Saale Bulls Halle setzen sich nach Sieg mit fünf Punkten abScorpions und Leipzig überholen Indians

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Dahinter lauern mit zwei Spielen Rückstand die Tilburg Trappers. Die Hamburger Crocodiles überholten die Herner, stehen nun auf Platz sechs. Von den letzten sieben Teams waren nur Krefeld und Rostock siegreich. Krefeld überholte Rostock, steht jetzt auf zwölf und Rostock wiederum gab die rote Laterne wieder zurück nach Hamm.

Krefelder EV U23 – Hammer Eisbären 6:4 (3:0, 2:0, 1:4)

Vielleicht sollte man den Eisbären vor dem Spiel mal mitteilen, dass es nicht 20 Minuten, sondern deren 60 dauert. Der Grund für diese garstige Anmerkung: Wieder einmal lagen die Hammer nach 40 Minuten aussichtslos zurück, um dann mit Verve zurückzukommen und fast noch einen 0:5-Rückstand aufzuholen. Die Krefelder, die ihre besten Kräfte in Luca Hauf und Marcel Mahkovec, mit jeweils drei Scorerpunkten hatten, führten nach 33 Minuten mit 5:0. Dieser Spielstand hielt bis zur 43. Minute und dann begann die Aufholjagd der Gäste. Elf Minuten später führten die Hausherren nur noch mit 5:4 und erst ein Empty-Netter von Tim Dreschmann elf Sekunden vor Spielende beendete die Diskussion nach dem Sieger.

Tore: 1:0 (01:35) Adrian Grygiel (Hauf, Schmitz), 2:0 (12:34) Luca Hauf (Mahkovec, Schuster), 3:0 (15:01) Adrian Grygiel (Mahkovec, Hauf), 4:0 (28:25) Maciel Rutkowski (Schaaf, Bauermeister), 5:0 (32:16) Marcel Mahkovec (Ehrich, Onckels), 5:1 (42:18) Kevin Trapp (Furda, Trivellato), 5:2 (45:55) Michel Limböck (Lichnovsky, Hoppe), 5:3 (48:39) Artyom Alexandrow (Schutz, Spacek), 5:4 (53:55) Christopher Schutz, 6:4 (59:49) Tim Dreschmann (Schitz, Rutkowski ENG).

Hannover Scorpions – Herner EV Miners 6:4 (1:2, 1:2, 4:0)

Immer wenn die Herner in Mellendorf aufkreuzen gibt es ein spielerisches Spektakel und so war es auch am Freitagabend. Obwohl nur auf Platz sechs liegend, zeigten die Miners den heimischen Scorpions die Zähne, führten nach vierzig Minuten mit 4:2, um am Ende mit einer Niederlage das Eis zu verlassen. Das Ganze als unverdient zu bezeichnen, wäre allerdings falsch, denn die Scorpions zeigten Moral, kamen mit viel Power aus der letzten Drittelpause und hatten am Ende auch das Glück des Tüchtigen. Überragend am Ende Scorpions-Stürmer Julian Airich, dem vier Scorerpunkte gelangen und der sich damit auf Platz 16 in der Scorerliste emporschwang. Ebenfalls exzellent Thomas Supis. Der Defender holte drei Punkte, steht aktuell auf Platz 28 und ist bester Nord-Verteidiger. Bei den Hernern überzeugte Ex-Scorpion Tomi Wilenius mit drei Punkten.

Tore: 0:1 (06:36) Dennis Swinnen (Orendorz, Fominych), 0:2 (09:25) Nils Liesegang (Wilenius, Marsall), 1:2 (12:09) Christoph Kabitzky (Just, Hammond), 1:3 (31:29) Tomi Wilenius (Komov, Peleikis), 2:3 (33:25) Julian Airich (Supis, Just 5-4), 2:4 (35:59) Denis Fominych (Swinnen, Wilenius), 3:4 (40:28) Mike Hammond (Supis 5-4), 4:4 (48:46) Thomas Supis (Kabitzky, Airich 5-4), 5:4 (57:52) Julian Airich, 6:4 (59:01) Tyler Gron (Valery Trabucco, Airich).

Crocodiles Hamburg – EG Diez-Limburg 7:5 (2:1, 4:1, 1:3)

Wieder einmal zeigten sich zwei Fakten. Zum einen, dass die Crocodiles fast über ihre unterirdische Chancenausnutzung im ersten Drittel (18:4) gefallen wären und zweitens, dass die Limburger sich auswärts wohler fühlen als zuhause und fast die Hamburger noch gestürzt hätten. Bei den Crocodiles konnte man sich am Ende beim zweiten Block (14 Punkte) für den Sieg bedanken, während die erste Reihe gerade einmal auf mickrige vier Punkte kam. Bei den Limburgern zeigte das Trio Steve Slaton, Leonhard Korus und Lorenzo Valenti mit je zwei Punkten die stärkste Leistung. Für Torhüter Louis Busch war nach dem 1:5 der Arbeitstag zu Ende und sein Stellvertreter Tim Stenger musste nur noch zweimal hinter sich greifen.

Tore: 1:0  (00:37) Dominik Lascheit (Zuravlev, Reed 5-4), 2:0 (03:02) Dominik Lascheit (Zuravlev, Reimer), 2:1 (15:08) Lorenzo Valenti (Voronow, Lehtonen), 3:1 (22:02) Dennis Reimer (Zuravlev, Tramm), 4:1 (22:47) Norman Martens (Reed, Domogalla), 5:1 (25:57) Dominik Lascheit (Gauch, Zuravlev), 6:1 (33:35) Maximilian Schaludek (Östling, Zimmermann), 6:2 (37:05) Konstantin Firsanow (Korus, Valenti), 7:2 (50:44) Jan Tramm (Reimer, Gauch), 7:3 (51:58) Nikita Krymskiy (König, Lademann), 7:4 (53:56) Kyle Brothers (Matheson, Slaton), 7:5 (59:05) Steve Slaton (Korus, Büsing).

Saale Bulls Halle – Hannover Indians 4:2 (1:0, 0:1, 3:1)

Im zweiten Spitzenspiel des Tages gewannen die Hallenser verdient gegen den Verfolger vom hannoverschen Pferdeturm und setzten sich mit fünf Punkten vor dem Tabellenzweiten Scorpions ab. Enttäuschend die Kulisse in Halle. Gerade einmal 900 Zuschauer, darunter eine Busladung aus Hannover waren Zeuge, wie sich nach ausgeglichenem Spiel die Bulls im dritten Drittel durchsetzten. Entscheidend war dabei das 2:1, als Bulls-Stürmer Lukas Valasek ein doppeltes Überzahlspiel nutzen konnte. Nach dem 3:1 von Roman Pfennings, übrigens wie Valasek auch schon mal für die Indians aktiv, setzte noch ein weiterer Ex-Hannoveraner, diesmal der frühere Scorpion Patrick Schmid mit dem 4:1 das letzte Ausrufezeichen. Für ein Negativum sorgte in der letzten Spielminute der Hallenser Pascal Grosse. Dem Stürmer war wohl das zweite Indians-Tor von Jayden Schubert auf den Magen geschlagen, denn er lieferte sich noch ein letztes Gefecht mit dem Indian Joe Kiss und musste danach, 46 Sekunden vor Schluss, gar noch eine Matchstrafe hinnehmen. Für die Statistik: Das erste Indians-Tor erzielte Parker Bowles per Penalty und setzte sich mit seinem 22. Scorerpunkt auf Platz sechs in der Liga fest.

Tore: 1:0 (02:27) Tim May (Halbauer, Valasek), 1:1 (31:17) Parker Bowles (PS), 2:1 (44:16) Lukas Valasek (Niemelä, Vihavainen 5-3), 3:1 (47:20) Roman Pfennings (Schmid, Hildebrand), 4:1 (58:23) Patrick Schmid, 4:2 (59:14) Jayden Schubert (Palka, Pohl).

Rostock Piranhas – Moskitos Essen 4:3 (2:1, 1:0, 0:2, 1:0) n.V.

Das war am Ende pures Glück für die Piranhas gegen konditionsstarke Essener. Die mit nur 13 Feldspielern angetretenen Hausherren beherrschten über vierzig Minuten das Spiel, führten verdient, mussten im dritten Drittel den wiederum verdienten Ausgleich hinnehmen und in der Overtime, als alle Welt schon auf das Penaltyschiessen wartete, gelang dem Ungar-Kanadier Jesse Dudas mit dem ersten Rostocker Schuss in der Verlängerung der Siegtreffer. Damit überholten die Piranhas wieder die Hammer und stehen nun auf Platz 13. Überragend auf Rostocker Seite Lukas Koziol und Justin Maylan mit je drei Scorerpunkten. Maylan steht aktuell mit 24 Scorerpunkten (3 Tore) hinter dem Hallenser Patrick Schmid auf Platz drei der Scorerliste, Lukas Koziol mit 18 Punkten auf einem starken 18. Platz. Für Essen waren Mark Zajic (Platz 43) und Andre Huebscher (Platz 57) mit je zwei Punkten die eifrigsten Punktesammler.

Tore: 1:0 (07:12) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Lavallee), 2:0 (09:47) Lukas Koziol (Maylan, Gerstung), 2:1 (16:59) Andre Huebscher (MacLeod, Zajic), 3:1 (28:27) Justin Maylan (Balla, Koziol 5-4), 3:2 (40:41) Mitch Bruijsten (Spelleken, Kreuzmann), 3:3 (56:24) Enrico Saccomani (Zajic, Huebscher 5-4), 4:3 (64:18) Jesse Dudas (Koziol, Morgan).

Herforder EV – Icefighters Leipzig 3:4 (1:0, 1:2, 1:2)

Mit Glück konnten die Leipziger die Herforder Hürde meistern. Allerdings setzte sich am Ende das druckvollere Spiel der Gäste durch, die wiederum mit einer starken Defensive beeindruckten. Im Tor stach Leipzigs Keeper Patrick Glatzel mit 88,5 Prozent Fangquote seinen Gegenüber Kieren Vogel (81,8 Prozent) aus und dann war der erste Leipziger Block seinem Pendenten klar mit 4: -7 Punkten überlegen. Lediglich in einer Disziplin zeigten sich die Herforder als mehr als ebenbürtig. Im Powerplay konnten sie von sieben Versuchen zwei erfolgreich vollenden (28 Prozent), während den Leipzigern bei nur zwei Möglichkeiten eine Nullnummer blieb.

Tore: 1:0 (09:51) Quirin Stocker (Rinke, Begovs 5-4), 2:0 (25:04) Christoph Koziol (Schütt, Weikamp), 2:1 (32:43) Maximilian Spöttel (Miguez 4-5), 2:2 (34:27) Joonas Riekkinen (Slanina, Farrell), 2:3 (44:03) Ian Farrell (Slanina, Riekkinen), 3:3 (49:59) Dennis Schütt (Berekowskij, Koziol), 3:4 (51:43) Maximilian Spöttel (Stopinski, Burns).


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