Scorpions stürmen wieder auf Platz 1Hannover Scorpions

Scorpions stürmen wieder auf Platz 1Scorpions stürmen wieder auf Platz 1
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Das Topspiel des Wochenendes, und das gilt für alle Oberligen, war die Begegnung im Norden zwischen dem Tabellenzweiten aus Hannover und dem Spitzenreiter, den Piranhas aus Rostock. Die Begegnung brachte das erhoffte Spitzeneishockey, ja, der Norden brachte zum Ausdruck, dass er, zumindest in der Spitze, mit den restlichen Oberligen mithalten kann. Das einzige traurige an diesem Duell war, dass nur knapp 1.200 Fans dem Ereignis beiwohnten, was allerdings nicht an den Fans beider Vertreter lag, sondern schlicht am Fassungsvermögen der Langenhagener Eishalle.

Schon im ersten Drittel zeigten beide Teams, warum sie an der Spitze standen. Die osteuropäisch angehauchten Gäste, drei Tschechen und ein Slowake stehen im Aufgebot, boten die technisch etwas feinere Klinge. Bereits im Mitteldrittel wurden die Gastgeber erwartet, die Räume eng gemacht und die Mannen von Scorpions-Coach Lenny Soccio fuhren eine Passquote ein, die unterhalb des Äquators angesiedelt war. Zwar ließen die Gäste höflicherweise Scorpions-Kapitän Andreas Morczinietz die erste Chance, aber dann hätten Karol Bartanus und Paul Stratmann für die Gästeführung sorgen können, ja müssen. Bereits zu diesem Spielzeitpunkt zeigte sich, dass ein Mann bei den Gastgebern aktuell einen besonderen positiven Trend setzt. Keeper Maximilian Englbrecht avancierte zum Matchwinner, auch wenn er bei dem einzigen Gegentor nicht sehr glücklich aussah. Engelbrecht zeigte bei beiden Unterzahlsituationen im ersten Spielabschnitt glänzende Reaktionen, unterstützt von einer Defensive, die den Rostockern kaum Möglichkeiten zum Schuss ließ. Wie es geht, wenn die Topakteure mal Platz haben, zeigte dann Andreas Morczinietz, als er mit einem genialen Querpass den völlig freien Christian Neuert (15.) bediente und dieser das, zu diesem Zeitpunkt, glückliche 1:0 besorgte. Aus welchem Holz die Ostseestädter geschnitzt sind, zeigte sich in den Minuten danach. Ein kurzes Durchschütteln, dann ging es wieder in Richtung Scorpions-Gehäuse und der erzeugte Druck rief die einheimische Fangemeinde in Aktion, die deutlich merkte, dass ihre Jungs die Unterstützung der Ränge brauchte.

Das zweite Drittel begannen die Piranhas, wie man es von Raubfischen erwartet. Giftig, körperlich präsent, versuchte man die heimische Defensive, vortrefflich von Jan Hemmes organisiert, unter Druck zu setzen. Jan Zib versuchte sich bereits nach 50 Sekunden an den Fangkünsten von Englbrecht und scheiterte. Wie man es zu Wege bringt, zeigten dann die Gastgeber zwischen der 25. und 27. Spielminute. Sven Gerbig passte in Überzahl mehr als er schoss und der fast neben dem Tor stehende Christian Neuert durfte die Scheibe, völlig allein gelassen, an dem starken REC-Keeper Tobias John vorbei zum 2:0 ins Tor lenken. Das war schon zum „Zunge schnalzen“ und es wurde noch besser. 80 Sekunden später, es gab ein Powerplay für Rostock, wollte Vitalij Blank den Puck an der blauen Linie fixieren, verlor dabei das Gleichgewicht und ließ Sven Gerbig (27.) laufen, der dem armen Tobias John bei seinem Break keine Chance ließ. Dieses Doppelschlag ließ die Rostocker taumeln und der zweiten Pause entgegen fiebern, auch wenn Eric Haiduk (30.) mit seinem Ehrentreffer, als er etwas überraschend für Englbrecht die kurze Ecke wählte, für das 1:3 sorgte.

Das drittel Drittel zeigte überdeutlich, dass die Gäste ihr beachtliches Pulver verschossen hatten. Alle Angriffsbemühungen wurden von den souveränen Scorpions im Keim erstickt und es wäre wohl auch bei dem 3:1 geblieben, wenn nicht REC-Verteidiger Keven Gall, immerhin ein Ex-Hannoveraner, sich in der 48. Minute den zweiten „Black-Out“ des Tages geleistet hätte, als er völlig unbedrängt vor dem eigenen Tor das Spielobjekt an Sven Gerbig verlor und dieser auch noch Tobias John im REC-Gehäuse austanzte.

Damit war die Messe gelesen, was  Rostocks Trainer Wolfgang Wünsche nach dem Spiel nicht davon abhielt, beide Mannschaften zu loben. Wünsche: „Die Neuen in der Oberliga Nord haben zu einer klaren Niveauerhöhung beigetragen. Die Scorpions und wir bewegen uns auf Augenhöhe und natürlich möchten wir das nächste Spiel wieder gewinnen.“ Scorpions-Coach Lenny Soccio: „Nach den drei Niederlagen (Rostock, Indians, Halle) bewegen wir uns jetzt wieder nach oben. Wenn Bovenschen wieder dabei ist, dann sind wir komplett und wir freuen uns auf die nächsten Spiele.“

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