Scorpions bezwingen auch Halle und sind klar auf MeisterschaftskursCrocodiles überrennen Krefelder Nachwuchs – Erfurt schafft Befreiungsschlag

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Dieser Erfolg half zumindest auch dem Lokalrivalen vom Pferdeturm, der sich zu einem Sieg gegen Herford mühen musste, aber letztendlich auch von der Leipziger Pleite in Erfurt profitierte. Auch klar auf Angriffskurs die Tilburg Trappers, die mittlerweile Rang drei erklommen haben, aber jetzt sechs Punkte Rückstand auf Hamburg aufholen müssen. Diez-Limburg unterlag nach starkem Kampf in Herne, musste jetzt Duisburg bis auf fünf Punkte herankommen lassen. Überhaupt die Füchse. Jetzt liegen sie schon auf Rang neun, überholten die Herforder. Ganz hinten, am Tabellenende, tat sich nicht viel. Erfurt gewann, hat aber immer noch auf Essen einen gehörigen Rückstand und Rostock und Krefeld kassierten Niederlagen, haben mit der Vergabe der Pre-Play-off-Plätze kaum noch etwas zu tun.

Saale Bulls Halle – Hannover Scorpions 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)  

Es gab nur wenige Teams in der bisherigen Spielzeit, die den Scorpions ihr Spiel aufzwangen und die letztendlich dann doch knapp verloren. So ein Spiel erlebten die nur 1.077 Zuschauer in Halle, denn die Bulls waren optisch durchweg besser, aber sie versagten im wichtigsten Spieldetail, beim Toreschießen. Den Gästen genügten zwei Abschlüsse, danach standen sie diszipliniert in der Abwehr und wenn man was durchkam, dann wurde es die sichere Beute von Tophüter Brett Jaeger, der wiederum glänzende 97,1 Prozent Fangquote ablieferte und der sein Team in etlichen Fällen am Leben hielt. Erst in den Schlussminuten erzielte ausgerechnet ein sehr erfolgreicher Ex-Scorpion, Patrick Schmid, in Überzahl das Anschlusstor, aber es sollte am Ende nicht sein. Der clevere Tabellenführer schaffte auch die Hürde Halle und hat jetzt volle 14 PUnkte Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Hamburg.

Tore: 0:1 (35:17) Christoph Kabitzky (Aquin, Klöpper), 0:2 (28:59) Robin Just (Supis, Rinke), 1:2 (57:17) Patrick Schmid (Tousignant, Varttinen 5-4)

Herner EV Miners – EG Diez-Limburg 7:5 (1:2, 0:1, 3:2)

Da war schon eine gehörige Portion Glück mit im Spiel, zumindest für den Gastgeber aus Herne. Die äußerst agilen Limburger gingen jedenfalls zweimal in Führung (2:0, 3:2) und auch nach dem 3:5, als es vier Gegentore in Serie gehagelt hatte, blieben sie ihrem Spiel treu und nervten den HEV bis zum, für sie, bitteren Ende. Herausragend auf Herner Seite war Dennis Swinnen mit vier Scorerpunkten, darunter zwei Toren sowie der Doppeltorschütze Chris Seto. Auf Limburger Seite hatte Fedor Kolupaylo einen starken Auftritt sowie auch David Lademann und Paul König.

Tore: 0:1 (04:12) Fedor Kolupaylo (Brunner, König), 0:2 (12:34) Egils Kalns (Bajaruns, Brunner), 1:2 (12:31) Braylon Shmyr (Biezaijs, Swinnen), 1:3 (23:59) Fedor Kolupaylo (Zolmanis, Bajaruns), 2:3 (34:18) Dennis Swinnen (Shmyr, Hüfner), 3:3 (35:44) Nicolas Cornett (Köhler), 4:3 (36:40) Dennis Swinnen (Shmyr, Biezaijs), 5:3 (41:31) Chris Seto (Liesegang), 5:4 (43:27) Paul König (Kolupaylo, Lademann), 6:4 (44:39) Elvis Biezaijs (Shmyr, Swinnen), 7:4 (47:53) Chris Seto (Peleikis, Liesegang), 7:5 (50:56) David Lademann (Bajaruns, Zolmanis 5-4)

Tilburg Trappers – Hammer Eisbären 4:2 (0:1, 2:1, 2:0)  

Auch in Tilburg musste der hohe Favorit ganz schön Gas geben, um den renitenten Gast in die Schranken zu verweisen. Die Hammer, die in dieser Saison mit der Mannschaft vom Vorjahr nicht zu vergleichen sind, führten, nicht ganz zu Unrecht nach dem ersten Drittel, hielten auch im Mitteldrittel dem ungeheuren Druck der Tilburger stand und verloren erst in der Anfangshase des dritten Drittels den Stand, als sie innerhalb von nur fünf Minuten zwei Gegentore kassierten. Was jedoch beeindruckte. Danach stand das Team wie eine eins, hielt das Ergebnis, war jedoch nicht in der Lage, dem Spiel noch eine Wendung zu geben. Die niederländischen Leistungsträger waren diesmal, jeweils mit zwei Punkten, das Quartett van Soest, Bulmer, Timmer und Sars. Auf Hammer Seite überzeugte in erster Linie Torhüter Daniel Filimonow (91,3 Prozent Fangquote).

Tore: 0:1 (18:00) Artur Tegkaev (Lavallee, Spacek 5-4), 0:2 (22:05) Chris Schutz (Brothers, Reichert), 1:2 (27:03) Delano Hessels (Bulmer), 2:2 (30:31) Brett Bulmer (van Soest), 3:2 (42:00) Marvin Timmer (Sars, van Oorschot), 4:2 (44:56) Wouter Sars (van Soest, Timmer)

Crocodiles Hamburg – Krefelder EV U23 12:1 (3:0, 8:1, 1:0) 

Auch wenn der Gegner nur der Tabellenletzte war. Zwölf Tore wollen erst einmal geschossen werden. Selbstverständlich war es für die Crocodiles gegen den Krefelder Nachwuchs das Rekordergebnis und es war der höchste Sieg (Tordifferenz) seit dem September 2000, als Timmendorf mit einem 13:2 nach Hause geschickt wurde. Nach Spielbeginn deutete zunächst nicht viel auf einen so hohen Erfolg der Hamburger hin. Erst nach elf Minuten gingen sie in Führung und auch der Doppelschlag zum 2:0 und 3:0 war noch keine Entscheidung. Diese fiel jedoch zwischen der 30. und 40. Spielminute. Hier machten die Crocos aus einem 5:0 einen 11:1 Vorsprung, den sie im letzten Drittel nur noch verwalteten. Die besten Hamburger waren Adam Domogalla mit fünf Zählern, sowie Dennis Reimer, Juuso Rajala und Dominik Lascheit, die jeweils vier Zähler einheimsten. Für die Krefelder war es die höchste Auswärtsniederlage seit dem 1:13 bei den Scorpions im Februar dieses Jahres.

Tore: 1:0 (11:02) Maximilian Spöttel (Domogalla, Reed), 2:0 (16:03) Dominik Lascheit (Reimer, Tramm), 3:0 (17:45) Maximilian Schaludek (Domogalla, Rajala 5-4), 4:0 (23:26) Jussi Rajala (Reed, Moberg), 5:0 (26:56) Dennis Reimer (Lascheit, Rennert), 6:0 (30:54) Dominik Lascheit (Visner, Reimer), 6:1 (32:42) Martin Schymainski (Grygiel, Pfeifer), 7:1 (33:37) Harrison Reed (Rajala, Walch), 8:1 (33:52) Maximilian Schaludek (Spöttel, Domogalla), 9:1 (36:20) Tobias Bruns (Domogalla, Moberg), 10:1 (37:30) Adam Domogalla (Spöttel, Kuschel), 11:1 (39:04) Dominik Lascheit (Reimer, Visner), 12:1 (46:45) Harrison Reed (Moberg, Rajala 5-4)

Hannover Indians – Herforder EV 5:2 (1:0, 1:1, 3:1)  

Ein Arbeitssieg bemühter Indians, ohne Skinnars,  gegen Herforder, die motiviert waren, um eine hohe Niederlage zu verhindern, die aber auch zu wenig Torgefahr für einen Auswärtssieg ausübten. Die Indians, die schon in der letzten Woche zeigten, dass sie aus dem Spielrhythmus gekommen waren, gingen zwar früh in Führung, konnten diese jedoch nicht ausbauen und mussten in der Folgezeit mehrfach auf Torhüter Jan Dalgic zählen, der den Vorsprung in die erste Pause rettete. Auch das 2:0 von Schubert brachte keine Sicherheit in das Indians-Spiel und nach dem Anschluss von Nicklas Müller, der sich mit seinem dritten Tor auf Rang 124 der Torjägerliste verbesserte, war die Sicherheit endgültig dahin. Erst ein halber Doppelschlag von Dennis Palka und Sebastian Christmann ließ die Indians-Fans, von denen immerhin knapp über 2.700 gekommen waren, jubeln. Das Toptrio des Tages war auf Indians-Seite Defender Tobias Möller sowie Dennis Palka und Matthew Pistilli, auf Herforder Seite glänzte neben Keeper Justin Schrörs noch Dennis König.

Tore: 1:0 (03:53) Maks Selan (Messing, Pistilli), 2:0 (28:42) Jayden Schubert (R. Palka, Möller), 2:1 (32:33) Nicklas Müller (König), 3:1 (45:13) Dennis Palka (Möller, Christmann), 4:1 (47:45) Sebastian Christmann (D. Palka, Striepeke), 4:2 (53:48) Dennis König, 5:2 (55:34) Matthew Pistilli (Bacek, Esposito-Selivanov)

Black Dragons Erfurt – Icefighters Leipzig 6:4 (2:3, 3:1, 1:0) 

Die Negativserie der Erfurter hat hiermit sein Ende gefunden. Nach fünf Heimniederlagen in Folge gegen Leipzig konnte endlich wieder ein Sieg eingefahren werden. Dazu ein äußerst wichtiger, denn jetzt beträgt der Rückstand zum Tabellenzwölften, den Moskitos Essen, nur noch fünf Punkte und ein Spiel. Für die Leipziger dagegen war die Niederlage in Rückschritt, denn Hauptgegner Hannover Indians gewann und überholte somit wieder die Icefighters. Ärgerlich, denn die Icefighters drehten einen 0:2 Rückstand, glichen noch einmal zum 4:4 aus und kassierten das fünfte Gegentor vierzig Sekunden nach dem eigenen Ausgleich, um in der Schlussminute, ausgerechnet in eigener Überzahl, auch noch das entscheidenden sechste Gegentor zu fangen. Das Ganze ergibt bestimmt in der Woche in der Leipziger Kabine Diskussionsbedarf.  Matchwinner auf Erfurter Seite neben Torhüter Konstantin Kessler waren sicherlich Fritz Denner, dem höchstpersönlich die Wende vom 2:3 auf 4:3 gelang und Alexandre Ranger, der für die letzten beiden Erfurter Tore verantwortlich zeichnete. Beste Akteure auf Leipziger Seite waren Jonas Wolter sowie Joonas Riekkinen, Michael Burns und Connor Hannon.

Tore: 1:0 (03:15) Reto Schüpping (Bosas, Mannes 5-4), 2:0 (04:13) Maurice Keil (Kälble, Belendir), 2:1 (09:25) Jonas Wolter (Burns, Riekkinen), 2:2 (15:51) Connor Hannon (Wolter, Geiseler), 2:3 (16:31) Michael Burns (Heyter, Riekkinen), 3:3 (23:12) Fritz Denner (Weigandt, Herrschaft), 4:3 (29:28) Fritz Denner (Banach, Herrschaft), 4:4 (34:08) Jonas Wolter (Riekkinen, Hannon 5-4), 5:4 (34:48) Alexandre Ranger (Geuß, Gulda), 6:4 (59:19) Alexandre Ranger (Bosas, Banach 4-5)

Rostock Piranhas – Füchse Duisburg 3:6 (2:0, 1:3, 0:3)

Langsam mausern sie die Füchse Duisburg zum Auswärtsspezialisten. Der Erfolg in Rostock war nunmehr der vierte Sieg im zehnten Auswärtsspiel und es war der höchste Auswärtssieg seit dem 5:2 beim Nachbarn Krefeld im Januar 2020. Dabei war der Start zunächst etwas holprig. Die Rostocker gingen zweimal in Führung (2:0, 3:2), wurden jedoch mit dem schnellen vierten Gegentor im letzten Drittel kalt erwischt und hatten danach ihr Schussglück verlegt. Erst das Saisonpremierentor von Peter Zirnow kurz vor Spielende ebnete schließlich den Füchsen den Erfolg.

Tore: 1:0 (09:40) Tom Pauker (Döring, Ledlin), 2:0 (17:33) Keegan Dansereau (Barry, Hahn), 2:1 (20:22) Linus Wernerson Libäck (P. Wernerson Libäck, Grosse), 2:2 (24:38) Lars Schmitz (Lundh Hahnebeck, Krämer), 3:2 (30:30) Matthew Barry (Ledlin, Dansereau 5-4), 3:3 (35:27) Linus Wernerson Libäck (Krämer, Fischer) 3:4 (42:28) Lars Schmitz (Heatley, Cohut), 3:5 (57:04) Peter Zirnow (Cohut, Heatley), 3:6 (58:45) Pontus Wernerson Libäck (Uski 5-4)


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Oberliga Nord Hauptrunde

Sonntag 29.01.2023
Tilburg Trappers Trappers
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Saale Bulls Halle Halle
Black Dragons Erfurt Erfurt
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Hannover Scorpions Hannover (Scorp.)
Crocodiles Hamburg Hamburg
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Icefighters Leipzig Leipzig
Krefelder EV Krefeld
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Füchse Duisburg Duisburg
ESC Moskitos Essen Essen
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Hammer Eisbären Hamm
Herner EV Herne
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Hannover Indians Hannover (Indians)
Rostock Piranhas Rostock
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Herforder EV Herford
Dienstag 31.01.2023
Black Dragons Erfurt Erfurt
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ESC Moskitos Essen Essen
Freitag 03.02.2023
Hannover Indians Hannover (Indians)
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Hannover Scorpions Hannover (Scorp.)
Crocodiles Hamburg Hamburg
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Hammer Eisbären Hamm
Rostock Piranhas Rostock
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EG Diez-Limburg Limburg
Tilburg Trappers Trappers
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Icefighters Leipzig Leipzig
Herner EV Herne
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Herforder EV Herford
Black Dragons Erfurt Erfurt
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Saale Bulls Halle Halle
ESC Moskitos Essen Essen
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Krefelder EV Krefeld