Sechs Oberligisten stehen vor dem direkten ViertelfinaleinzugVier Mannschaften müssen in die Verlängerung

Die Serie zwischen dem Deggendorfer SC und den Hammer Eisbären ist aktuell ausgeglichen. (Foto: Florian Groiß)Die Serie zwischen dem Deggendorfer SC und den Hammer Eisbären ist aktuell ausgeglichen. (Foto: Florian Groiß)
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Dahinter beginnen jedoch einige Überraschungen. Dass der Nordritte aus Essen gegen Peiting vor dem Rauswurf steht, kann sicherlich als solche gewertet werden und auch die Verlängerung, die für Deggendorf gegen Hamm ansteht. Dass das Duell zwischen Memmingen und Halle Overtime-Potenzial hat, war klar, aber dass die Hannover Indians gegen Altmeister Riessersee den Sweep anstreben, war vorher sicherlich nicht erkennbar.

Am Freitag beginnt bereits um 19.30 Uhr die Partie zwischen Heilbronn und Erfurt. Die sieben weiteren Begegnungen beginnen sämtlichst um 20 Uhr.

Herner EV Miners – Blue Devils Weiden 2:9 (2:0, 0:5, 0:4)

Serienstand: 0:2

Das Ganze hatte etwas von einer Bestrafung. Da wagte es der schwächste Nordverein, gegen den Südmeister und Aufstiegsfavoriten nach dem ersten Drittel mit 2:0 in Führung zu gehen. Sollte eine Überraschung möglich sein? Nein, denn nach vermutlich einer Kabinenpredigt in der ersten Pause wandelten die Weidener den Rückstand innerhalb von nur fünf Minuten in eine Führung, die danach kontinuierlich ausgebaut wurde. Dass es am Ende nicht zweistellig wurde, war vermutlich den zum Schluss nicht mit letzter Konsequenz spielenden Weidenern sowie Hernes Torwart Finn Becker zu verdanken, der trotz der nur 77 Prozent Fangquote noch zu den Besten seines Teams avancierte. Herne zeigte das für sie maximal mögliche, wird aber mit 99,9-prozentiger Sicherheit ab dem kommenden Samstag die Freuden des Sommers genießen können. Bei Weiden überragten McPhee-Ward sowie Rubes mit je vier, sowie Samanski, Davis und Bettauer mit je drei Punkten. Für Herne war es übrigens die höchste Heimniederlage seit dem Januar 2014, damals ein 4:11 gegen Kassel.

Tore: 1:0 (05:02) Christopher Hayes (Krüger, Nedved 5-4), 2:0 (08:27) Dennis Swinnen (Döring, Ackers), 2:1 (20:41) Neal Samanski (McPhee-Ward, Bettauer), 2:2 (22:25) Martin Hlozek (Thielsch, Müller), 2:3 (25:25) Tyler McPhee-Ward (Thielsch, Bettauer), 2:4 (35:14) Vladislav Filin (Samanski, McPhee-Ward), 2:5 (37:58) Daniel Bruch (Rubes, Elsner 5-4), 2:6 (40:39) Tyler McPhee-Ward (Samanski, Bettauer), 2:7 (44:31) Tomas Rubes (Elsner, Gläser), 2:8 (45:27) Kurt Davis (Elsner, Rubes 5-4), 2:9 (54:55) Luca Gläser (Rubes, Davis 5-4),

Höchstadt Alligators – Hannover Scorpions 2:8 (2:1, 0:5, 0:2)

Serienstand: 0:2

Der Spielverlauf war ähnlich wie in Herne. Beide Gastgeber hatten gegen ihre Gegner keine echte Chance. Höchstadt konnte im ersten Drittel, als die Kräfte fast noch komplett vorhanden waren, gut mithalten, kassierte aber in der 26. Minute innerhalb von nur 14 Sekunden einen Doppelschlag und war danach auf verlorenem Posten. Die Alligators zeigten vor immerhin knapp über 700 Zuschauern eine gute kämpferische Leistung, mit der der Nordmeisters jedoch nicht in Gefahr gebracht werden konnte. Beste Akteure bei den Scorpions waren Kabitzky und Aquin mit je drei Punkten, sowie die Doppelpunktler McPherson, Koch, Wruck und Götz.

Tore: 1:0 (01:58) Tim Zimmermann (Neugebauer, Topol), 1:1 (07:36) Andre Reiss (Koch, McPherson), 2:1 (15:47) Dmitrij Litesov (Planics, Dalldush), 2:2 (21:13) Pascal Aquin (4-5), 2:3 (24:11) Christoph Kabitzky (Götz, Wruck), 2:4 (24:40) Marcus Götz (Wruck, Aquin), 2:5 (33:45) Patrick Klöpper (Rinke, Dybowski), 2:6 (35:19) Allan McPherson (Koch, Raabe), 2:7 (54:23) Christoph Kabitzky (Heinrich), 2:8 (59:54) Christoph Kabitzky (M. Knaub, Aquin)

Black Dragons Erfurt – Heilbronner Falken 2:5 (1:0, 1:2, 0:3)

Serienstand: 0:2

Trotz einer großen kämpferischen Leistung gelang es den Black Dragons nicht für eine Überraschung zu sorgen. Allerdings waren sie nahe dran, denn der süddeutsche Vizemeister hatte zwei Drittel seine liebe Mühe mit den Black Dragons. Überragend auf heimischer Seite dabei der Finne Haarala, der als Doppeltorschütze fungierte. Bei Heilbronn sorgten die üblichen Scorer, die Gebrüder Wernerson Libäck, Uski sowie Cabana für die Sicherung des Erfolges.

Tore: 1:0 (11:38) Santeri Haarala, 1:1 (26:53) Frederik Cabana (Pavlu), 1:2 (33:12) Frederik Cabana (Just, Jentsch), 2:2 (38:46) Santeri Haarala (Keil 5-4), 2:3 (43:51) Pontus Wernerson Libäck (L. Wernerson Libäck), 2:4 (46:51) Thomas Supis (Verelst, Dell), 2:5 (58:26) Oula Uski (P. Wernerson Libäck, L. Wernerson Libäck)

Tölzer Löwen – Tilburg Trappers 2:4 (0:3, 0:0, 2:1)

Serienstand: 0:2

Vor sieben Jahren traten die Tilburger zuletzt in Bad Tölz an. Sie verloren 2:4, und weil es das Finale war, stiegen die Tölzer Löwen damals auf. Nun endete die Begegnung wieder 4:2, diesmal für die Trappers, und ein Happy End wird es wohl für die Löwen nicht geben. Die Niederländer gingen schnell mit 3:0 in Führung, ließen es im zweiten Drittel bereits ziemlich schleifen und hatten es ihrem Keeper Andree zu verdanken, dass es ohne Gegentor in die zweite Pause ging. Danach drückten die Löwen nicht mehr ganz so stark, aber ein Fast-Doppelschlag zwischen der 55. und der 59. Spielminute machte die Begegnung noch einmal spannend. Natürlich nahm Löwen-Dompteur Kammerer seinen hervorragenden Keeper Salvarani vom Eis, aber die letzte Option war zum scheitern verurteilt, als der Trappers-Kanadier Gracel mit einem Empty-Netter die Partie entschied. Beste Akteure bei den Gastgebern war neben dem Torhüter der Doppeltorschütze Schmidpeter sowie als Assistgeber Edfelder. Ansonsten gefiel die gesamte Mannschaft mit einer tadellosen kämpferischen Einstellung. Bei den Trappers waren Borgman und Gracel neben Keeper Andree die besten Akteure.

Tore: 0:1 (03:49) Giovanni Vogelaar (Borgman 5-4), 0:2 (10:54) Max Hermens (Gracel, Oliver), 0:3 (19:48) Bjorn Borgman, 1:3 (54:24) Marc Schmidpeter (Edfelder, Schüpping), 2:3 (58:10) Marc Schmidpeter (Piipponen, Edfelder), 2:4 (59:49) Branden Gracel (ENG)

EC Peiting – Moskitos Essen 6:4 (0:1, 3:2, 3:1)

Serienstand: 2:0

Ausgerechnet in der ersten Play-off-Begegnung in Peiting endete eine Essener Serie. Nach vier Siegen in Serie riss diese und die Peitinger konnten nicht nur diesen kleinen statistischen Erfolg feiern, sie führen gegen den Norddritten nun bereits mit 2:0 und können am Freitag den Sack am Essener Westbahnhof zu machen. Doch es wird sicherlich noch ein hartes Stück Arbeit, denn die Essener gingen zweimal in Führung, glichen den Rückstand zum 2:3 aus, kassierten aber im letzten Drittel durch zwei Unachtsamkeiten zwei Gegentore, die die Partie schließlich entschieden. Bei Peiting überzeugte die gesamte Mannschaft, aber das Krönchen ging an Leon van der Linde, der als rechter Defender mit zwei Assist zusammen mit Besl, Payeur und Heger und Ouderkirk, der sogar drei Punkte einsammelte, zu den Aktivposten gehörte. Bei Essen, dass nicht gewohnt sein lettisches Trio in Aktion bringen konnte, zeigte trotzdem Zolmanis mit zwei Punkten die beste Leistung. 

Tore: 0:1 (11:54) Dennis Reimer (del Monte, Heyer), 1:1 (22:38) Sean Morgan (Heger, Ouderkirk 5-3), 1:2 (30:28) Carl Konze (Zolmanis), 2:2 (31:26) Marc Besl (Ouderkirk, Payeur), 3:2 (32:53) Thomas Heger (Holzmann),3:3 (39:05) Enrico Saccomani (Zolmanis), 4:3 (47:09) Felix Beauchemin-Brassard (van der Linde), 5:3 (50:27) Marc Besl (Gohlke, van der Linde), 6:3 (58:02) Samuel Payeur (Beck, Ouderkirk), 6:4 (59:25) Alexander Komov (Frick)

Saale Bulls Halle – Memmingen Indians 4:3 (0:1, 2:1, 2:1

Serienstand: 1:1

Vor immerhin 1.421 Fans besiegten die Saale Bulls ihren bayrischen Kontrahenten und glichen somit diese Serie aus. Allerdings sah es zu Anfang nicht danach aus. Memmingen spielte defensiv stark, strukturiert, gut eingestellt und ging nicht unverdient mit 2:0 in Führung. Aber Halle kämpfte sich zurück, glich im Mitteldrittel innerhalb von nur 162 Sekunden aus. Die Indians ließen sich jedoch nicht beeindrucken, trafen in der 43. Minute zur erneuten Führung und kassierten zehn Minuten später einen noch schnelleren Doppelschlag. Diesmal brauchten die Bulls nur 63 Sekunden, um aus dem Rückstand eine Führung zu machen, die diesmal bis zum Ende hielt.

Tore: 0:1 (03:13) Jaroslav Hafenrichter (Pekr, Homjakovs), 0:2 (27:44) Linus Svedlund (Homjakovs, Hafenrichter), 1:2 (30:00) Georgiy Saakyan (Vihavainen, Weyrauch 5-4), 2:2 (32:42) Adam Domogalla (V. Knaub), 2:3 (42:10) Milan Pfalzer (Marsall, Dobryskin), 3:3 (51:18) Erik Hoffmann (Schmid, Merl), 4:3 (52:21) Thomas Merl (Kurz, Elo 5-4)

SC Riessersee – Hannover Indians 1:3 (0:1, 0:2, 1:0)

Serienstand: 0:2

Erstmals seit elf Jahren, damals noch in der DEL2, trafen sich beide Mannschaften in Garmisch und wie damals (3:2) gingen die Indians als Sieger vom Eis. Entscheidend in der Begegnung, die im Gegensatz zum Sonntag nicht vogelwild, sondern, aus taktischer Sicht sehr kühl ausgetragen wurde, dass die Indians gelernt hatten und die Garmischer Topscorer Soudek, Veber und Zawatsky, Dibelka fehlte, an der kurzen Leine hielten. Zudem stand Brett Jaeger im Tor, der wie am Sonntag mit seiner ruhigen Art dazu beitrug, dass die Niedersachsen sehr sicher agierten. Sehr unglücklich für die Werdenfelser, dass ihr zweites Foul in der 18. Minute durch Allavena eiskalt ovn Gron ausgenutzt wurde. Im zweiten Drittel erhöhte zunächst Pohanka, ehe Salituro mit einem schönen Tor in Überzahl für die Vorentscheidung sorgte. Im letzten Spielabschnitt versuchten die Garmischer noch einmal alles, aber die flexibel spielende Gästeabwehr ließ sich nur noch einmal von Bader düpieren. Bei Garmisch überzeugte die Moral, bei den cool spielenden Hannoveranern die Überzahlstärke (67 Prozent) und die disziplinierte Spielweise. Beste Akteure der Indians waren Robin Palka und Tobias Möller mit je zwei Punkten.

Tore: 0:1 (18:45) Tyler Gron (Möller, R. Palka 5-4), 0:2 (28:43) Branislav Pohanka (Varttinen, Bacek), 0:3 (34:59) Dante Salituro (D. Palka, Möller 5-4), 1:3 (50:48) Quirin Bader (Veber, Mayr),

Hammer Eisbären – Deggendorfer SC 4:6 (2:2, 1:2, 1:2)

Serienstand: 1:1

Das war knapp am Ende. Die Deggendorfer, die als Favorit in die Serie gegangen waren und schon nach dem ersten Heimspiel in Druck gerieten, zeigten in Hamm, dass sie gewillt sind, aus eigener Kraft die nächste Runde zu erreichen. Allerdings machten es ihnen die Eisbären nicht leicht. Entscheidend für den Sieg war wohl die Phase zwischen der 17. und der 28. Spielminute, als der DSC aus dem 1:2 ein 4:2 machte. Danach gelang es den Eisbären zwar zweimal den Anschluss herzustellen, der Weg zum Ausgleich war letztendlich dann doch zu lang. Trotzdem konnte Greilinger erst mit seinem Empty-Netter sechs Sekunden vor Spielende für die endgültige Entscheidung sorgen. Beste Akteure bei den Gastgebern waren Schutz und Nieleck, bei Deggendorf Leinweber, Greilinger und Dusek. Damit haben die Deggendorfer sich den Heimvorteil wieder zurückerobert. Wer am Ende jedoch die Nase vorn haben wird, steht noch in den Sternen.

Tore: 0:1 (07:46) Ondrej Pozivil (Röthke), 1:1 (10:35) Lennard Nieleck (Spacek, Schutz), 2:1 (14:53) Moritz Israel (Reichert), 2:2 (16:27) Antonin Dusek (Röthke, Pozivil), 2:3 (22:42) Martin Heinisch (Schopper, Elsberger), 2:4 (27:58) Antonin Dusek (Grossrubatscher, Leinweber), 3:4 (30:34) Christopher Schutz (Nieleck), 3:5 (40:12) Carter Popoff (Leinweber), 4:5 (57:40) Oleg Tschwanow (Demmler), 4:6 (59:54) Thomas Greilinger (ENG)


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