Saale Bulls Halle übernehmen Platz an der SonneSieg im Spitzenspiel gegen Tilburg – Leipzig schlägt Indians

Der Tilburg Jordy Verkiel (links) im Duell mit Niklas Hildebrand von den Saale Bulls Halle – die beiden Topteams lieferten sich ein mitreißendes Spiel. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)Der Tilburg Jordy Verkiel (links) im Duell mit Niklas Hildebrand von den Saale Bulls Halle – die beiden Topteams lieferten sich ein mitreißendes Spiel. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)
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Für wie lange steht zwar in den Sternen, aber wenigstens für eine Woche. Dahinter folgen die Scorpions, die sich mit viel Glück gegen Herford durchsetzten und am Wochenende die volle Punktzahl einfuhren. Im zweiten Topspiel des Tages bezwangen die Leipziger Icefighters die Hannover Indians knapp mit 2:1 und weil die Hamburger in Hamm gewannen, ging es für die Indians in der Tabelle erst einmal um zwei Plätze nach unten auf Rang sechs. Der ist allerdings erst einmal fest, denn die Herner, deren Offensivstärke zurück ist (14 Tore am Wochenende), liegen immer noch sieben Punkte zurück. Weitere sieben Punkte hinter Herne Herford auf acht. Dieser Platz ist im Augenblick schwer umkämpft, da auch Rostock und Erfurt darum buhlen. Noch nicht ganz aus dem Rennen Limburg, dass mit dem Erfolg in Essen einen Punkt auf Erfurt aufholen konnte, nur noch fünf Punkte Rückstand hat.

Black Dragons Erfurt – Rostock Piranhas 2:4 (1:2, 1:0, 0:2)

Im Duell um Platz neun hatten die Piranhas in einer ausgeglichenen Partie das bessere Ende für sich. Bester Spieler war einmal mehr der Rostocker Justin Maylan, dem drei Punkte gelangen, darunter eines der schnellsten der Oberligageschichte. Bereits elf Sekunden nach Beginn brachte er seine Farben in Führung. Ebenfalls konnte bei Rostock noch Keeper Lucas di Berardo gefallen, dem starke 94,6 Prozent Fangquote gelangen. Bei den Hausherren gab es keinen herausragenden Akteur, aber die Mannschaft kämpfte bis zum Ende und hätte einen Punkt verdient gehabt.

Tore: 0:1 (00:11) Justin Maylan (Ledlin, Morgan), 0:2 (06:18) Gianluca Balla (Koziol, Lavallee), 1:2 (18:38) Reto Schüpping (Bosas, Beach 5-4), 2:2 (34:36) Justus Böttner (Banach, Anders), 2:3 (42:45) August von Ungern-Sternberg (Dudas, Maylan), 2:4 (58:47) Mark Ledlin (Dudas, Maylan).

Icefighters Leipzig – Hannover Indians 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)

In einem, von taktischer Disziplin stark geprägten, Spiel blieben diesmal die Leipziger mit dem gleichen Ergebnis Sieger, wie zuvor die Indians in der Hinrundenpartie im Oktober, nur das dieses Spiel keine Overtime brauchte. Spieler des Tages war der Leipziger Robin Slanina, der an beiden Toren beteiligt war. Im Duell der Torhüter hatte der Leipziger Patrick Glatzel mit 92,9 Prozent Fangquote die Nase vorne gegen Jan Dalgic im Indians-Kasten, der auf gute 90,5 Prozent kam. Das zweite Tor Leipziger Tor erzielte Connor Hannon, den Ehrentreffer der personell gehandicapten Indians besorgte Kyle Gibbons.

Tore: 1:0 (08:43) Robin Slanina (Demetz, Noack), 1:1 (33:08) Kyle Gibbons (Bacek), 2:1 (53:53) Connor Hannon (Riekkinen, Slanina).

Saale Bulls Halle – Tilburg Trappers 4:3 (0:1, 2:0, 1:2, 1:0) n.P.

Das absolute Spitzenspiel endete vor 620 zugelassenen Zuschauern mit dem Stilmittel, das es verdient hatte, mit dem Penaltyschiessen. Zuvor hatten sich beide Vertretungen über die volle Spielzeit inkl. Verlängerung nichts geschenkt. Wichtig an diesem Abend für die Bulls, dass ihr Powerplay funktionierte, denn sie konnten von den vier Möglichkeiten gleich deren zwei nutzen, während die Tilburger bei allen drei Überzahlspielen an der starken Bulls-Abwehr inkl. Keeper Sebastian Albrecht scheiterten. Beste Akteure der Bulls waren Joonas Niemelä, Patrick Schmid und Tatu Vihavainen mit je zwei Scorerpunkten, während bei den Tilburgern Brett Bulmer herausragte, der an allen drei Trappers-Toren beteiligt war.

Tore: 0:1 (14:30) Raimond van der Schuit (Bulmer), 1:1 (29:27) Joonas Niemelä (Vihavainen, Schütt 5-4), 2:1 (39:04) Roman Pfennings (Niemelä, Schmid), 2:2(46:54) Jordy Verkiel (Bulmer, Hermens), 2:3 (50:18) Brett Bulmer (Vogelaar 4-5), 3:3 (56:34) Philipp Halbauer (Schmid, Valasek 5-4), 4:3 (65:00) Tatu Vihavainen.

Moskitos Essen – EG Diez-Limburg 4:5 (0:2, 0:1, 4:1, 0:1) n.V.

Eine unglückliche Niederlage kassierten Essener im Duell mit Diez-Limburg. Die abwehrstarken Gäste führten bis zwölf Minuten vor Schluss mit 3:0 und sahen wie der sichere Sieger aus, und dann starteten die Moskitos eine letzte Angriffswelle, die vier Sekunden vor Spielende noch zum 4:4 führte. Auch in der Verlängerung waren die Essener deutlich besser, aber die Limburger effektiver und in der 65. Minute erzielte Kevin Lavallee den nicht unverdienten Siegtreffer der Gäste. Anzumerken wäre noch, dass neben die wie üblich starken Kontingentspielern bei Limburg Thomas Voronow mit drei Punkten und Leonhard Korus herausragten. Letzterer holte seine ersten Punkte in dieser Saison, verbesserte sich in der Scorerliste um 29 Plätze auf Platz 194.

Tore: 0:1 (13:37) David Lademann (Wächtershäuser, Lavallee), 0:2 (17:53) Kyle Brothers (Korus, Voronow), 0:3 (30:37) Thomas Matheson (Brothers, Korus), 1:3 (48:53) Enrico Saccomani (MacLeod, Kreuzmann 5-4), 2:3 (51:54) Mees de Wit (Nemec, Lamers), 3:3 (52:47) Andre Huebscher (MacLeod, Frick), 3:4 (52:54) Thomas Voronow (Brothers, Matheson), 4:4 (59:56) Stephan Kreuzmann (Saccomani, MacLeod), 4:5 (            64:02) Kevin Lavallee (Bettahar, Voronow).

Herner EV Miners – Krefelder EV U23 9:4 (2:0, 6:3, 1:1)

Wieder einmal gab es bei Beteiligung der Krefelder ein Torfestival. Bis zum 5:0 war es mehr ein Spiel mit Einbahnstraßen-Charakter, danach fingen sich die Gäste und konnten mit ihren vier Toren durchaus noch ein paar kleine Akzente setzen. Herausragend im Spiel die Herner Michel Ackers mit fünf Punkten, darunter seine ersten beiden Saisontore, und Marcus Marsall, dem vier Punkte gelangen. Marsall, bereits am Freitag bester Herner Scorer, verbesserte sich in der Rangliste auf Rang 13. Bei den Krefeldern glänzten Marcel Mahkovec mit drei Punkten (Rang 26) sowie Adrian Grygiel, der zwei Tore für den KEV beisteuerte. Ebenfalls noch erwähnenswert, dass die Herner im Powerplay auf 50 Prozent Erfolgsquote kamen und damit den Grundstein für den Kantersieg legten.

Tore: 1:0 (10:36) Christoph Ziolkowski (Swinnen, Hüfner), 2:0 (14:01) Michel Ackers (Marsall, Fominych), 3:0 (20:26) Sebastian Moberg (Tegkaev, Peleikis 5-4), 4:0 (20:59) Nils Liesegang (Ackers, Peleikis), 5:0 (22:11) Artur Tegkaev (Komov, Hüfner, 5:1 (25:40) Adrian Grygiel (Mahkovec, Bauermeister), 6:1 (28:47) Markus Marsall (Liesegang, Ackers 5-4), 7:1 (31:40) Michel Ackers (Liesegang, Marsall 5-4), 7:2 (35:13) Marcel Mahkovec (Esch, Hauf), 7:3 (37:32) Michael Schaaf (Maierhofer, Schitz 5-4), 8:3 (39:41) Nils Liesegang (Fominych, Peleikis), 9:3 (44:24) Dennis Swinnen (Marsall, Ackers), 9:4 (49:02) Adrian Grygiel (Hauf, Mahkovec).

Hammer Eisbären – Crocodiles Hamburg 3:6 (1:2, 2:2, 0:2)

Ein verdienter Erfolg der routinierten Hamburger. Das die Eisbären ergebnistechnisch mithalten konnten, lag an diesem Abend am besonders starken Powerplay. Während die Gäste keine Überzahlspiel nutzen konnten, trafen die Eisbären bei sieben Möglichkeiten gleich dreimal, hatten somit eine Erfolgsquote von über 40 Prozent. Beste Hammer waren Samuel Dotter und Christopher Schutz mit je zwei Punkten, für die Hamburger Harrison Reed mit fünf Punkten und Thomas Gauch, der drei Punkte schaffte.

Tore: 1:0 (16:05) Kevin Trapp (Maaßen 5-4), 1:1 (18:38) Harrison Reed (Östling), 1:2 (19:23) Thomas Gauch (Reimer, Reed), 2:2 (32:13) Christopher Schutz (Dotter, Roach 5-4), 3:2 (33:49) Christopher Schutz (Dotter 5-4), 3:3 (35:43) Sam Verelst (Tramm, Reed), 3:4 (39:54) Norman Martens (Zimmermann, Habel), 3:5 (53:46) Sam Verelst (Reed, Gauch), 3:6 (59:48) Adam Domogalla (Reed, Gauch ENG).

Hannover Scorpions – Herforder EV 4:3 (1:1, 1:2, 2:0)

Noch haben die Scorpions ihre Herbstkrise nicht bewältigt. Auch gegen die Herforder, die vom Papier her deutlich unterlegen sein sollten, tat sich der Favorit sehr schwer. Erst ein Doppelschlag im dritten Drittel brachte die Scorpions, die in Robin Just mit drei Punkten und Tyler Gron und Mike Hammond mit zwei Punkten ihre besten Kräfte hatten, auf die Siegesstraße. Für die quirligen Gäste, die immer wieder für Unruhe vor dem Tor von Scorpions-Keeper Brett Jaeger sorgten, war Ex-Scorpion Ralf Rinke mit drei Punkten sowie die beiden Kontingentspieler Elvis Biezais und Rustams Begovs die besten Akteure.

Tore: 0:1 (02:40) Rustams Begovs (Bombis, Rinke 5-4), 1:1 (16:25) Julian Airich (Just, Thomson), 1:2 (23:42) Ralf Rinke (Biezais, König), 2:2 (26:50) Robin Just (Hammond, Gron 5-4), 2:3 (29:01) Ralf Rinke (Begovs, Biezais), 3:3 (47:07) Mike Hammond (Gron, Heinrich), 4:3 (49:59) Mario Valery Trabucco (Just, Supis).


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Oberliga Nord Hauptrunde

Sonntag 04.12.2022
Krefelder EV Krefeld
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Herner EV Herne
Icefighters Leipzig Leipzig
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Herforder EV Herford
EG Diez-Limburg Limburg
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Saale Bulls Halle Halle
ESC Moskitos Essen Essen
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Tilburg Trappers Trappers
Hammer Eisbären Hamm
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Hannover Indians Hannover (Indians)
Füchse Duisburg Duisburg
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Black Dragons Erfurt Erfurt
Hannover Scorpions Hannover (Scorp.)
- : -
Crocodiles Hamburg Hamburg
Dienstag 06.12.2022
Saale Bulls Halle Halle
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Krefelder EV Krefeld
EG Diez-Limburg Limburg
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Hannover Scorpions Hannover (Scorp.)
Icefighters Leipzig Leipzig
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Hammer Eisbären Hamm
Herforder EV Herford
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Füchse Duisburg Duisburg
Tilburg Trappers Trappers
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Rostock Piranhas Rostock
Herner EV Herne
- : -
Crocodiles Hamburg Hamburg
Hannover Indians Hannover (Indians)
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ESC Moskitos Essen Essen