Saale Bulls Halle gewinnen Ligatopspiel bei Hannover ScorpionsEssen überrascht Hamburg

Die Hannover Scorpions und die Saale Bulls Halle im Duell. (Foto: Manfred Schneider)Die Hannover Scorpions und die Saale Bulls Halle im Duell. (Foto: Manfred Schneider)
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Am Ende bestätigten sie mit dem Sieg Platz eins in der Oberliga Nord, haben jetzt wieder fünf Punkte Vorsprung vor den Scorpions und deren acht auf Tilburg. Freude über den Essener Sieg gegen Hamburg gab es sicherlich nicht nur in Essen, sondern auch am Pferdeturm. Die Indians profitierten von der Hamburger Schlappe in der Ruhrmetropole, haben weiterhin neun Punkte Vorsprung auf die Crocodiles und nur noch zwei Spiele mehr absolviert. Essen jubelte am Ende nach dem Sieg auch über Platz zehn. Zwar konnte Herford überholt werden, aber man ist mit den Westfalen jetzt punktgleich.

Hannover Scorpions – Saale Bulls Halle 3:4 (2:1, 0:1, 1:1, 0:1) n.V.

In einem echten Play-off-Kampf zeigten sich die Hallenser im Spitzenspiel der Oberliga Nord als Spielverderber für die Hausherren. Diese hatten vor dem Spiel sicherlich große Ziele. Einmal wollten sie am liebsten das unglaubliche 11:1 der ersten Begegnung von Anfang Oktober 2021 wiederholen und dann natürlich  den Rückstand auf den Sonnenplatz der Liga um drei Punkte verkürzen. Wäre das Unterfangen gelungen, dann hätten die Scorpions am kommenden Wochenende die Chance erhalten, wieder Platz eins zu erobern.

Es sollte jedoch nicht so sein, obwohl der Spielstart dem vom Oktober ziemlich ähnelte. Die Hausherren kamen mit viel Schwung aus der Kabine, setzten die Bulls sofort unter Druck und kamen auch zu Torerfolgen. Nach nur vier Spielminuten für die Scorpions mit 2:0 und die anwesenden, zugelassenen 500 freuten sich schon auf eine Wiederholung des Schützenfestes. Ausgerechnet zwei Stürmer, die zuletzt in Hannover aktiv waren, sorgten für den Ausgleich. Erst traf Lukas Valasek, dann Patrick Schmid. Mit dem 2:2 ging es in die zweite Pause und danach fielen nur noch zwei Tore, auf beiden Seiten und in Überzahl. Tatu Vihavainen brachte Halle gar in Führung, Robin Just glich für die Scorpions aus, wobei das Tor 25 Sekunden vor Spielende fiel. Ein kleiner Schock für Halle, aber die Bulls zeigten Nehmerqualitäten und Tatu Vihavainen brauchte in der Verlängerung nur 46 Sekunden, ehe er mit seinem zweiten Tagestor die Entscheidung herbeibrachte.

Beste Spieler für die Hannoveraner, die auch wieder auf drei Förderlizenzspieler aus Wolfsburg zurückgreifen konnten, waren Robin Just und Mario Valery Trabucco. Bei Halle glänzten Patrick Schmid mit drei Punkten, sowie Sören Sturm, Tatu Vihavainen, Lukas Valasek und Torhüter Jakub Urbisch.

Tore: 1:0 (02:17) Mario Valery Trabucco (Koziol, Raabe), 2:0 (04:01) Robin Just (Airich, Klöpper), 2:1 (08:24) Lukas Valasek (Sturm, Schmid 5-4), 2:2 (23:29) Patrick Schmid (Valasek), 2:3 (44:45) Tatu Vihavainen (Sturm, Schmid 5-4), 3:3 (59:35) Robin Just (Ross, Supis 5-4), 3:4 (60:46) Tatu Vihavainen

Moskitos Essen- Crocodiles Hamburg 4:3 (1:3, 3:0, 0:0)

Die Überraschung des Spieltages. Essen musste innerhalb von 24 Stunden gleich zweimal antreten und zeigte nach dem harten 1:5 vom Dienstag gegen die Indians eine tolle Steigerung. Dabei sah es im ersten Drittel nach einer Fortsetzung des Desasters vom Vortag aus. Hamburg beherrschte das Spiel und führte folgerichtig mit 3:1. Im Mitteldrittel kam Essen zurück und ging seinerseits mit 4:3 in Führung. Hamburg wollte in den letzten zwanzig Minuten das Ruder herumreißen, konnte aber trotz drückender Überlegenheit nicht den Ausgleich erzielen. Überragender Spieler des Tages war Essens Andre Huebscher, dem drei Tore gelangen. Ihm folgten Marc Zajic, Robby Hein und Dominik Luft und natürlich Keeper Pascal Seidel (95,1 Prozent Fangquote). Bei Hamburg den stärksten Eindruck machten Adam Domogalla und Sam Verelst. Am Rande noch erwähnenswert wäre, dass die Essener Statistiker der Liga keinen Gefallen tun, wenn sie in der Schussstatistik alles zählen. Das die Crocodiles im letzten Drittel 31 Schüsse abgefeuert haben, kann so einfach nicht stimmen und macht im Endeffekt die ganze Statistik kaputt.

Tore: 0:1 (05:48) Sam Verelst (Hamel, Domogalla), 1:1 (05:53) Andre Huebscher (Hein, Zajic), 1:2 (08:00) Adam Domogalla (Verelst), 1:3 (10:44) Victor Östling (Reimer, Zimmermann), 2:3 (23:44) Andre Huebscher (Frick, Luft), 3:3 (30:27) Robby Hein (Saccomani, Ziolkowski), 4:3 (37:47) Andre Huebscher (Zajic, Luft)

Tilburg Trappers – Icefighters Leipzig verschoben


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