Saale Bulls Halle rücken auf Rang drei vorOberliga Nord kompakt

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Während die spielfreien Tilburg Trappers das Gerangel hinter sich in Ruhe ansehen konnten, mussten die Leipziger und die Füchse einen Rückschlag hinnehmen, nehmen jetzt die Plätze vier und fünf ein. Der Auswärtssieg in Mellendorf ließ die Indians auf Rang sechs verweilen, während die Essener immerhin durch den Erfolg gegen Duisburg drei Punkte aufholen konnten.

In der Qualifikation ziehen weiterhin die Herner einsam ihre Kreise, haben jetzt, da Erfurt spielfrei war, schon 24 Punkte Vorsprung. Erfurt blieb trotzdem auf Platz zwei, die Crocos versäumten es, den Vorsprung auf Rostock auszubauen, sind jetzt nach dem 2:3 in Berlin nur noch einen Punkt vor den Piranhas. Auf den letzten drei Plätzen hat sich hingegen nichts getan. Preussen Berlin hat neun Punkte Vorsprung auf Timmendorf und diese wiederum drei auf den Tabellenletzten aus dem Harz.

Saale Bulls Halle – EXA Icefighters Leipzig 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)

Im Augenblick befinden sich die Hallenser in absoluter Topform und lassen nichts anbrennen. Das mussten auch die Leipziger Icefighters anerkennen, die zwar in der Partie mit 1:0 nach nur 104 Sekunden durch Jakob Weber in Führung gingen, danach aber in Sachen Effizienz sich eine Lehrstunde durch die Gastgeber gefallen lassen mussten. Zwar konnte Tim May in der 13. Minute ausgleichen, aber die erste Führung der Saale Bulls, die diese sich dann auch nicht mehr nehmen ließen, gab es für die 1770 Zuschauer erst in der 22. Minute zu bejubeln. Michal Schön traf im Powerplay zum 2:1. Zwölf Sekunden vor Drittelende, die Leipziger waren vermutlich schon gedanklich beim Pausentee fiel das psychologisch unglückliche 3:1. Maximilian Schaludek traf nach Vorarbeit von Burns. Im letzten Drittel warfen die Leipziger alles nach vorne, das einzige Tor des Drittels erzielte jedoch Maximilian Spöttel in der 50. Minute nach einem Alleingang.

Moskitos Essen – Füchse Duisburg 3:2 (1:2, 1:0, 1:0)

Und wieder gab es auswärts ein 2:3, nur diesmal bereits in der regulären Spielzeit. Dabei sahen die 1815 Zuschauer am Essener Westbahnhof ein interessantes und ausgeglichenes Spiel, dass im ersten Drittel von der Leistung der Duisburger lebte. Bereits in der fünften Minute brachte Mike Schmitz nach Pass von Ziolkowski seine Farben in Führung und auch der Ausgleich der Essener in der elften Minute, Torschütze war Kapitän Dennis Thielsch, brachte die Wedauer nicht aus der Fassung. Im Gegenteil, sie antworteten direkt mit der erneuten Führung. Berzins bediente Cornelius Krämer und überwand den Essener Keeper Sebastian Staudt zum 2:1. Im Mitteldrittel übernahmen dann die Essener das Kommando, wollten den Ausgleich und dieser gelang schließlich auch in der 27. Minute. Julian Lautenschlager konnte eine Vorlage von Bires und Pfänder zum 2:2 ausnutzen. Eine Vorentscheidung, die zunächst nichts mit dem Ergebnis zu tun hatte, gab es dann in der 40. Minute. Der Holland-Kanadier der Füchse, Raphael Joly, holte sich eine 2+2+Matchstrafe ab und diese neunminütige Unterzahl überstanden die Duisburger fast. Leider in ihren Augen nur fast, denn ganze 21 Sekunden vor Ablauf traf Dennis Thielsch zum umjubelten 3:2 für die Moskitos ins Netz.

Hannover Scorpions – Hannover Indians 3:4 (0:0, 1:0, 2:3, 0:1) n.P.

2103 Zuschauer kamen ins Mellendorfer Eisstadion, darunter etwa 300 Indians-Fans und sie sahen ein stellenweise hochklassiges, immer spannendes Match mit einem überraschenden Ende. Im ersten Drittel bereits bekamen beide Keeper einiges zu tun, konnten aber ihr Gehäuse reinhalten. Das änderte sich schließlich in der 33. Minute, als Robin Thomson die Scorpions mit 1:0 in Führung brachte. Das schockte die Indians, die sich mühevoll bis zur zweiten Pause retten konnten. Als das 2:0 bereits in der 42. Minute fiel, Torschütze war Christoph Koziol, da gab niemand mehr im Stadion einen Pfifferling auf die Gäste, die jedoch eiskalt zurückschlugen. Ganze zwölf Sekunden später hatte Ex-Scorpion Andreas Morczinietz das 1:2 erzielt. Jetzt wackelten die Gastgeber und nur vier Minuten später brachte ein Doppelschlag (Tore: Igor Bacek, 46. und Branislav Pohanka, 47.) die Indians gar mit 3:2 in Führung. Jetzt entwickelte sich eine Abwehrschlacht, die fast glücklich für die Gäste ausgegangen wäre. In der 57. Minute konnte Schmid einen Abpraller von Indians-Keeper Albrecht zum 3:3 ausnutzen. In der Verlängerung noch einmal Aufregung, als sich die Gäste eine kleine Strafe einhandelten aber diese konnte mit Glück und Geschick das 3:4 vermeiden. Im Penaltyschießen traf als einziger Robby Hein, so dass die zwei Punkte an die Gäste vom Pferdeturm gingen.

Qualifikation

ECC Preussen Berlin – Crocodiles Hamburg 3:2 (1:2, 0:0, 2:0)

Es werden immer weniger Zuschauer, jetzt waren es nur noch 173 und die sahen einen verdienten 3:2-Sieg der Berliner. Die Tore für die Preußen markierten Grunwald (15.), Lijdsman (50.) und Janke (59.), für die Hamburger war zweimal Zuravlev  (17., 18.) erfolgreich.

Harzer Falken Braunlage – Herner EV 3:6 (2:2, 0:1, 1:3)

Die 480 Zuschauer sahen, zumindest in den ersten beiden Dritteln, eine ansprechende Leistung des Außenseiters. Die Falken forderten die Herner und sie brachten es fertig,  einen Rückstand im ersten Drittel nicht nur  auszugleichen sondern sogar selbst in Führung zu gehen. Das 1:0 der Gäste durch Sören Hauptig bereits nach vier Minuten glich der Schwede Bjuhr in der achten Minute aus und in der zwölften Minute durften die Braunlager sogar das süße Gefühl einer Führung, erzielt von Tim-Lucca Krüger, genießen. Dieses Hochgefühl hielt drei Minuten, dann hatte Phillip Kuhnekath ausgeglichen. Auch im zweiten Drittel ließen sich die Falken noch nicht abhängen. Lois Spitzner brachte zwar den HEV in der 30. Minute mit 3:2 in Führung, aber einen Führungsausbau konnten die Herner erst im dritten Drittel bejubeln, dann aber schnell. Danny Albrecht besorgte das 4:2 bereits nach 32 Sekunden und Aaron McLeod erhöhte in der 44. Minute auf 5:2. Damit war das Spiel für die Braunlager gelaufen, die sich redlich bemühten und durch Kapitän Thomas Schmid in der 47. Minute sogar noch auf 3:5 herankamen. Den Endstand 6:3 für den HEV besorgte Phillip Kuhnekath in der sechzigsten Spielminute.

Rostock Piranhas – EHC Timmendorfer Strand 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) n.V.

Eine regelrechte Abwehrschlacht mussten die Timmendorfer in Rostock hinnehmen. Am Ende der 60 Minuten hatte Rostock zwar ein Schussverhältnis von 42:15 aufzuweisen aber es stand immer noch 1:1. Tor für Rostock: Arthur Lemmer (16.), Tor für Timmendorf: Daniel Lupzig (34.). In der Verlängerung gelang in der 62. Minute dann Kevin Piehler das hochverdiente 2:1 für die Rostocker Piranhas.


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