Saale Bulls Halle verteidigen erfolgreich Platz eins in der Oberliga NordHannoversche Teams in Offensivlaune

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Während Tilburg in Hamm betont auf die Defensive achtete, kassierten die Herner Miners und vor allem die Leipziger überraschende Niederlagen. Im unteren Teil der Liga kassierten die Teams durchgehend Niederlagen. Lediglich Diez-Limburg zeigten nach wochenlanger Offensivschwäche eine richtige Explosion gegen Rostock mit sieben erzielten Toren.

Crocodiles Hamburg – Herforder EV 9:3 (5:1, 2:1, 2:1)

Das waren die Festspiele der Hamburger ersten Reihe. Die glorreichen Fünf, Thomas Gauch, Norman Martens, Adam Domogalla, Sam Verelst und vor allem Harrison Reed sackten 16 der maximal zu vergebenen 27 Punkte ein und entschieden die Partie somit im Alleingang. Vor allem der Start war beeindruckend. Nach zehn Minuten führten die Crocodiles klar mit 4:0 und erst danach durften die Gäste mitmischen, bei denen vor allem Ralf Rinke mit seinen zwei Toren herausstach.

Tore: 1:0 (00:34) Norman Martens (Verelst, Reed), 2:0 (02:50) Harrison Reed (Martens, Verelst), 3:0 (05:55) Thomas Zuravlev (Lascheit, Reimer), 4:0 (10:44) Dennis Reimer (Zuravlev, Lascheit), 5:0 (18:41) Harrison Reed (Renner), 5:1 (19:28) Ralf Rinke (Biezaijs 4-5), 6:1 (30:18) Adam Domogalla (Reed, Verelst), 6:2 (32:00) Philip Brinkmann (Bohle), 7:2 (35:03) Thomas Zuravlev (Martens, Reimer), 8:2 (41:50) Dominik Lascheit (Reimer, Reed 5-4), 9:2 (49:42) Sam Verelst (Reed, Domogalla), 9:3 (50:15) Ralf Rinke.

Icefighters Leipzig – Black Dragons Erfurt 2:3 (0:1, 1:2, 1:0)

Für eine faustdicke Überraschung sorgten die Erfurter Black Dragons. Als Tabellenachter waren sie vor der Partie klarer Außenseiter, aber sie ließen nicht von ihrem Matchplan ab und spielten außerdem ähnlich wie ihre heutigen Gastgeber am Freitag in Mellendorf. Auch in dieser Partie zeigte der Gästekeeper eine Spitzenleistung. Konstantin Kessler überzeugte am Ende mit 93,1 Prozent, während auf der Gegenseite überraschend nicht der Held von Mellendorf, Patrick Glatzel, zwischen den Pfosten stand, sondern Eric Hoffmann. Erfurt ging schnell in Führung, erhöhte in der 24. Minute auf 2:0 und konnte danach den Vorsprung, auch wenn er 24 Sekunden vor Ende nach einem Shorthander von Michal Schön auf ein Tor schmolz, über die Zeit retten.

Tore: 0:1 (02:43) Felix Schümann (Fischer), 0:2 (23:02) Petr Gulda (Schümann, Schüpping), 1:2 (29:53) Joonas Riekkinen (Farrell, Burns), 1:3 (31:41) Justus Böttner (Bosas),2:3 (59:36) Michal Schön (Farrell, Hannon 4-5)

Saale Bulls Halle - Herner EV Miners 6:2 (2:0, 1:0, 3:2)

Vier Spieler machten in dieser Spitzenbegegnung der Oberliga Nord den Unterschied. Zum einen war dies der Hallenser Keeper Sebastian Albrecht. Der 32-jährige Berliner, seit drei Jahren in Halle tätig, entschärfte 41 Schüsse, brillierte mit 95 Prozent Fangquote. Die Gründe zwei und drei waren zwei Neuzugänge: Joonas Niemelä, Sergej Stas und Patrick Schmid. Niemelä und Stas trafen je zweimal, Schmid gab neben seinem geschossenen Tor noch drei Vorlagen und als die Herner endlich trafen, da gaben Michael Fomin, einst ein Herner, und Niemelä mit zwei Toren die richtige Antwort. Interessant, dass die Herner Scorer diesmal aus der dritten Reihe kamen (Orendorz, Fominych).

Tore: 1:0 (03:25) Joonas Niemelä (Schmid, Halbauer), 2:o (11:30) Joonas Niemelä (Stas 5-4), 3:0 (35:00) Sergej Stas, 3:1 (42:28) Kevin Orendorz (Hüfner, Fominych), 4:1 (44:50) Tim May (Pietschmann, Halbauer), 5:1 (45:37) Joonas Niemelä (Schmid, Pfennings), 5:2 (47:59) Dennis Swinnen (Orendorz, Fominych), 6:2 (51:49) Patrick Schmid (Niemelä).

Hammer Eisbären – Tilburg Trappers 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

Ein verdienter Erfolg der Niederländer, die jedoch mit den hartnäckigen Offensivbemühungen der Eisbären ihre liebe Mühe hatten. Dieser verzweifelte Kampf fand seinen Höhepunkt in der 30. Spielminute, als sich der Kanadier Brett Bulmer und Eisbär Thomas Lichnovsky einen Fight lieferten, der beiden eine reine Fünf-Minutenstrafe einbrachte. Immerhin wollten 487 Zuschauer das Match sehen und man kann nur für die Hammer hoffen, dass die Fans trotz der Niederlage den kämpferischen Einsatz ihrer Mannschaft mit einem erneuten Besuch belohnen.

Tore: 0:1 (16:58) Brett Bulmer (Hermens, Hofland), 0:2 (24:25) Giovanni Vogelaar (Hermens, de Hondt), 0:3 (48:03) Raymond van der Schuit (Hessels, de Bonth),

Moskitos Essen – Hannover Scorpions 1:8 (1:3, 0:3, 0:2)

Die Niederlage vom Freitag hatte ihre Spuren bei den Scorpions hinterlassen. Der Favorit nahm sich für Essen viel vor und zeigte dann auch eine Partie, die die eines Favoriten würdig war. 57:28 Schüsse standen am Ende auf der Statistiktafel, und damit war klar, dass der beste Essener zwischen den Pfosten stand, trotz der Gegentore. Marvin Frenzel konnte am Ende für sich in Anspruch nehmen, trotz der nur 86 Prozent Fangquote eine zweistellige Heimniederlage verhindert zu haben. Das lag aber auch an den Scorpions, die nach dem zweiten Drittel im Druck nachließen um dann, kurz vor Ende, zwei Tore nachzulegen. Für die Essener traf in der 15. Minute Mark Zajic, der die Hoffnung auf einen Punktgewinn für vier Minuten am Leben erhielt. Für die Scorpions waren mit drei Punkten Tyler Gron, Robin Just, Julian Airich und Mike Hammond die besten Akteure.

Tore: 0:1 (07:44) Thomas Supis (Gron, Klöpper), 0:2 (13:30) Louis Trattner (Kranz, Thomson), 1:2 (14:46) Andre Huebscher (Zajic, MacLeod), 1:3 (18:35) Robin Just (Valery-Trabucco), 1:4 (30:27) Julian Airich (Just, Valery-Trabucco), 1:5 (36:07) Mike Hammond (Gron, Klöpper), 1:6 (36:21) Patrick Klöpper (Gron, Hammond), 1:7 (57:50) Louis Trattner (Kranz, Thomson), 1:8 (59:42) Robin Just (Airich, Supis)

EG Diez-Limburg – Rostock Piranhas 7:6 (2:2, 1:3, 4:1)

Wieder kamen nur 174 Zuschauer, aber diese werden mit Sicherheit wiederkommen. Was sie sahen, war ein Krimi, der bis zum spannend blieb und bei dem Gastgeber endlich auch einmal drei Punkte einheimsen konnten. Überraschend vor allem die Sturmstärke der Limburger, die zuvor Wochen für einen einzigen Treffer benötigt hatten und jetzt auf einmal explodierten. Das hatten die Gastgeber vor allem ihren beiden Kontingentspieler Thomas Matheson und Kyle Brothers zu verdanken, die zusammen acht Punkte holten. Der zweite Grund war die eigene Moral und eine unnötige Fünf-Minutenstrafe für den Rostocker Kevin Lavallee. Die Strafe nutzten die Limburger zu drei Toren und damit machten sie aus dem 3:5 Zwischenstand eine 6:5 Führung. Was auch beeindruckte, war das Limburger Überzahlspiel. Am Ende standen exzellente 60 Prozent Überzahlquote.

Tore: 1:0 (06:49) Thomas Matheson (Brothers, Wächtershäuser), 1:1 (11:05) Gianluca Balla (4-4), 2:1 (13:39) Thomas Voronow (Köhler, Brothers 5-4), 2:2 (14:21) Lukas Koziol (Dudas, Ledlin), 2:3 (20:11) Tom Pauker (Koziol, Lavallee), 2:4 (28:32) August von Ungern-Sternberg (Balla, Maylan), 3:4 (29:16) Kyle Brothers, 3:5 (37:25) Justin Maylan (Balla, Dudas), 4:5 (40:50) Mark Shevyrin (Bettahar, Seifert 5-4), 5:5 (41:59) Thomas Matheson (Slaton, Brothers 5-3), 6:5 (44:52) Thomas Matheson (Köhler, Brothers 5-4), 7:5 (46:19) Noureddine Bettahar (Seifert, Patocka 5-4), 7:6 (58:23) Lukas Koziol (Ledlin, Pauker 5-4).

Hannover Indians – Krefelder EV U23 11:4 (3:1, 6:1, 2:2)

Ein überlegener Erfolg der Indians, die es ohne große Probleme zweistellig machten. Herausragend dabei Jayden Schubert und Robin Palka, die jeweils drei Tore schossen und richtig Spiellaune zeigte. Indians-Coach Lenny Soccio sollte eigentlich zufrieden sein, wenn sein Defender Maximilian Pohl sich nicht eine unnötige Fünfer plus Spieldauer in der 46. Spielminute nach einem Bandencheck abholte und damit für das nächste Spiel gesperrt ist. Bei den Krefeldern konnte lediglich der doppelte Torschütze Florian Maierhofer gefallen.

Tore: 1:0 (00:56) Jayden Schubert (Palka, Pohl), 2:0 (04:37) Robin Palka (Kiss, Bovenschen), 3:0 (06:26) Philipp Hertel (Palka, Pape), 3:1 (14:03) Marcel Mahkovec (Esch, Ehrich), 4:1 (25:12) Parker Bowles (Pohanka, Bacek), 4:2 (26:43) Florian Maierhofer (Guay-Tessier), 5:2 (27:21) Robin Palka (Schubert, Kiss), 6:2 (28:38) Robin Thalmeier (Pape, Pohl), 7:2 (29:51) Kyle Gibbons (Mieszkowski, Aichinger), 8:2 (32:47) Robin Palka (Schubert, Kiss), 9:2 (34:42) Branislav Pohanka (Bowles, Bacek),  10:2 (41:23) Jayden Schubert (Bowles, Gibbons 5-4), 10:3 (45:06) Edwin Schitz (Dreschmann, Grygiel 5-3), 11:3 (56:06) Jayden Schubert (Gibbons, POhanka5-4), 11:4 (58:37) Florian Maierhofer (Frei, Guay-Tessier).


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