Schwarzer Abend für beide hannoversche MannschaftenErfurt überrennt Scorpions, Tilburg und Halle siegreich

Kyle Beach (rechts) war an fünf Erfurter Toren beteiligt.  (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)Kyle Beach (rechts) war an fünf Erfurter Toren beteiligt. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)
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Aber auch die zweite hannoversche Vertretung, die Indians, hatten in ihrem Spiel keine echte Chance. Die Crocodiles gewannen überlegen mit 5:0 und rückten, bei einem Spiel Rückstand, bis auf fünf Punkte an den Tagesgegner heran. Während die Verfolger somit einknickten, leisteten sich die Ligaführenden Tilburg und Halle keine Schwächen, gewannen ihre Spiele und haben nunmehr, jeweils bei 40 Punkten fünf Zähler Vorsprung auf die Scorpions. Dass die Herner in der sportlichen Krise noch nicht bewältigt haben, zeigte das mühevolle 5:4 gegen Diez-Limburg. Ganz anders dagegen die direkt hinter Herne liegenden Erfurter, Herforder und Rostocker, die alle klar gewannen und einen wichtigen Schritt in Richtung Pre-Play-offs bewältigten.

Krefelder EV U23 – Tilburg Trappers 1:10 (0:3, 1:5, 0:2)

Eine eindeutige Angelegenheit war die Partie des Tabellenführers beim Vorletzten. Ohne sich zu verausgaben, gewannen die Niederländer zweistellig und brachten den Krefeldern wiederum die zweite zweistellige Heimniederlage hintereinander bei. Beeindruckend bei den Gästen, dass sie alle fünf Überzahlspiele erfolgreich abschließen konnten, was einer Erfolgsquote von 100 Prozent entsprach. Herausragend bei den Gästen der dreifache Torschütze Raymond van der Schuit und Brett Bulmer, dem sechs Scorerpunkte gelangen. Damit schob sich der Kanadier in der Scorerliste auf Rang 15 nach vorne. Bei den Krefeldern konnte noch am ehesten Julius Bauermeister gefallen, der bei den letzten katastrophalen Heimschlappen jeweils für das Ehrentor gesorgt hat.

Tore: 0:1 (00:14) Raymond van der Schuit (de Bonth, Stempher), 0:2 (10:18) Raymond van der Schuit (Stempher, Hermens), 0:3 (13:18) Danny Stempher (Verkiel, van der Schuit 5-4), 0:4 (21:23) Brett Bulmer (Verkiel, Hofland), 0:5 (24:38) Giovanni Vogelaar (Bulmer, Bastings 5-4), 0:6 (28:05) Mickey Bastings (Bulmer, Vogelaar 5-4), 0:7 (30:24) Raymond van der Schuit (Hermens, Stempher 5-4), 1:7 (32:18) Julius Bauermeister (Dreschmann, Grygiel 5-4), 1:8 (36:58) Ties van Soest (Bulmer, Hofland), 1:9 (48:56) Diego Hofland (Bulmer, Vogelaar 5-4), 1:10 (55:14) Ties van Soest (Bulmer 4-5).

Rostock Piranhas – Hammer Eisbären 5:1 (2:0, 2:0, 1:1)

Die Rostocker befinden sich im Augenblick in Hochform. Nachdem klaren Sieg gegen Herne hatten auch die Hammer Eisbären an der Ostsee nichts zu lachen und mussten ohne Punkt nach Hause fahren. Die 959 Fans sahen eine faire Begegnung, in der die Piranhas jederzeit das Heft in der Hand hatten. Beste Scorer bei den Hausherren waren Justin Maylan (2 Tore) und Tom Pauker, denen jeweils drei Scorerpunkte gelangen. Bester Hammer war Keeper Marvin Nickel trotz der fünf Gegentore und nur 84,8 Prozent Fangquote. Sein Gegenüber Lucas di Berardo glänzte dagegen mit über 96 Prozent Fangquote.

Tore: 1:0 (00:20) Justin Maylan (Ledlin, Morgan), 2:0 (18:55) August von Ungern-Sternberg (Koziol, Pauker), 3:0 (27:18) Justin Maylan (Balla, Pauker), 4:0 (37:08) Jesse Dudas (Ledlin, Maylan 5-4), 4:1 (50:33) Samuel Dotter (Trapp, Alexandrov 5-4), 5:1 (58:47) Kevin Lavallee (Pauker).

Herner EV Miners – EG Diez-Limburg 5:4 (2:1, 1:1, 1:2, 1:0) n.V.

Das war ein hartes Stück Arbeit für den HEV, denn die Limburger zeigten fighteten über die volle Spielzeit und hätten am Ende den Sieg ebenfalls verdient gehabt. Besonders beeindruckend bei den Gästen war die Moral, denn die Mannschaft lag zweimal mit zwei Toren in Rückstand, glich jeweils aus und musste sich erst in der Verlängerung geschlagen geben, als Artur Tegkaev den starken Limburger Schlussmann Tim Stenger überwand. Allerdings hatten die Limburger auch Glück, denn der Ausgleich zum 4:4 fiel drei Sekunden vor Schluss, wobei die Gäste Vabanque gespielt hatten und ohne Keeper Stenger mit einem Mann zusätzlich auf den Ausgleich drückten. Beste Herner waren der zweifache Torschütze Artur Tegkaev sowie Marcus Marsall und Denis Fominych mit jeweils drei Scorerpunkten. Bei den Gästen glänzten die Kontingentspieler Thomas Matheson und Kyle Brothers, die ebenfalls drei Scorerpunkte einheimsten.

Tore: 1:0 (12:01) Artur Tegkaev (Swinnen, Peleikis 5-4), 2:0 (12:50) Alexander Komov (Marsall, Ziolkowski), 2:1 (18:27) Thomas Matheson (Brothers, Lavallee 5-4), 2:2 (22:22) Konstantin Firsonov (Matheson, Patocka), 3:2 (32:20) Nils Liesegang (Fominych, Marsall 5-4), 4:2 (40:41) Marcus Marsall (Ackers, Fominych), 4:3 (46:28) Thomas Matheson (Brothers, Slaton 5-4), 4:4 (59:57) Kyle Brothers (Lademann, Lavallee), 5:4 (63:50) Artur Tegkaev (Hüfner, Fominych)

Saale Bulls Halle – Icefighters Leipzig 3:1 (3:1, 0:0, 0:0)

Ein Erfolg des Tabellenzweiten, der sich die drei Punkte auf Grund einer leichten Überlegenheit, dem besseren Überzahlspiel (25 Prozent zu 0 Prozent) und seinem disziplinierten Auftreten verdient hatte. Interessantes Detail am Rande: Den Leipzigern gelang ausgerechnet in Unterzahl der einzige Treffer des Tages. 66 Sekunden später trafen die Bulls in Überzahl zur erneuten Führung und nach dem schnell folgenden 3:1 in der 19. Spielminute war es mit dem Toreschießen schlagartig vorbei. Beide Teams kämpften zwar verbissen, aber in allen Situationen hatten die beiden Torhüter, Jakob Urbisch (Halle; 95,5 Prozent Fangquote) und Eric Hoffmann (Leipzig; 88,5 Prozent Fangquote) das bessere Ende für sich. Bester Scorer des Abends mit zwei Punkten war Bulls-Stürmer Sergei Stas.

Tore: 1:0 (08:50) Roman Pfennings, 1:1 (15:15) Ian Farrell (Klaus, Demetz 4-5), 2:1 (16:21) Sergei Stas (Niemelä 5-4), 3:1 (18:18) Niklas Hildebrand (Gulda, Stas).

Crocodiles Hamburg – EC Hannover Indians 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)

Das war schon eine Überraschung. Im Nordderby gewannen die Hamburger nicht nur, sie erteilten des Indians dabei schon fast eine Lektion. Immerhin stand es am Ende auch bei den Torschüssen 39:19 für die Crocodiles, so dass der Sieg, auch in der Höhe, absolut in Ordnung ging. Entscheidend für den klaren Erfolg vor 1.129 Zuschauern war, dass die Indians den kanadischen Topscorer der Hamburger, Harrison Reed, nicht in den Griff bekamen und das die Croco im Überzahlspiel zwei der vier Situationen nutzen konnten, was einer Erfolgsquote von 50 Prozent entsprach. Auch in Stellingen gab es noch eine interessante Randnotiz. Obwohl die Schiedsrichter ganze 31 Strafminuten gesamt aussprachen, waren gleich drei Fünfer mit dabei. Zwei davon kassierten mit Maximilian Schaludek und Sam Verelst Hamburger, Nickolas Bovenschen für die Indians.

Tore: 1:0 (13:42) Viktor Östling (Zuravlev, Gauch), 2:0 (16:48) Harrison Reed (Reimer, Östling 5-4), 3:0 (38:50) Carl Zimmermann (Östling, Schaludek), 4:o (50:39) Harrison Reed (Gauch, Verelst), 5:0 (54:10) Harrison Reed (Zuravlev, Martens).

Black Dragons Erfurt – Hannover Scorpions 8:2 (6:0, 2:0, 0:2)

Das war der wahrliche Hammer des Spieltages. Die Erfurter, vor einer Woche bereits 3:1 in Mellendorf siegreich, demontierten den selbsternannten Aufstiegskandidaten vor 409 Zuschauern und blieben zwar damit auf Rang acht, jetzt aber punktgleich mit Herne. In den ersten zehn Minuten müssen sich die Scorpions vorgekommen sein, wie mitten in einem Tornado. Und das bei ausgeglichenen Spielanteilen. Während bei den Gastgebern (fast) jeder Schuss saß, verzweifelten die Gäste am heimischen Torhüter Konstantin Kessler. Dazu kam, dass die Gästeverteidigung, die eigentlich aus toperfahrenen Spielern bestand, mit dem Erfurter Trio Kyle Beach, Maurice Keil und Arnoldas Bosas überhaupt nicht zurechtkam und allen dreien jeweils fünf Scorerpunkte schenkte. Dass den Thüringern zwei der vier Überzahlspiele gelangen, während die Scorpions alle vier derartigen Chancen versiebten, machte am Ende den Kohl auch nicht mehr fett. Als es nach 40 Minuten 0:8 gegen die Scorpions stand, tauschte deren Trainer Tobias Stolikowski seinen Keeper Brett Jaeger gegen Ansgar Preuß, und der gebürtige Hannoveraner hielt im letzten Drittel sein Tor rein, konnte gar 100 Prozent Fangquote für sich verbuchen. Detail des Tages: Alle sechs Erfurter Tore fielen im ersten Drittel bei personeller Ausgeglichenheit.

Tore: 1:0 (02:18) Maurice Keil (Beach, Bosas), 2:0 (03:36) Maurice Keil (Bosas, Fischer), 3:0 (05:21) Kyle Beach (Bosas, Schüpping), 4:0 (07:53) Maurice Keil (Wunderlich, Beach), 5:0 (13:17) Louis Anders (Schmid, Schüpping), 6:0 (18:57) Arnoldas Bosas (Beach, Schmid), 7:0 (34:12) Sean Fischer (Keil, Bosas 5-4), 8:0 (38:08) Kyle Beach (Wunderlich, Keil 5-4), 8:1 (43:58) Julian Airich (Reiß, Valery Trabucco), 8:2 (45:13) Tyler Gron (Hammond, Heinrich).

Herforder EV – Moskitos Essen 6:2 (1:0, 2:1, 3:1)

Ein klarer Erfolg des Aufsteigers des vorletzten Jahres gegen den aktuellen Aufsteiger. Die Herforder zeigten über die gesamte Spielzeit eine starke Offensivleistung und man ist fast versucht zu behaupten, dass der Abgang von Christoph Koziol ihnen nicht geschadet hat, eher motiviert. Vor 630 Zuschauern in einem extrem fairen Spiel mit gerade einmal gesamt sechs Strafminuten glänzten die Herforder Björn Bombis und Elvis Biezais mit je drei Scorerpunkten, während auf Essener Seite lediglich Marvin Frenzel im Tor trotz der sechs Gegentore einen guten Eindruck hinterließ.

Tore: 1:0 (03:11) Elvis Biezais (Rinke, Begovs), 1:1 (24:16) Enrico Saccomani (Zajic, Mannes), 2:1 (30:26) Marius Garten (Bombis, Biezais), 3:1 (30:55) Björn Bombis (Schütt, Pöpel), 4:1 (47:38) Marius Garten (Bombis, Schütt 4-5), 5:1 (54:56) Nils Bohle (Weikamp, Krocker), 6:1 (57:32) Ralf Rinke (Begovs, Biezais), 6:2 (59:07) Aaron MacLeod (Kreuzmann, Bruijsten 5-3).

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Freitag 10.12.2021
Krefelder EV Krefeld
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Crocodiles Hamburg Hamburg
Rostock Piranhas Rostock
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Saale Bulls Halle Halle
Herner EV Herne
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Herforder EV Herford
Hammer Eisbären Hamm
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ESC Moskitos Essen Essen
Tilburg Trappers Trappers
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Icefighters Leipzig Leipzig
Hannover Scorpions Scorpions
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Hannover Indians Indians
Black Dragons Erfurt Erfurt
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EG Diez-Limburg Limburg
Sonntag 12.12.2021
Crocodiles Hamburg Hamburg
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Black Dragons Erfurt Erfurt
Icefighters Leipzig Leipzig
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Hammer Eisbären Hamm
Herforder EV Herford
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Rostock Piranhas Rostock
Saale Bulls Halle Halle
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Krefelder EV Krefeld
ESC Moskitos Essen Essen
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Herner EV Herne
EG Diez-Limburg Limburg
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Hannover Scorpions Scorpions
Hannover Indians Indians
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Tilburg Trappers Trappers