Siegeszug der Hannover Indians hält an: 13. Sieg in FolgeHalle setzt sich ab – Vorsprung auf Platz fünf sechs Punkte

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Ein Zwischenspurt der Saale Bulls und zwei Niederlagen der direkten Konkurrenz aus Herne und Essen bescherten den Anhaltinern kurz vor dem Hauptrundenende fünf Punkte Vorsprung. Diese Vorleistung werden sie aber auch brauchen, treffen sie doch am kommenden Wochenende zweimal auf den Tabellenführer Tilburg. Im Kampf um Platz sieben ist es durch den Sieg von Leipzig in Essen wieder richtig heiß geworden und auch die personalgeschwächten Hamburger, obwohl nicht für die Play-offs spielberechtigt, zeigen Sportsgeist, holten sich von den Rostockern den Platz an der Sonne wieder zurück. Ärgerlich für die Duisburger Füchse, dass sie durch die Verlängerung gegen Erfurt einen Punkt am Ende zu wenig in der Sparbüchse hatten und dieser Verlust kann eventuell zum Schluss doppelt wiegen. An zwei Punkten schnupperten die Erfurter und die Braunlager und am Ende hatten sie nur einen Zähler geschnappt. Sehr ärgerlich.

Füchse Duisburg – Black Dragons Erfurt 4:3 (2:1, 0:2, 1:0, 1:0) n.V.

Die Konstellation vor dem Spiel war deutlich. Während das Erfurter Zwischenhoch als beendet betrachtet wurde, schienen die Duisburger nach dem Trainerwechsel wieder auf der Erfolgswelle zu surfen. Nach dem Spiel waren die Füchse froh, dass sie die Erfurter Welle gerade noch gemeistert hatten. Der Start der Füchse war zunächst noch stark. Nach gerade einmal 41 Sekunden brachte Tormaschine Pavel Pisarik seine Mannschaft in Führung. Aber die schwarzen Drachen reagierten sofort, kamen bereits 59 Sekunden später durch Benjamin Arnold zum Ausgleich. Auch als Jan Tramm in der 15. Minute die Füchse mit 2:1 in Führung schoss, ein Selbstgänger war die Partie nicht. Dafür sorgte Erfurts bester Mann Benjamin Arnold, dem nach dem 1:1 in der 23. Minute sogar auch das 2:2 gelang. Und als Reto Schüpping der 31. Minute die Erfurter gar in Führung brachte, da schwante den Zuschauern, zu Recht, Fürchterliches. Die Duisburger berannten danach das gegnerische Tor, ohne den Druck in Tore umzusetzen und erst in der 58. Minute konnte Michael Fomin das 3:3 erzielen. Die anschließende Verlängerung wurde kaum angefangen, da war sie auch schon zu Ende. Bereits den ersten Angriff brachte Artur Tegkaev, im Powerplay, erfolgreich zum 4:3 Sieg.

Preussen Berlin – Saale Bulls Halle 0:8 (0:3, 0:2, 0:3)

Eigentlich sollte die Partie für beide Mannschaften genug Motivation bereithalten. Die Preussen sehen in Reichweite immer noch die Harzer Falken und die Hallenser möchten zu gerne Platz vier erreichen. Am Ende konnte nur eine Mannschaft jubeln und das war die Vertretung aus Sachsen-Anhalt. Diese trat wie eine Spitzenmannschaft auf, hatte nur in den ersten 18 Minuten einige Problem. Nach dem 1:0 in der achten Minute durch Maximilian Spöttel folgte erst zehn Minuten später das 2:0, als Johannes Ehemann erfolgreich war. Nach einem Doppelschlag in der 20. Minute (Maximilian Schaludek) und 21. Minute (Nathan Burns) war die Messe bereits frühzeitig gelesen und die Bulls erhöhten in regelmäßigen Abständen durch Tim May (34., 49.) und Tyler Mosienko (46., 54.) auf 8:0.

Moskitos Essen – Icefighters Leipzig 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)

Eine echte Überraschung brachten die Leipziger zustande. Ausgerechnet in Essen, bei einer Mannschaft, die um Platz vier kämpft, holten sie drei Punkte und blieben damit im Rennen um Platz sieben voll dabei. Dabei waren die Moskitos die absolut tonangebende Mannschaft. Nach dem 3:5 in der Vorwoche in Hannover wollten sie die drei Punkte mitnehmen, drückten die Leipziger immer wieder in die Verteidigung, hatten aber, trotz 48 abgegebener Schüsse kein Glück, während die konternden Icefighters bei 24 Versuchen viermal Erfolg hatten. Die Moskitos-Tore erzielten Aaron McLeod (18.) und Veit Holzmann (40.), für die Gäste trafen Ryan Warttig (4.), Stefan Tramm (40.) und Antti Paavilainen (57.,60.).

Harzer Falken – Crocodiles Hamburg 3:4 (0:0, 3:3, 0:0, 0:1) n.V.

Eine, von der Torabfolge, sehr merkwürdige Begegnung sahen die anwesenden 707 Zuschauer im altehrwürdigen Wurmbergstadion von Braunlage. 40 Minuten brachten beide Mannschaften trotz zahlreicher Torchancen nichts zustande, aber in den verbleibenden 20 Minuten fielen gleich sechs Tore. In der 21. Minute brachte Leo Prüßner die Gäste in Führung. Die Falken antworteten in ihren besten sechs Minuten im Spiel mit drei Toren. Nacheinander trafen Bastian Schirrmacher (26.), Lasse Bödefeld (29.) und Artyom Kostyrev (32.). Die Hamburger blieben in diesem Drittel jeodch nicht untätig, trafen noch vor der zweiten Pause zum 3:3 durch Dominik Lascheit (34.) und Gianluca Balla (40.). Letzterer war dann auch für das Hamburger Siegestor in der 64. Minute erfolgreich, als er eine Kombination mit Mitchell und Lascheit zum Sieg abschloss.

Rostock Piranhas – Hannover Scorpions 2:5 (1:2, 0:3, 1:0)

Zwei Fakten waren dafür verantwortlich, dass die Rostocker ihren Erfolg vom 7. Dezember (4:2) nicht wiederholen konnten. Erstens zeigten sich die hannoverschen Spezialisten als deutlich effizienter. Während die Piranhas in diesen Disziplinen beim Powerplay auf magere null Prozent und im Penaltykilling auf unterirdische 33 Prozent kamen, erzielten die Scorpions im Powerplay 67 Prozent und 100 Prozent im Unterzahlspiel. Der zweite Grund hieß Sean Fischer. Seit der Garmischer Verteidiger von Trainer Dieter Reiß in den Sturm versetzt wurde, trifft Fischer geradezu manisch und am heutigen Tag realisierte er sogar einen echten Hattrick. Innerhalb des zweiten Drittels traf er im Powerplay in der 25. und 29. Minute und traf sogar mit einem Shorthander in der 40. Minute. Davor hatten sein Mannschaftskollege Chad Niddery (2.) und Christoph Koziol (14.) bereits zwei Tore vorgelegt. Die Rostocker, denen man Kampfkraft nicht absprechen konnte, hatten in Tomas Kurka (20.) und Greg Classen (46.) ihre besten Spieler.

EC Hannover Indians – Herner EV 4:3 (1:2, 2:0, 1:1)

Die Siegesserie wackelte, aber sie fiel nicht. Vor der starken Kulisse von über 3700 Zuschauern zeigten die Herner eine tolle kämpferische Leistung, verlangten die favorisierten Hausherren alles ab. Entscheidend für den Sieg und Spieler des Tages war jedoch keiner der Indians-Torschützen, sondern Assistgeber Nicolas Turnwald, der an allen vier Einschüssen seiner Mannschaftskollegen beteiligt war. Dazu kam, für Indians-Verhältnisse überraschend starkes Powerplay mit 42 Prozent, während Herne immerhin auch noch auf 33 Prozent kam. Der HEV zeigte dabei vor allem im ersten Drittel eine Topleistung und brachte die Nerven der Gastgeber nach Toren von Lois Spitzner (10.) und Marcus Marsall (12.) zum Glühen. Erst ein Powerplaytor von Lukas Valasek (19.) zum 1:2 beruhigte die heimischen Nerven. Als Andreas Morczinietz (36.) und erneut Valasek (40.) das Ergebnis drehten und Arnoldas Bosas (44.) sogar auf 4:2 erhöhte, da schien der 13. Sieg in Folge unter Dach und Fach aber die Hausherren hatten ihre Rechnung ohne die Gäste gemacht. Diese erzwangen ein ausgeglichenes Spiel und als Sören Hauptig in der 54. Minute das 3:4 markiert hatte, wurde es noch einmal richtig spannend. 

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