Scorpions erklimmen die TabellenspitzeUnfassbar starke Powerplay-Quote

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Durch ein unglaublich starkes Powerplay begünstigt besiegen die Hannover Scorpions den ECC Preussen Berlin mit 8:3 (5:1, 1:0, 2:2) vor nur 691 Zuschauern und stehen nach drei Spieltagen verlustpunktfrei an der Spitze der Oberliga Nord.

Der Sieg war hochverdient und trotzdem fiel das 8:3 etwas zu hoch aus. Die Berliner Gäste zeigten sich keineswegs als deutlich schlechter, prüften die Scorpions-Defensive mehr als es dieser recht war und Dennis Korff musste mehr als einmal eingreifen.

Das Geheimnis des Sieges, Scorpions-Coach Lenny Soccio dürfte sehr zufrieden gewesen sein, war das Powerplay. Unter normalen Umständen sind die Vereinsverantwortlichen froh, wenn ihr Team sich der 25-Prozent-Marke nähert, 30 Prozent bedeuten da schon Note 1, die Scorpions dagegen pulverisierten förmlich diese Topnoten, waren bei zehn Möglichkeiten sieben Mal erfolgreich und schafften eine Quote von unfassbaren 70 Prozent. Damit liegen die Hannover Scorpions nach drei Spielen bei einem Schnitt von 55,6 Prozent, stehen natürlich Platz 1, gefolgt von Halle, das ebenfalls mit starken 50 Prozent beeindruckt.

Wenn das eine Powerplay so stark ist, dann muss aus logischen Gründen das Penaltykilling des anderen Vereines schwach sein. Die Preussen liegen nach dem heutigen Abend mit 52 Prozent auf Platz 17, nur noch unterboten von Erfurt, das mit unterirdischen 50 Prozent glänzt.

Das Spiel begann unterhaltsam, die Berliner versteckten sich nicht  und gingen, dann vielleicht doch etwas überraschend, bereits in der sechsten Minute durch Kumeliauskas (6.) in Führung. Das reizte den Favoriten, dessen Powerplay-Show im Anschluss begann. Top-Defender Jan Hemmes, eigentlich mehr zur Torevermeidung auf dem Eis, entdeckte seine Torjägerqualitäten, glich in Überzahl (7.) bereits 40 Sekunden später aus und brachte seine Farben daraufhin in der zehnten Minute in Führung. Es war das einzige Tor im ersten Drittel, das nicht im Powerplay erzielt wurde.

Im zweiten Drittel nahmen die Scorpions etwas das Tempo aus dem Spiel, ließen den Gegner mehr Raum. Allein elf Torschüsse für die Preussen, die gleiche Zahl schafften die Gastgeber, zeugt von der Ausgeglichenheit der Partie. Das einzige Tor in diesem Abschnitt, natürlich im Powerplay, besorgte Daniel Lupzig (29.).

Dass die Gäste das Überzahlspiel auch können, bewiesen sie gleich am Anfang des letzten Drittels. Robin Marek (Scorpions) musste auf die Bank und genau 30 Sekunden später netzte Michal Vymazal (44.) mit seinem ersten Saisontor ein. Das überragende Powerplay-Trio Lupzig (49.) , Morczinietz und Bacek war dann auch verantwortlich für Tor Nummer 7 und letztendlich das letzte Tor und damit die wichtige Differenz zum direkten lokalen und Oberligagegner Hannover Indians verantworten durfte ein Spieler, der paradoxerweise in der letzten Saison eben noch für diesen Rivalen aufgelaufen war: Frank Richardt. Der Verteidiger-Hüne beförderte die Scheibe in der 53. Minute zum 8:2 in die Maschen. Wie es sich für einen guten Gastgeber gehört, überließen die Hannover Scorpions die Ehre des ersten und des letzten Tores dem Gegner. Nico Jentzsch durfte in der 55. Minute bereits sein drittes Saisontor feiern und mit dem 3:8 aus Berliner Sicht auch die Niederlage etwas erträglich gestalten.

Am Sonntag muss der frischgebackene Tabellenführer nun nach Rostock. Der REC, zuletzt mit dem 3:8 bei den Indians und dem 1:7 in Duisburg ziemlich gerupft, wird versuchen, mit engagiertem Spiel seine Fans zurückzuerobern. Somit keine leichte Aufgabe um 19 Uhr für die Mannen von Lenny Soccio. Die Preussen treffen bereits um 16 Uhr auf die Schwarzen Drachen aus Erfurt. Wie eingangs beschrieben, spielen die zwei Teams mit den schwächsten Unterzahlformationen gegeneinander. Ausgang ungewiss.

Tore: 0:1 (5:54) Kumeliauskas (Arkuszewski, Wagner /5-4), 1:1 (6:38) Hemmes (Bacek, Morczinietz/5-4), 2:1 (09:21) Hemmes (Morczinietz, Koziol), 3:1 (10:07) Lupzig (Morczinietz, Bacek/5-4), 4:1 (14:27) Bacek (Morczinietz, Koziol/5-4), 5:1 (17:28) Hungerecker (Bacek, Wikström/5-4). 6:1 (28:36) Lupzig (Bacek, Morczinietz/5-4), 6:2 (43:19) Vymazal (Jentzsch, Gläser/5-4), 7:2 (48:28) Lupzig (Bacek, Morczinietz/5-4), 8:2 (52:41) Richardt (Blank, Wikström/5-4), 8:3 (54:54) Jentzsch (Gläser). Strafen: Hannover 22, Berlin 28 + 10 (Vymazal) + 10 (Menge). Zuschauer: 691.

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