Saisonauftakt: Gute Erinnerungen werden gewecktEHC Timmendorfer Strand

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Rückblick Teil 1, 15.02.2013: 1308 Zuschauer sorgten für eine Atmosphäre, wie sie das ETC am Kurpark in den letzten Jahren nur selten gesehen hatte. Schließlich ging es um fast alles: bei einem Sieg wären die Beachboys erstmals nach 21 Jahren Meister. Und die Partie bot einen Krimi, wie man es von Duellen zwischen den Beachboys und den Piranhas gewohnt war. Rostock ging mit 1:0 in Front, doch die Beachboys nutzten ihre Gelegenheiten vor allem im Powerplay und drehten die Partie – 3:1 nach 20 Minuten.  Danach wechselten sich die Mannschaften mit dem Tore schießen ab und so stand es nach 43 Minuten 5:4. Die Partie wogte hin und her und so passte es in die Dramaturgie der Ereignisse, dass mit „Slawa“ Koubenski, dessen Saison eher durchwachsen war, ausgerechnet ein Ex-Rostocker 26 Sekunden vor dem Ende alles klar machte. Die anschließende Meisterfeier wird noch lange in Erinnerung bleiben.

Nun wollen die Piranhas am Freitag die Revanche. Der Meister von 2011 und 2012 hat dazu das Team etwas umgebaut, auch wenn sich weiter altbewährte Kräfte wie Jens Stramkowski, Petr Sulcik oder Vitalij Blank im Aufgebot tummeln. Auch Karol Bartanus spielt, nun mit deutschem Pass ausgestattet, ein weiteres Jahr  in Mecklenburg. Zu beachten sind neben den alten Bekannten auch drei Neuzugänge: der Slowake Petr Zib, der mit großen Vorschusslorbeeren aus der zweiten französischen Liga kam, der Deutsch-Amerikaner Josh Rabbani, der in der letzten Saison 28 Punkte in 34 Spielen für Sonthofen in der Bayernliga erzielte, und Christian Ciupka, der nach mehreren Jahren Abstinenz aufs Oberliga-Eis zurückkehrt.

Trotz der Neuzugänge bleibt man in Rostock, was die neue Saison angeht, realistisch. Wie den Medien zu entnehmen war, sieht man Platz drei oder vier als realistisches Ziel an. Und trotz aktueller Verletzungssorgen kommen die Piranhas mit breiter Brust ins ETC – schließlich gab es in der Vorbereitung vier Siege in vier Spielen und auch im Nordost-Pokal konnte man den favorisierten Saale Bulls ein Bein stellen und die Punkte nach einem 4:2 in Halle mit nach Hause nehmen.

Rückblick Teil 2, 19.02.2012: Im Gegensatz zu 2013 war 2012 die Meisterschaft schon entschieden. Dennoch ging es für die Beachboys am letzten Tag um alles, denn nur mit einem Sieg beim direkten Konkurrenten Harzer Wölfe Braunlage konnte man den Traum von der Aufstiegsrunde mit dem Osten und Westen wahr machen. Und so machten sich neben der Mannschaft rund 150 Schlachtenbummler in Beachboys-Farben auf den Weg in den Harz, um ihre Mannschaft zu unterstützen und sie alle wurden Zeugen eines Triumphes. Mit spielerischer Raffinesse und genialen Momenten von Patrick Saggau und dem heutigen DEL-Spieler Ralf Rinke führten die Beachboys schon nach 20 Minuten mit 3:0 und spielten in der Folge diese Partie locker runter. 5:1 hieß es am Ende und die Party-Nacht im Harz kannte keine Grenzen.

Nun, rund 20 Monate später gibt es ein Wiedersehen mit dem Eisstadion am Wurmberg und obwohl es den Verein Harzer Wölfe nicht mehr gibt, so trifft man viele „alte Bekannte“ wieder. Allen voran Bernd Wohlmann, der nicht nur weiter als Trainer hinter der Bande in Braunlage steht, sondern auch noch Präsident der Falken in Personalunion ist. Auch der Stamm der Spieler rekrutiert sich aus den Wölfen: Namen wie Erik Pipp, Andreas Bippus oder Mario D’Antuono lassen Hockeyherzen im Norden schnell höher schlagen. Dazu kehrte auch Stefan Bilstein zu Saisonbeginn aus Wolfsburg zurück. Ansonsten vertraut Bernd Wohlmann auf junge und hungrige Spieler in einem sehr jungen Kader  - mit etwas mehr als 23 Jahren gehören die Falken zu den jüngsten Teams der gesamten Oberliga.

Da stellt sich die die Frage, wie diese junge Truppe die herben Pleiten in der Vorbereitung verkraftet. Zwar waren die Gegner mit Schönheide, Bayreuth und Erfurt keine Leichtgewichte, allerdings sind 12:35 Tore in fünf Partien eine echte Hausnummer.

Dennoch: die Harzer Falken sind auf keinen Fall zu unterschätzen und wenn es die Mannschaft schafft, das Publikum am Wurmberg auf ihre Seite zu ziehen, dann ist die Überraschung drin.

Für die Beachboys ist das Auftaktprogramm also das komplette Gegenteil eines Selbstläufers. Beide Gegner haben große Stärken, sollten sich aber dennoch mit den Beachboys auf Augenhöhe befinden und somit auch schlagbar sein, vor allem da man nach den Verpflichtungen von Rob Labute und Pontus Levaniemi Carlström auf einen breiteren Kader bauen kann. Bereits in der Vorbereitung hat die Mannschaft angedeutet, welche Qualität in ihr steckt – besonders in der Offensive, in der auch die neuen Spieler wie André Gerartz oder Marc Vorderbrüggen bereits zeigten, welches Talent in ihnen steckt.

Beim Heimspiel gegen Rostock fällt die Scheibe am Freitag um 20 Uhr im ETC. Da beim Ostsee-Derby mit einem großen Zuschauerandrang zu rechnen ist, empfiehlt es sich, frühzeitig an der Halle zu sein, um allzu lange Wartezeiten an der Kasse zu vermeiden. Am Sonntag beginnt das Auswärtsspiel in Braunlage um 18 Uhr im Wurmbergstadion.

Wer die Reise in den Harz nicht antreten möchte, dem sei der Sonntagvormittag ans Herz gelegt. Dann bestreiten die Beach Girls, die Frauenmannschaft des EHCT 06 in der Spielgemeinschaft mit dem Hamburger SV, ihren Saisonauftakt. Um 10:15 Uhr wird der Adendorfer EC zum Freundschaftsspiel erwartet. Hierbei ist der Eintritt frei.


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