Scorpions halten Timmendorf auf Distanz3:1-Erfolg in Mellendorf

(Foto: Manfred Schneider)(Foto: Manfred Schneider)
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Die Spielverderber der Partie, die Leser werden es ahnen, waren die beiden Herren, die jeweils ihren Kasten bewachten. Mit Abstand bester Timmendorfer war Jordi Buchholz, der 33 Mal seinen Arbeitsgerät oder ein Körperteil zwischen Puck und Netz brachte und sein Team bis zum Ende am Leben hielt. Im Gegenteil, fünfzig Sekunden vor Schluss wagte sein Trainer Steve Pepin es sogar, ihn, den Star des Abends vom Eis zu holen um vielleicht sogar noch ein 3:3 schaffen. Das klappte jedoch nicht, wäre auch der Timmendorfer Ehre zu viel gewesen, denn wie bereits geschrieben, die Scorpions waren stellenweise hochüberlegen.  Besonders im ersten Drittel, in der Startphase, konnte man das Spiel als Einbahnstraßeneishockey bezeichnen. Nach drei Minuten hätte es schon 3:0 heißen müssen, aber mit Glück überstanden die Schleswig-Holsteiner den Dauerdruck und als sie anfangen, so etwas wie Gegenwehr aufzubauen, landete der Puck doch im Netz. Der sehr umtriebige Björn Bombis war der erfolgreiche Torschütze. Die nur sehr langsam auftauenden Gäste, mussten zwar fünf Minuten später das 2:0 von Chad Niddery hinnehmen, fingen sich dann aber und versuchten die ersten zaghaften Gegenangriffe, die jedoch von der gut aufpassenden und konsequent durchgreifenden Defensive um die Leader Schütt, Pantic und Fischer abgewehrt wurden.

Wer jedoch glaubte, dass es so weitergehen würde, sah sich getäuscht. Die Scorpions, die die ersten Minuten im Vorwärtsgang absolvierten, wurden nun früher und heftiger attackiert, und ließen sich auf die Provokationen ein. Das Ergebnis war ein kompletter Bruch im Spiel. Der Aufbau klappte nur noch bedingt und im Angriffsdrittel war kein Druck mehr zu erkennen. Die Timmendorfer versuchten zwar daraus Kapital zu schlagen, müssen aber noch an ihrer Torgefährlichkeit schrauben. Lediglich bei Abwehrfehlern der Scorpions schien ein Hauch Gefahr von Seiten der Gäste auszugehen, die dann auch prompt eine dieser Situationen für sich ausnutzten, als Patrick Saggau einen Fehlpass abfing und ganz alleine vor Scorpions-Keeper Linda auftauchte und diesen aus kürzester Distanz bezwang. Linda, der heute eine Fangquote von 95% aufwies und damit bewies, dass er ein starker Rückhalt für sein Team sein kann, war chancenlos. Dieses Gegentor machte die Scorpions noch nervöser und weil auch den Timmendorfern nicht viel einfiel, konnte der Zuschauer sich noch während des Spieles problemlos an einer der zahlreichen Buden anstellen, er verpasste nichts.

Das gleiche zähe Bild im dritten Drittel. Die einen wollten und konnten nicht und die anderen versuchten daraus ihre Vorteile zu ziehen, was ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt war. Alleine Bombis, wie gesagt noch einer der besten Scorpions, stand zweimal alleine vor Buchholz und beide Male gewann der Keeper das Duell. Lediglich Michael Budd stoppte kurz die Langeweile, als er in der 52. Minute gekonnt einen Bombis-Pass aufnahm und versenkte. 

Letzten Endes gewannen die Scorpions hochverdient, werden sich aber in der kommenden Woche, wenn zum letzten Testspiel die Saale Halle Bulls erscheinen, deutlich strecken müssen, wenn sie wieder siegreich sein wollen. Die Timmendorfer müssen schnellstens das Spiel aufarbeiten und sich um 100 Prozent steigern, wenn in zwei Wochen der Punktspielauftakt nicht voll in die Hose gehen soll.

Tore: 1:0 (7:44) Björn Bombis (Budd, Fischer), 2:0 (12:37) Chad Niddery (Lehmann, Weist), 2:1 (29:18) Patrick Saggau, 3:1 (51:54) Michael Budd (Bombis). Strafen: Hannover 18, Timmendorf 14. Zuschauer: 504.

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