Scorpions lassen FASS beim 9:2 keine ChanceKeine Probleme gegen die Berliner

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Mit einem deutlichen 9:2 (1:0, 4:0, 4:2) nach schwierigem ersten Drittel untermauerten die Hannover Scorpions ihre Ambitionen auf einen Play-off-Heimspielplatz in der Oberliga Nord, während FASS Berlin zeigte, dass der letzte Platz keineswegs das Ende der Fahnenstange sein muss.

Nach einer Schweigeminute für die Opfer des unfassbaren Gemetzels in Frankreich zeigte sich der Hausherr zwar in den ersten Spielminuten bemüht, scheiterte aber immer wieder an der Verteidigungsmauer der Gäste, die mir nur 15 Spielern nach Langenhagen gereist waren.

Bereits nach 64 Sekunden prüfte Anton Barrein das Bollwerk der Berliner mit einem famosen Damon Bonness, der zu Recht zeigte, dass FASS-Coach Czeslaw Panek auf ihn gesetzt hatte. Zwar versuchte FASS ebenfalls offensiv zum Zuge zu kommen, zeigte sich aber in der Offensive nicht stark genug, um die Defensive der Hausherren in Verlegenheit zu bringen. Erst Förderlizenzcrack Ryan Warttig, der zu den einsatzfreudigsten der Gäste gehörte, versuchte  sich mit einem verdeckten Schuss in der zwölften Minute, der fast sein Ziel gefunden hätte. Auf der anderen Seite versuchten die Berliner, die Scorpions in ihrem Drittel in die Ecke zu drängen, was nicht immer gelang und den Hausherren mindestens ein halbes Dutzend Möglichkeiten ermöglichte, die jedoch entweder kläglich vergeben oder von Bonness verhindert wurden. Für das letztendlich wichtige 1:0 sorgte dann, bei Powerplay, das Glück, als Stefan Goller bei einem Richardt-Schuss von der blauen Linie seinen Schläger reinhielt und Bonness ohne Chance war. Wie stark der gegnerische Keeper hielt, zeigte eine Szene in der letzten Spielminute des ersten Drittels. Wieder einmal war Andreas Morczinietz am Keeper gescheitert, diesmal aus etwa fünf Metern und zur Belohnung für seine großartige Leistung gab es vom Schützen einen Klapps auf den Helm.

Obwohl der Keeper der Berliner auch im zweiten Drittel tat was er konnte, der Druck der Scorpions war einfach zu groß. Zunächst verwertete Igor Bacek (23.) einen Querpass von Morczinietz und zwei Minuten später ließ Phil Hungerecker (25.) das 3:0 folgen, dass nicht nur eine Vorentscheidung bedeutete sondern gleichzeitig auch deutlich werden ließ, dass die heutige Option für die Berliner nur heißen konnte, mit nicht zu viel Gegentoren wieder die Heimreise anzutreten. Zu überlegen waren bis dahin die Hannoveraner. Zwar deuteten die Gäste im zweiten Spielabschnitt bei drei Großchancen durch van Lijden, Czajka und Leers ihre Gefährlichkeit an aber es blieb auch dabei, weil Scorpions-Keeper Korff jederzeit Herr der Lage war und sich seine Shut-Out-Chance bis in das dritte Drittel bewahrte. Dafür traf auf der Gegenseite der emsige Robin Marek (36.) sowie mit Tagestor Nr. 2 Igor Bacek (40.).

Auch im Abschlussdrittel ging das Einbahnstraßeneishockey weiter. Zwar durften die Berliner den ersten Warnschuss abfeuern (van Lijden, 42.), aber dann ging es nur in eine Richtung. Besonders schön dabei das 6:0 mit einem Treffer, der fast schon alleine das Eintrittsgeld wert war: Phil Hungerecker stand am linken Pfosten von Bonness, legte sich die Scheibe auf die Rückhand und schlenzte sie am Keeper vorbei in das obere rechte Eck. Die Gäste mussten daraufhin zwar durch Christoph Koziol (47.), Andreas Morczienitz (53.) und Kim Wikström (55.) noch drei weitere Gegentore hinnehmen, zeigten aber Moral und wurden mit zwei Toren, beide im Powerplay belohnt. Julian van Lijden (50.) und Ole Oleff (54.) überwanden Dennis Korff und am Ende konnte sogar noch das befürchtete zweistellige Ergebnis vermieden werden.

Die Scorpions schossen sich für das Derby am kommenden Wochenende (20. November; 19.30 Uhr)  gegen den Lokalrivalen vom Pferdeturm regelrecht ein. Besonders die Powerplay-Quote von 80 Prozent beeindruckte und auch in der Defensive standen die Scorpions, von einigen Situationen abgesehen, sehr stabil. FASS Berlin musste sich zwar die erwartete Niederlage abholen, zeigte aber gute Ansätze und sollte bald zum ersten Erfolg kommen.

FASS-Coach Czeslaw Panek: „Die Niederlage war zu erwarten. Als Tabellenletzter, ohne einige Förderlizenzspieler und dazu haben wir noch einige Verletzte, haben wir uns, besonders im ersten Drittel gut geschlagen.“

Scorpions-Coach Lenny Soccio: „Unser Problem sind die Chancen. 60:24 Schüsse und nur neun Tore, die Bilanz ist nur schwer akzeptabel. Vermutlich waren einige meiner Spieler schon im Geiste beim nächsten Heimspiel gegen die Indians. Zum Glück haben wir keine Verletzte und können voll konzentriert in das Match gehen.“

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