Scorpions ziehen ins Traumfinale einHannover Scorpions

Scorpions ziehen ins Traumfinale einScorpions ziehen ins Traumfinale ein
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Auch wenn die Serie 3:0 für die Hannover Scorpions ausging, sie war deutlich spannender, als das blanke Ergebnis aussagt. Die Falken hatten die relativ kurze Fahrt nach Langenhagen keineswegs als Betriebsausflug angesehen. Im ersten Drittel hielten sie sich ausgesprochen zurück, was durchaus verständlich war. Mit den Kräften haushalten war die Devise und so kam es, dass man auf nur fünf Torschüsse auf das Tor des guten Scorpions-Keepers Jimmy Hertel kam. Auf der Gegenseite hatte Falken-Torhüter Mario d`Antuono deutlich mehr zu tun. Eine Arbeit, die er glänzend machte, sein Team mehrfach mit schnellen Reaktionen im Spiel hielt. Dazu kam, dass die Hannoveraner in der Kategorie „Präzises Schießen“ versagten. Bereits nach 80 Sekunden hatte Robin Ringe die erste von 35 Chancen, d`Antuono hatte die besseren Nerven. In der Folgezeit versuchte sich Vaillancourt, Deichstätter, Morczinietz und natürlich Lehmann, aber immer wieder war entweder die konzentrierte Braunlager Abwehr auf der Höhe oder die letzte Absicherung Mario d`Antuono. Daher war das 1:0 nach dem ersten Drittel, das Tor hatte Darcy Vaillancourt (3.) erzielt mehr als verdient.

Scheinbar hatten beide Vertretungen in der ersten Pause vom großen Krafttrunk zu sich genommen, denn die erste Phase begann deutlich engagierter. Bereits nach wenigen Sekunden hätte Scorpions-Defender Danny Reiss für das 2:0 sorgen können, scheiterte aber, wie bemerkten es bereits, am starken Braunlager Keeper. Dann scheiterte Spenke und, als wenn sie jetzt von den Hannoveraner Möglichkeiten genug hatten, griffen die Falken zur besten möglichen Waffe, der Gegenwehr. Der am heutigen Tage sehr starke Robert Wittmann setzte sich an der Bande durch, bediente Michael Schwindt vor dem Kasten und der jagte die Scheibe in das leere Scorpions-Tor. Die geschockten Gastgeber liessen wenige Sekunden später Schwab aus den Augen, aber dieser verfehlte mit der Schaufel den Puck und das 1:2, was Robert Wittmann (28.) dreißig Sekunden später mit einem Traumtor in den rechten Winkel nachholte. Dass der Titelverteidiger aus einem ganz anderen Holz geschnitzt ist wie die meisten Nordgegner zeigte das 2:2. Morczinietz bediente, sich hinter dem gegnerischen Tor befindend, per Rückhandpass Phil Hungerecker (32.) und der glich aus. Doch noch hatten die Harzer ihr Pulver nicht verschossen und sie hatten Glück. Das Schiri-Trio übersah in der 36. Minute ein Abseits, Fichtl und Pipp kombinierten die Scorpions-Defensive ins Leere und der überragende Robert Wittmann brachte seine Farben erneut in Führung. Kurz darauf hatte Bilstein noch die Chance zum 2:4, verfehlte aber das gegnerische Tor nur knapp.

Begann das zweite Drittel schon engagiert, war es im dritten Drittel förmlich explosiv. Ganze 18 Sekunden nach Wiedereröffnung glich Daniel Reiss (41.) zum 3:3 aus. Das brachte zusätzlichen Schwung in die Reihen der Gastgeber, die jetzt vehement die Ergebnisführung anstrebten. Im Gegensatz zum Ausgleich hatte dann das 4:3 für die Scorpions jedoch einen schalen Beigeschmack. Fichtl wurde im Zweikampf von Morczinietz zu Boden gedrückt, konnte dann ungehindert einen Pass zu Sebastian Lehmann (44.) abgeben, den dieser zur Führung ausnutzte. Die nun nachlassenden Gäste zeigten dann beim 3:5 deutlich, dass die Konzentration nachließ. Vaillancourt setzte sich gegen zwei Braunlager durch, bediente Andreas Morczienitz (46.) und dieser lenkte die Scheibe mit einem präzisen Schlenker an der verdutzten Braunlager Defensive vorbei in die Maschen von Mario d`Antuono. Sollte dies das Halbfinale gewesen sein. Bernd Wohlmann, Manager und Trainer in Personalunion bei den Falken, setzte auf seine ganze Motivationskraft, griff tief in die Trickkiste und setzte nur noch sein physisch Besten ein und hatte Glück. Eine der bis dahin wenigen Strafzeiten nutzten seine Jungs zum Anschluss. Erik Pipp (55.) überraschte mit einem trockenen Handgelenkschuss Jimmy Hertel und machte die Partie zum Ende noch einmal spannend. Leider wurde dieser Spannungsmoment durch eine Aktion noch weiter entfacht auf die jeder gerne verzichtet hätte. Einer der Besten im Scorpions-Trikot, Darcy Vaillancourt, ritt förmlich der Teufel, als er vier Minuten vor Schluss den besten Braunlager, Robert Wittmann, mit der Kelle abschoss und dieser anschließend nur mit Hilfe von Mitspielern in die Kabine gelangte. Eine Matchstrafe wäre in Ordnung gewesen, die ausgesprochene Fünfer plus Spieldauer eigentlich ein Gnadenakt von Schiedsrichter Jan Korb. Diese Strafe brachte den Gästen einen nicht erwarteten Vorteil, den sich nicht nutzen konnten. Zwar hatte der starke Bilstein eine letzte Möglichkeit, die von Hertel pariert wurde und im Gegenzug markierte Sebastian Lehmann (60.) mit einem Empty-Netter den Endstand von 6:4.

Falken-Trainer Bernd Wohlmann: „Ein verdienter Sieg der Scorpions. Trotzdem hatten wir im Mitteldrittel die Hannoveraner am Rand einer Niederlage. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Hoffentlich sehen wir uns in der neuen Saison wieder.“

Scorpions-Trainer Lenny Soccio: „Ein glücklicher, aber auch verdienter Sieg. Braunlage war ein würdiger, starker Halbfinalgegner. Ab jetzt ist alles möglich.“

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