Schon wieder weg: Frank Petrozza muss beim EV Duisburg gehenReemt Pyka übernimmt nun bei den Füchsen

Frank Petrozza musste als Trainer des EV Duisburg wieder gehen. (Foto: Roland Christ)Frank Petrozza musste als Trainer des EV Duisburg wieder gehen. (Foto: Roland Christ)
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Erst am 4. Dezember hatten die Füchse den Italo-Kanadier verpflichtet, der dafür seinen Vertrag beim Herner EV aufgelöst hatte. Er trat damit die Nachfolge für den zuvor ebenfalls geschassten Doug Irwin an.

Die anhaltende Erfolglosigkeit war dann offenbar zu viel. Dabei drehte sich der Trend für Petrozza exakt mit dem Jahreswechsel um. Im Jahr 2017 hatte er von acht Spielen sieben gewonnen und nur eines verloren, 2018 dann aber von elf Spielen nur noch zwei gewonnen. Von den neun Niederlagen kassierte der EVD sieben in Folge. Eine Bilanz, die die Duisburger zuletzt als Dauerletzter der Deutschen Eishockey-Liga erlebt hatten.

„Ich werde nichts Negatives sagen“, erklärte Petrozza. „Ich glaube weiterhin an die Qualität des Teams und dass es eine Chance hat, in den Play-offs weit zu kommen – allerdings braucht man dafür jeden Spieler“, so Petrozza. In den Wochen zuvor hatte er oft gesagt: „Unsere Topspieler müssen auch unsere Topspieler sein.“ Zu oft riefen einige Spieler ihr Potenzial nicht ab. Dazu kommt die Verletzung von Robin Slanina, des bis dahin besten Scorers der Mannschaft, die in seine Amtszeit fällt. Und der aktuelle Topscorer Raphael Joly ruft schon seit Wochen seine Leistung nur mäßig ab. Mit Armands Berzins steht ein technisch herausragender zweiter Kontingentspieler im Team, der aber mit zehn Treffern in 37 Partien das Toreschießen nun wahrlich nicht erfunden hat.  „Ich werde allerdings keine Ausreden suchen“, sagt Petrozza. „Wir haben die Ergebnisse nicht gebracht. Dazu stehe ich.“

Sportlich wird nun der langjährige Co-Trainer der Füchse, Reemt Pyka, die Verantwortung bis zum Saisonende tragen. Was er anders machen wird? „Wir werden taktisch einiges verändern. Wir haben tolle Torhüter, aber in der defensiven Zone müssen wir besser stehen und auch in der neutralen Zone besser arbeiten.“ Die Füchse-Leitung unter Sebastian Uckermann hatte erklärt: „Die aktuelle sportliche Lage ist desaströs. Da gibt es nichts zu beschönigen. Wir haben im Jahr 2018 neun von elf Spielen verloren und laufen Gefahr, unsere sportlichen Ziele komplett aus den Augen zu verlieren. Wir dachten wir hätten die Tiefpunkte der Saison nach der Trennung von Doug Irwin im November überwunden. Leider ist die Situation nun noch schlechter geworden.“ Die Zeit drängt, da die entscheidende Saisonphase kurz bevorsteht, Die Füchse erklärten weiter: „Nach intensivem Austausch mit der Mannschaft gab es jedoch keine weiteren Handlungsoptionen mehr. Gerade auch vor dem zeitlichen Hintergrund, dass lediglich noch sechs Spiele der Meisterrunde vor Play-off-Start anstehen und nur mit einer fast optimalen Punkteausbeute der so wichtige zweite Tabellenplatz erreicht werden kann.“ Gelingt das nicht, ist die Chance sehr groß, dass es erneut nicht allzu weit in den Play-offs gehen könnte, da die ganz dicken Brocken dann schon im Achtelfinale warten, in dem man dann noch nicht einmal Heimrecht hätte, wenn man schlechter als auf Platz vier abschneiden würde.

Die Füchse laden für den morgigen Donnerstag (19.30 Uhr, Restaurant der Eissporthalle) zu einem Fantalk ein, wo dann auch die finale Zusammensetzung der erneuerten sportlichen Leitung, neben Trainer Reemt Pyka, bekanntgeben.“ Das heißt übersetzt dann offenbar, dass in Kürze noch ein Sportlicher Leiter zum Team stoßen wird.

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