Scorpions demontieren TabellenführerHannover Scorpions - Hannover Indians

Scorpions demontieren TabellenführerScorpions demontieren Tabellenführer
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In der mit 1438 Zuschauern ausverkauften Halle entwickelte sich zunächst ein schnelles Spiel auf gutem Oberliganiveau. Die Scorpions zeigten sich sofort bissig, hatten jedoch auch einen Gegner, dem man seine Platzierung ansah. Mit Selbstverstrauen starteten die Indians immer wieder gefährliche Konter. Für das erste Ausrufezeichen sorgte in der fünften Minute Scorpions-Neuzugang Darcy Vaillancourt, der Ackers zum ersten Mal prüfte. Überraschend in dieser Spielphase das 1:0, als Phil Hungerecker (6.) bei einer etwas unübersichtlichen Situation die frei neben dem rechten Pfosten liegende Scheibe über die Linie schob. In der Folgezeit versuchten die Indians verzweifelt, das Spielgeschehen an sich zu reißen, aber die immer wieder einen Schritt schnelleren Scorpions ließen ein Zurückkommen nicht zu. Im Gegenteil: Das 2:0, erzielt von Sebastian Lehmann(15.), war nicht nur schön anzusehen, es gab auch ein riesiges Loch in der Indians-Defensive, als man den von rechts anstürmenden Lehmann nicht angriff, so dass dieser förmlich zum Torerfolg gezwungen wurde. Und es wäre fast noch schlimmer gekommen. Ein Tor, erzielt von Danny Reiß in der 17. Minute, von der blauen Linie wurde nicht gegeben, so dass es beim 2:0 blieb. Zu diesem Zeitpunkt war Indians-Trainer Willmann bedient: „Wir waren nicht bereit. Das erste Drittel war eine Katastrophe.“

Wer jetzt auf eine Reaktion des Indians, des Tabellenführers der Oberliga Nord, hoffte, wartete vergebens. Im zweiten Drittel fand das körperlose Spiel der Indians seine Fortführung. Sebastian Lehmann (22.) nutzte gleich das erste Powerplay zum 3:0. Der ECH war nun vollends verunsichert, bekam im Gegensatz zum ersten Drittel jetzt auch im Powerplay keinen Schlittschuh auf das Eis und so war das 0:4 folgerichtig. Es fiel allerdings in Unterzahl und zeigte in seiner ganzen Form die heutige Hilflosigkeit. Jeffrey Keller(27.) spritzte in einen Fehlpass an der blauen Linie, jagte in das gegnerische Drittel und überwand den bedauernswerten Boris Ackers, der, trotz der vier Gegentore, bester Spieler seiner Mannschaft war. Ohne ihn hätte es vermutlich schon 0:7 zu diesem Zeitpunkt gestanden. „Wenn man mir ein Tor klaut, dann hole ich es mir zurück“, wird sich Danny Reiß gedacht haben und so war sein Tor zum 5:0 in der 35. Minute nur konsequent. Allerdings schienen sich die Indiane zu diesem Zeitpunkt schon aufgegeben zu haben. Es war aber auch zum Haare raufen. Als Andre Geratz in der 36. Minute frei vor dem Tor des guten und sehr sicheren Scorpions-Keepers Dennis Korff scheiterte, hatte man als Beobachter das Gefühl, dass es wenigstens mit einem Ehrentor der Indians auch in dieser Begegnung nichts mehr werden wird.

Das dritte Drittel wurde zu einer Demütigung des Tabellenführers. Die Körpersprache zeigte schon zu Beginn nichts Gutes an und sollte es schließlich auch werden. Ein schwerer Abwehrfehler brachte Sebastian Lehmann (45.) in direkte Schussposition und Ackers war geschlagen. 72 Sekunden später gar das 7:0, als Britt Ouellette (46.) einen scharfen Pass von Darcy Vaillancourt direkt nahm und den Puck in das linke Eck des bedauernswerten Ackers unterbrachte. Das von den Fans der Scorpions ersehnte zweistellige Ergebnis rückte in greifbare Nähe, als Jeffrey Keller (50.)  mit einer starken Aktion gar das 8:0 markierte. Damit war der Torhunger der Scorpions gestillt, die sich in den letzten Minuten nicht mehr groß anstrengten, während bei den Indians deutlich die Hilflosigkeit zu erkennen war. Ob bei 12 Sekunden Fünf gegen Drei oder fast vier Minuten Fünf gegen Vier, der Tabellenführer war heute nicht zu sehen. Wie überlegen die Scorpions waren, zeigt auch das Schussverhältnis von 22:55 aus Indians-Sicht.

Fazit: Ein hochverdienter Sieg des Tabellendritten, selbst in dieser Höhe. Für ECH-Trainer Peter Willmann: „Jetzt haben wir mal wieder einen in die Fresse bekommen, aber das muss wohl so sein. Jetzt heißt es „wieder aufstehen“, ist damit die Wochenaufgabe klar: Das Team wieder aufrichten, damit das kommende Wochenende erfolgreicher ausfällt. Scorpions-Trainer Lenny Soccio: „Jetzt wird gefeiert und dann geht die Arbeit weiter“ wird dagegen versuchen müssen, seine Jungs auf diesem Level zu halten, damit der Angriff auf die Tabellenkrone erfolgreich verläuft.


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