo Nagtzaam in der 44. Minute entschied bereits das Spiel, obwohl die Füchse über eine blendende Kondition verfügten und die Niederlänger zurückdrängten. Mehr als das 2:3 aus Duisburger Sicht, erzielt von Viktor Beck in der 57. Minute, fiel jedoch nicht.

Qualifikation

ECC Preussen Berlin – Rostock Piranhas 3:4 (0:2, 1:0, 2:2)

Nach dem Abgang von Gibbons zu den Hannover Scorpions konnten die Preussen mit Rabbani nur noch einen Kontingentspieler aufstellen und vielleicht war auch das Grund für die nicht notwendige Niederlage. Im ersten Drittel bestimmten hauptsächlich die Piranhas das Geschehen und gingen folgerichtig durch Constantin Koopmann (12.) in Führung. Diese Führung konnte Tomas Kurka drei Sekunden vor Drittelende sogar noch auf 2:0 für den REC ausbauen. Im zweiten Drittel, das nun ausgeglichen verlief, hatten die Preußen mit dem 1:2 durch Marvin Krüger (30.) die Nase vorn. In den letzten 20 Minuten schien es zunächst, als ob die Preussen das Spiel noch komplett drehen könnten, denn zwei Tore zu Anfang, erzielt von Rabbani (42.) und Felix Braun (46.) erbrachten eine 3:2-Führung. Die Piranhas jedoch, die konditionell auf den Punkt fit waren, antworteten mit dem 3:3 von Valerij Guts (50.) und dem 4:3 von Tomas Kurka in der 59. Spielminute. Zwar nahm Preussen-Coach David Haas nach dem Rückstand noch seinen Keeper Olafr Schmidt aus dem Tor aber der erhoffte Ausgleich fiel in der knappen restlichen Zeit nicht mehr.

Black Dragons Erfurt –Harzer Falken 7:2 (2:1, 1:1, 4:0)

Fast 50 Minuten konnten die Braunlager in Erfurt hoffen, dann stand die nächste klare Niederlage fest. Dabei war der Start vielversprechend. Die nur 376 Zuschauer sahen eine frühe Gästeführung durch den Deutsch-Tschechen Patrik Dzemla (14.). Das weckte die Thüringer auf und der starke Maaßen bediente zweimal erfolgreich seine Mitspieler Michal Vazan (16.) und Jakub Wiecki (20.). Das Mitteldrittel verlief ausgeglichen, beide Parteien trafen je einmal. Für Erfurt in der 25. Minute Felix Schümann, der Kanadier Trevor Hendrikx in der 33. Minute zum 2:3. Nach fünf Minuten im Abschlussdrittel begann dann der Torreigen der Black Dragons, denen die Falken nichts entgegen setzen konnten. Michal Vazan (46.), Reto Schüpping (50.), Michael Maaßen (54.) und Marcel Weise (55.) erhöhten in regelmäßigen Abständen auf das leicht zu hoch ausgefallene Ergebnis von 7:2 für die Erfurter.

Crocodiles Hamburg – EHC Timmendorfer Strand 5:4 (2:2, 1:2, 2:0)

Ein gehöriges Stück Arbeit hatten die Crocodiles Hamburg zu bewältigen, ehe der Tabellenvorletzte aus dem benachbarten Schleswig-Holstein bezwungen worden war. So versetzten die Gästestürmer Kevin Schnabel (3.) und Kevin Kunz (14.) die heimischen Zuschauer in eine Art Schockzustand. Zum Glück für diese zeigten sich jedoch die Hamburger unbeeindruckt und noch vor der ersten Pause stand es 2:2. Moritz Israel (15.) und Andre Gerartz (16.) trafen mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 20 Sekunden zum Ausgleich. Aber die Gäste bewiesen Moral, blieben offensiv und trafen in der 27. Minute durch Marco Meyer zum 3:2 und Cedric Montminy (32.) zum 4:3. Zwischenzeitlich hatte Andre Gerartz (31.) für das 3:3 gesorgt. In den letzten zwanzig Minuten verstärkten die Hamburger die Offensive, hatten jedoch auch viel Glück, als Thomas Zuravlev bereits nach 30 Sekunden das 4:4 markierte. Josh Mitchell (60.) war es vorbehalten, genau 29 Sekunden vor Spielende mit dem 5:4 für die Hamburger Erlösung zu sorgen.

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