Scorpions überrennen Piranhas mit 10:4Furioses erstes Drittel

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Mit einem mehr als deutlichen 10:4 (6:1, 2:3, 2:0) vor 842 Zuschauern über überforderte Rostock Piranhas festigten die Hannover Scorpions ihren dritten Platz in der Oberliga Nord und wehrten damit den Angriff der benachbarten Indians erfolgreich ab.

Eigentlich sollten die Rostocker als Ostseestädter das kennen. Aus einem lauen Lüftchen, sprich dem schnellen 1:0 durch Jeffrey Keller (4.), wird ein stärkerer Wind, initiiert von Florian Spelleken (9.) und schließlich ein Orkan in Form dreier Tore. Verantwortlich für diesen Torsegen Andreas Morczinietz (12.), Daniel Lupzig (13.) und noch einmal Andreas Morczninietz (14.). Nach einer Viertelstunde stand es 5:0 und die Fans waren begeistert, während den Rostockern wohl der Kopf schwirrte. Nur mit Mühe kam der REC wieder auf die Beine, musste jedoch drei Minuten vor Drittelende noch das halbe Dutzend hinnehmen, als der heute sehr gut aufgelegte Jeffrey Keller mit seinem siebten Saisontor einlochte. Da tat es dann der getroffenen Rostocker Seele gut, dass Paul Stratmann Sekunden vor der Sirene wenigstens das Ehrentor erzielte und damit seinem Team wieder Leben einhauchte.

Natürlich war zu diesem Zeitpunkt der Drops gelutscht, aber die Frage hieß: Wird der Orkan anhalten oder werden die Piranhas ein Mittel finden, um die drohende zweistellige Niederlage zu verhindern? Trainer Sergey Hatkevitch muss in der Kabine zumindest zum Teil richtige Worte gefunden haben, denn der REC trat im zweiten Drittel zumindest mit dem Willen an, nicht unterzugehen , und hatte durchaus Erfolg. Der stärkste Rostocker des Tages, Arthur Lemmer konnte innerhalb von nur vier Minuten (23., 27.) bei einem weiteren Scorpions-Tor von Phil Hungerecker (25.) auf 3:7 verkürzen. Dieser Spielstand hatte jedoch ganze 14 Sekunden Bestand, dann erhöhte Sachar Blank (27.) auf 8:3, das Torefeuerwerk ging indes weiter. Die jetzt wieder leicht erstarkten REC-Cracks nutzten ihr Zwischenhoch zu einem weiteren Tor. Tim Dreschmann (32.) markierte in Überzahl das 4:8 und ließ eventuellen Hoffnungen noch Raum. Auch wenn der Wille da war, die Scorpions ließen sich im letzten Drittel von den Rostockern, deren Kraftreserven nun klar limitiert waren, nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Im Gegenteil, man hatte das Gefühl, dass die Hausherren den Gegner für den Zwischenspurt mit einem zweistelligen Ergebnis bestrafen wollten, was im Endeffekt dann auch gelang. Sachar Blank (45.) und Daniel Lupzig eine Sekunde vor Schluss (60.) erhöhten schließlich auf ein 10:4, dass auf Grund des ersten Drittels auch in der Höhe verdient war.

Mit diesem Erfolg können die Scorpions nun mit erhobenem Haupt in die kurze Oberliga-Spielpause gehen, ehe es am 13. November mit einer Auswärtsbegegnung in Herne (20 Uhr) wieder weitergeht. Die Rostocker dagegen müssen aufpassen, dass sie nicht in der Tabelle weiter rutschen, denn am Sonntag (19Uhr) sind sie gegen Tabellenführer Duisburg eindeutiger Außenseiter.

Tore: 1:0 (3:56) Jeffrey Keller (Goller), 2:0 (8:53) Florian Spelleken (Bacek, Blank), 3:0 (11:19) Andreas Morczinietz (Koziol, J.Keller), 4:0 (12:25) Daniel Lupzig (Wikström,Richardt /5-4), 5:0 (13:39) Andreas Morcznietz (Koziol, J.Keller), 6:0 (17:10) Jeffrey Keller (Morczinietz, Barrein), 6:1 (19:00) Paul Stratmann (Lemmer, Sulcik), 6:2 (22:44) Arthur Lemmer (Sulcik, Stratmann), 7:2 (24:45) Phil Hungerecker (Bacek, Blank),7:3 (26:11) Arthur Lemmer (Sulcik, Stratmann), 8:3 (26:25) Sachar Blank (Bacek, Hungerecker), 8:4 (31:40) Tim Dreschmann (Kohl, Stramkowski/5-4), 9:4 (44:58) Sachar Blank (Bacek, Hungerecker), 10:4 (59:59) Daniel Lupzig (Wikström, Richardt). Strafen: Hannover Scorpions 8 plus 5 + Spieldauer (Goller), Rostock Piranhas: 12 + 5 + Spieldauer (Sulzik). Zuschauer: 842.

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