Siegesserie der Hannover Indians in Tilburg gerissenHamburg und Herne weiterhin erste Verfolger

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Leipzig hatte spielfrei, blieb somit hinter den Indians, aber noch vor Halle, dass sich den Messestädtern bis auf einen Punkt näherte. Dahinter, sechs Punkte zurück, die EG Diez-Limburg, die mit ihrer bisher besten Oberligaleistung einen erstaunlichen achten Platz hält. Da Herford verlor, überholten die Essener Moskitos die Westfalen, belegen jetzt Platz neun. Herford wird verfolgt von Hamm, dass den höchsten Sieg in Krefeld erzielte, dank des fünffachen Torschützen Chris Schutz. Ebenfalls noch im Pre-Play-Off-Rennen Aufsteiger Duisburg, der nur einen Punkt weniger als Hamm hat. Erfurt liegt zwar fünf Punkte hinter Duisburg, hat aber auch noch fünf Nachholspiele, so dass sich die Tabelle noch ziemlich verändern kann. Ganz sicher nichts mit den Pre-Play-off-Plätzen zu tun haben werden, sind Rostock und Krefeld auf den Plätzen 14 und 15.

Tilburg Trappers – Hannover Indians 6:2 (0:0, 4:0, 2:2)

Die Trappers hatten sich vorgenommen, nach den zwei hohen Niederlagen gegen die hannoverschen Vorstädter jetzt drei Punkte einzusammeln und diese Vorgabe setzten sie auch um. Zumindest ab dem zweiten Drittel. In den ersten zwanzig Minuten war das Spiel mit leichten optischen Vorteilen für die Trappers relativ ausgeglichen und dieser Zustand hielt auch bis zur 29. Minute. Dann starteten die Trappers durch und die Indians, die ohne Selivanov (gesperrt), Aichinger und Böttcher-Miserotti (Einsatz beim DEL-Kooperationspartner Bremerhaven) angetreten waren, wurden für zehn Minuten in ihrem Drittel förmlich eingesperrt. Viermal klingelte es hinter dem Kasten von ECH-Keeper Jan Dalgic, der sogar noch etliche weitere Tore nach Großchancen der Niederländer vereiteln konnte. Vermutlich wurde die Ansprache in der zweiten Pause in der Indians-Kabine etwas lauter, denn die Hannoveraner kamen mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine und wurden sogleich mit einem ersten Tor belohnt, sogar einem Shorthander. Jetzt wollten die Indians mehr und wurden ausgekontert. Innerhalb von nur drei Minuten erhöhten die Trappers auf 6:1, und damit war klar, dass die Indians-Serie von zehn Siegen in Folge gerissen war. Das zweite Tor der Gäste durch Turnwald bei doppeltem Überzahlspiel war letztlich nur noch eine Ergebniskosmetik.

Tore: 1:0 (28:58) Reno de Hondt (van der Schuit, van Oorschot), 2:0 (31:18) Max Hermens (Hessels, Richards), 3:0 (34:50) Reno de Hondt (van Gorp, Stempher), 4:0 (36:15) Delano Hessels (Sills, N. Hessels), 4:1 (41:16) Matthew Pistilli (Skinnars 4-5), 5:1 (43:32) Max Hermens (Richards, Sills), 6:1 (46:04) Wouter Sars (Loginov, van Soest), 6:2 (51:44) Nicolas Turnwald (Pistilli, Skinnars 5-3)

Crocodiles Hamburg – Herforder EV 5:2 (3:1, 1:1, 1:0)  

Ein hochüberlegener Erfolg des Tabellenzweiten, der lediglich im ertsen Drittel ein paar Probleme mit den Herfordern hatte. Kurios nur, dass die Hamburger ausgerechnet in dieser schwierigen Phase drei ihrer fünf Tore erzielen konnten. Im zweiten und dritten Abschnitt war es mehr ein Spiel auf ein Tor und die Crocodiles schossen Herfords Keeper Justin Schrörs regelrecht warm. Am Ende standen 40:16 Torschüsse für die Hamburger auf dem Papier, so dass die Gäste froh sein konnten, nur mit einem 2:5 die Heimreise antreten zu können. Beste Hamburger Akteure waren Juuso Rajala mit drei Punkten und Adam Domogalla mit zwei Zählern. Interessant, dass alle vier Hamburger Blöcke mit Scorerpunkten zum Erfolg beitrugen. Bei Herford gefiel der zweite Block und natürlich Torhüter Schrörs, der trotz der fünf Gegentore die gleiche Fangquote wie Kai Kristian im Crocodiles-Kasten schaffte, 87,5 Prozent.

Tore: 1:0 (09:39) Luis Müller (Tramm, Visner), 2:0 (13:56) Harrison Reed (Jentsch, Rajala), 2:1 (14:39) Dominik Patocka (Unger), 3:1 (19:52) Juuso Rajala (Moberg, Domogalla 5-4), 3:2 (29:26) Kevin Hutt (Seidel, Garten), 4:2 (29:55) Dominik Lascheit (Bruns, Reimer), 5:2 (46:00) Adam Domogalla (Spöttel, Rajala)

Füchse Duisburg – Hannover Scorpions 4:7 (0:2, 2:2, 2:3)

Eine starke kämpferische Leistung war für den Duisburger Liganeuling nicht ausreichend. Branchenprimus Hannover Scorpions war über die gesamte Spielzeit tonangebend, ließ die Gastgeber durchaus mitspielen, um immer dann Ernst zu machen, wenn es notwendig schien. Überragend dabei im ersten Abschnitt Ralf Rinke, dem im Laufe des Abends gleich drei Tore gelangen. Aber auch Allen McPherson mit drei Vorlagen sowie der starke 3K-Sturm in der Besetzung Kabitzky, Klöpper, Koziol brillierte. Und selbst Scorpions-Keeper Ennio Albrecht, der den zuletzt stark beschäftigten Brett Jaeger vertreten durfte, glänzte neben seinen 87,1 Prozent Fangquote mit einem Assist. Auf Duisburger Seite zeigten Linus Wernerson-Libäck sowie Manuel Neumann und der doppelte Torschütze Oula Uski, der nach seinem zweiten Treffer verletzt ausschied, das beste Spiel.

Tore: 0:1 (04:30) Ralf Rinke (Reiß, Albrecht), 0:2 (12:54) Ralf Rinke (McPherson, Alderson 5-4), 0:3 (25:51) Patrick Klöpper (McPherson 4-5), 1:3 (28:08) Oula Uski (Neumann, L. Wernerson Libäck 5-4), 2:3 (37:20) Oula Uski (L. Wernerson Libäck, P. Wernerson Libäck), 2:4 (38:52) Ralf Rinke (Götz, Trattner), 3:4 (44:21) Manuel Neumann (Krämer, Cohut), 3:5 (47:49) Patrick Klöpper (Kabitzky, Koziol), 3:6 (50:27) Christoph Koziol (Klöpper, Kabitzky), 3:7 (51:13) Brandon Alderson (Aquin, McPherson), 4:7 (51:38) Lennart Schmitz (Fomin, Fischer)

Herner EV Miners – Black Dragons Erfurt 5:2 (2:0, 2:0, 1:2)

Der Favorit gewann, musste sich aber doch stellenweise ziemlich strecken. Entscheidend war, dass die Herner erst nachließen, als der Sieg so gut wie unter Dach und Fach war. Immerhin zeigten die Erfurter Kampfeswille, schafften spät fast den Anschluss und wagten es sogar noch, ihren guten Keeper Konstantin Kessler eine Minute vor dem Ende aus dem Tor zu nehmen um das Unmögliche wahr zu machen. Allerdings ging diese Option ziemlich in die Hose, denn Altmeister Liesegang besorgte mit einem Empty-Netter die Entscheidung. Bester Spieler der Herner war Michel Ackers mit drei Scorerpunkten, die beste Herner Linie war die zweite mit neun Scorerpunkten. Auf Erfurter Seite zeigte Alexandre Ranger eine starke Leistung und Torhüter Konstantin Kessler. Interessant: Herne konnte von neun Überzahlspielen drei nutzen, kam auf 33,3 Prozent Erfolgsquote und blieb in der Powerplaystatistik mit jetzt 29,1 Prozent auf Rang zwei. Erfurt hatte nur zwei Powerplays, nutzte eines, und schaffte 50 Prozent, verbesserte sich jetzt in der Ligawertung mit 17,1 Prozent auf Platz 13. 

Tore: 1:0 (10:19) Braylon Shmyr (Peleikis, Ackers), 2:0 (10:53) Michel Ackers (Liesegang, Fominych), 3:0 (24:56) Nils Elten (Peleikis, Biezaijs 5-4), 4:0 (35:01) Elvis Biezaijs (Shmyr, Hüfner 5-4), 4:1 (52:55) Maurice Keil (Bosas, Ranger 5-4), 4:2 (56:09) Alexandre Ranger, 5:2 (59:43) Nils Liesegang (Fominych, Ackers 5-4 ENG)

Moskitos Essen – EG Diez-Limburg 7:4 (3:1, 2:1, 2:2)

In einem ausgeglichenen Mittelfeldduell setzten sich am Ende vor nur 573 Interessierten die Essener Moskitos durch. Mitentscheidend für den Erfolg war das Überzahlspiel, das bei Essen in vier Versuchen zweimal erfolgreich war, während bei Diez alle drei Versuche erfolglos endeten. Die Limburger zeigten eine starke kämpferische Einstellung, verkürzten im letzten Drittel von einem 2:6 auf 4:6 und hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt, zumal sie das Schussverhältnis mit 42:37 für sich entschieden. Bei Essen punkteten alle vier Blöcke, während bei Diez vor allem die zweite Formation mit einer minus sechs-Wertung negativ auffiel.

Tore: 1:0 (09:18) Alexei Dmitriew (McLeod, Kreuzmann 5-4), 2:0 (11:37) Enrico Saccomani (Palmeira Kerkhoff, Lamers), 2:1 (14:02) Sandis Zolmanis (Bajaruns, Kalns), 3:1 (15:28) Alexei Dmitriew (Schmitz, Dannöhl), 3:2 (20:50) Egils Kalns (Bajaruns, Fleischer), 4:2 (27:16) Mitch Bruijsten (Slanina, McLeod 5-4), 5:2 (36:44) Robin Slanina (Frick, Junge), 6:2 (41:49) Dominik Luft (Kreuzmann, Schneider),6:3 (46:02) Maximilian Herz (Kardas, Fleischer), 6:4 (55:04) Marcel Kurth (Kolupaylo, König), 7:4 (56:28) Mitch Bruijsten (Schmitz, K. Bruijsten 4-6)

Rostock Piranhas – Saale Bulls Halle 1:3 (1:2, 0:1, 0:0)

Eines kann man den Rostockern nicht absprechen. Sie kämpfen mit Löwenmut, und werden im Augenblick dafür nicht belohnt. Auch Halle musste dies anerkennen, war aber über die gesamte Distanz das technisch und läuferisch klar bessere Team und hätte eigentlich höher gewinnen müssen, wenn nicht Luca di Berardo im Piranha-Kasten mit 91,9 Prozent Fangquote über sich hinausgewachsen wäre. Wenigstens verloren die Piranhas nicht zu null, weil Keegan Dansereau einen Shorthander markierte. Für Halle ärgerlich, denn ihre Powerplayquote liegt zwar bei 25,3 Prozent, aber es war auch schon der fünfte Shorthander, den sie in dieser Saison kassierten. Rostock erzielte bereits seinen drittes Unterzahltor, liegt damit im Norden hinter Halle auf Platz zwei.

Tore: 1:0 (06:38) Keegan Dansereau (4-5), 1:1 (14:20) Dennis Gulda (Tatu Vihavainen, Hoffmann), 1:2 (19:21) Roman Pfennings (Tatu Vihavainen, Valasek 5-4), 1:3 (25:30) Patrick Schmid (Tousignant, Schütt)

Krefelder EV U23 – Hammer Eisbären 0:6 (0:0, 0:3, 0:3)

Die Krefelder Niederlage trug einen Namen: Chris Schutz. Der US-Boy traf gleich fünfmal und setzte sich mit einem Schlag mit aktuell 19 Saisontoren auf Platz eins der Torjägerliste, gefolgt von Brandon Alderson (Scorpions) und Harrison Reed (Crocodiles). Und im Schatten von Schutz überraschte noch ein Eisbär: Lars Reuß. Der 22jährige gebürtige Memminger hatte bis jetzt erst einen Punkt auf der Habenseite und konnte gegen Krefeld zwei zusätzliche scheffeln. Kleiner statistischer Gag: Reuß hat zwar schon in der DEL2 elf Tore in seiner Vita stehen, aber der Treffer gegen den KEV war sein Premierentor in der Oberliga.

Tore: 0:1 (29:44) Chris Schutz (Brothers), 0:2 (35:39) Chris Schutz (Reichert), 0:3 (36:06) Lars Reuß (Brothers), 0:4 (46:38) Chris Schutz (Brothers, Dotter), 0:5 (46:57) Chris Schutz (Brothers), 0:6 (52:57) Chris Schutz (Reuß, Brothers)


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