„Schuby“ bleibt ein Hamburger JungIn drei Jahren oben mitspielen

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Mit den Worten: „Wie ihr alle sehen könnt, ich bin das neuste Mitglied der Hamburg Crocodiles, auf die ich mich sehr freue“, eröffnet Christoph Schubert die heutige Pressekonferenz des Teams aus der Oberliga Nord im Hard Rock Cafe Hamburg. Es ist die Sensation des Tages. Viele haben es gehofft, aber nur wenige damit gerechnet. Ein ehemaliger DEL-Spieler in der Oberliga, geht das überhaupt? Sportdirektor Sven Gösch beantwortet die Frage mit einem eindeutigen: „Ja!“ Gesteht sich jedoch auch ein: „Für mich war damals eigentlich aber auch klar, die Chance Christoph Schubert zu den Crocos zu holen, liegt vielleicht so bei einem Prozent.“ Doch aus vielen Gesprächen zwischen dem 34-jährigen Ex-NHL-Spieler und dem Sportdirektor der Crocodiles kristallisierte sich eines ganz klar heraus: Er will in der Hansestadt bleiben. „Irgendwann hat er dann gesagt: ’Du Sven, ich möchte eigentlich schon gerne in Hamburg bleiben’. Das hat mich natürlich sehr gefreut und war so das erste Zeichen, dass wir doch eine kleine Chance haben.“

Mit insgesamt vier DEL-Mannschaften war Schubert im Gespräch, welche es genau waren, wollte er nicht verraten. Doch seine Wahl fiel auf Hamburg, denn die Crocodiles bieten ihm, neben der Position des Kapitäns auf dem Eis, noch eine weitere Perspektive:  So wird er zukünftig auch in der Geschäftsstelle mitwirken und versuchen den Verein weiter voranzubringen. Keine leichte Aufgabe, doch der „Capitano“ ist sich seiner Doppelaufgabe bewusst: „So leicht wird es auch nicht. Aber wir müssen den Schwung der letzten Wochen mitnehmen, denn nur so kann man Eishockey in Hamburg weiterhin am Leben erhalten.“ Und er weiß genau, wovon er spricht. Kaum ein anderer stand nach dem bitteren Aus der Hamburg Freezers so für den Sport ein wie „Schuby“. Er wurde zu einer Leitfigur, ein Aspekt, von dem die Crocodiles bestimmt auch profitieren können. „Es wird jetzt sicherlich alles einfacher mit so einem Mann im Team“, gibt Sven Gösch zu. Doch auch Schubert freut sich riesig auf seine neue Aufgabe und das Vertrauen der Geschäftsstelle. „Ich bin immer noch ein bisschen sprachlos. Aber wie haben meine Frau und ich gestern Abend gesagt? ’Dann machen wir es eben bayrisch auf nature. Den guten alten bayrischen Weg, einfach Leute ansprechen, Sponsoren finden. Dann wird das eine geile Nummer.’“ Vor 17 Jahren spielte Christoph Schubert selbst mal in der Oberliga. Seitdem hat sich einiges verändert und das Niveau ist gestiegen. Nun, 17 Jahre später, ist seine Zeit in der Oberliga erneut gekommen. „Jeder, der jetzt glaubt, dass ich pro Spiel acht Tore mache, liegt falsch. Ich nehme das komplett ernst. Ich will genauso an meine Leistungen anknüpfen, wie ich es in jeder anderen Mannschaft bisher gemacht habe.“

Zusammen mit Schubert hat sich der Eishockeyclub aus der Oberliga Nord für die Zukunft einiges vorgenommen. Der Etat wurde verdoppelt, viele Sponsoren aus der vergangenen Saison gehalten und neue hinzugewonnen. „Unser Ziel ist es, dass wir Eishockey nach oben hin verbessern. Wir wollen langsam anfangen, eine Mannschaft zu bilden, die in drei Jahren sich selber die Chance gibt, um den Aufstieg mitzuspielen“, so Schubert. Und genau für dieses Projekt wird er ein wichtiger Teil der Mannschaft sein. „Jetzt kann ich wirklich mal meine Erfahrung an die jungen Spieler weitergeben, selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind.“ Und auch Sven Gösch arbeitet schon fleißig am Team und der Kaderplanung: „Wir werden das Ganze etwas professioneller aufziehen. Das heißt, wir werden nicht nur Amateurspieler unter Vertrag nehmen, sondern auch den einen oder anderen Halbprofi, Profi beschäftigen müssen, um eben dann auch in der Liga den nächsten Schritt gehen zu können.“

Man darf also gespannt sein, wie sich Eishockey in Hamburg weiterentwickelt. Der erste Schritt hierfür ist getan. Es ist ein eindeutiges Zeichen für Eishockey in Hamburg. Doch bevor Christoph Schubert morgen seinen ersten Arbeitstag in der Geschäftsstelle antritt, hat er noch einen Appell an alle: „Wir brauchen die Stadt Hamburg. Wir brauchen die Fans. Das Farmsener Eisstadion möchte ich zu unserem Wohnzimmer machen.“

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