Scorpions erobern Platz zweiHannover Scorpions

Scorpions erobern Platz zweiScorpions erobern Platz zwei
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Bereits von Anfang an wollten die Scorpions deutlich machen, dass sie nicht gewillt sind, die drei Punkte freiwillig abzugeben. Man hatte aber auch nicht den Eindruck, als ob die Timmendorfer an einen Sieg oder wenigstens an einen Teilerfolg glauben würden. Sofort stand das Hauptaugenmerk darauf, die Verteidigung zu stärken und keine Löcher zuzulassen. Scorpions-Coach Lenny Soccio: „Wir sind gut aus der Kabine gekommen, haben sofort die Führung übernommen.“ Ein Unterfangen, das nur zum Teil klappte und lediglich dadurch in den ersten 15 Minuten funktionierte, weil die Scorpions das Zielwasser scheinbar vor Spielbeginn verschüttet hatten. Vaillancourt (5.), Morczinietz (8., 14.) scheiterten frei vor dem engagierten und gut aufgelegtem Beach-Boy-Keeper Björn Reinke. In der 15. Minute war es dann endlich soweit. Andreas Morczinietz spritzte in einen Konter bei Unterzahl, vollendete gekonnte, indem er Reinke tunnelte und konnte sich anschließend einen Shorthander anschreiben lassen. Die ziemlich erschreckten Timmendorfer hatten danach ziemliche Mühe mit der Eigenorganisation, mussten dann jedoch das schnelle 0:2 hinnehmen, als Reinke zum x-ten Male sensationell reagierte, der Puck ihm aber aus dem Handschuh über die Schulter flog, direkt neben dem rechten Pfosten liegen blieb und Britt Quellette (16.) die Scheibe an zwei heranfliegenden Timmendorfer Verteidigern vorbei ins Tor schob.

Erheblich spannender der zweite Abschnitt, der fast mit einem Paukenschlag angefangen hätte. Morczinietz traf zum 3:0, aber das Tor wurde von Schiedsrichter Jan Korb nicht gegeben. Die Überlegenheit hielt noch kurz an, ließ die Scorpions sich sicher wähnen, was prompt ins Auge ging. (Soccio: „In dieser Phase haben die Kontrolle verloren“). Der an diesem Abend sehr stark agierende Kenneth Schnabel scorte in der 24. und 30. Minute, sorgte im Alleingang für den Ausgleich und für kurzfristig ratlose Gesichter bei den Scorpions. Zum Glück war gab es einen Britt Quellette, der wie bei seinem ersten Tagestreffer schnell reagierte. Morczinietz verzog, der Puck prallte gerade zurück und der Kanadier markierte das 3:2. (Beach-Boy-Trainer Thom: „Das 2:3 hat uns das Genick gebrochen. Wir hatten danach große Probleme in das Spiel zurückzufinden“). Für das 4:2 war dann wieder andere verantwortlich.  Phil Hungerecker (37.) versuchte sich mit einem Drehschuss aus unmöglichem Winkel und überraschte Björn Reinke. War das die Vorentscheidung?

Nun, nach wenigen Minuten drohte das Spiel zu einer langweiligen Angelegenheit zu verkommen. Die Scorpions hatten aus den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels gelernt, verwalteten nun im zweiten Versuch cleverer den Vorsprung. Damit es spannend wird, hatte sich Darcy Vaillancourt etwas besonders vorgesehen. Ein Kniecheck gegen Schnabel brachte ihm eine Spieldauer und weil sich Scorpions-Trainer Lenny Soccio: „Das hätte mir nicht passieren dürfen und hat die Jungs in Schwierigkeiten gebracht“, darüber übermäßig aufregte, hatten die Beach Boys auf einmal zwei Minuten doppeltes Überzahlspiel. Der Kapitän der Gäste, der im Engagement überragende Marcus Klupp, sorgte persönlich für das Anschlusstor und damit für eine, zumindest aus Gastgebersicht, unnötige Spannung. Zum Glück für die Scorpions fehlte jetzt den Timmendorfern die Kraft, so dass echte aufregende Szenen vor dem Kasten von Scorpions-Keeper Dennis Korff Mangelware blieben. Trotzdem blieb es spannend, denn auch den Gastgebern fiel nach vorne nicht viel Kreatives ein. Erst ein Empty-Netter von Andreas Morczinietz (60.) dreißig Sekunden vor Schluss bescherte dem Team und den Fans des neuen Tabellenzweiten einen ruhigen Schlaf.

Fazit: Ein verdienter Sieg der Hannover Scorpions, die im Wesentlichen von der Leistung des ersten Drittels lebten, als die Gäste noch gar nicht auf dem Eis waren. Ab dem zweiten Drittel waren die Ostseestädter gleichwertig, hatten aber keine echte Chance, den Rückstand über die Länge des Spieles auszugleichen.


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