Saale Bulls Halle festigen Rang zweiOberliga Nord kompakt

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Die Leipziger blieben trotz der Niederlage in Halle auf Rang Fünf und weil sich die Hannover Indians die zu erwartende Pleite in Tilburg abholten und Essen ausgerechnet in Duisburg zeigte, wie man das Wort Moral schreibt, wurden die Indians auf Platz sieben durchgereicht, während Essen nun Platz sechs ziert.

Noch höher als von Tilburg ist der Vorsprung der Herner in der Qualifikationsrunde. Satte 28 Punkte beträgt der Vorsprung und die Grün-Weiß-Roten können sich auf die Play-offs vorbereiten. Die Erfurter können sich freuen. Ein überraschender Auswärtssieg beim direkten Konkurrenten Hamburg brachte ihnen den sicheren zweiten Tabellenplatz. Zum Glück für Hamburg verlor auch Rostock, so dass Platz drei gehalten werden konnte. Durch den Sieg gegen Timmendorf näherten sich die Berliner bis auf fünf Punkte den Rostockern und auch hier kann es noch spannend werden. Zehn Punkte hinter Berlin befindet sich Timmendorf und weitere neun Punkte zurück halten die heute spielfreien Harzer Falken die rote Laterne.

Meisterrunde

Tilburg Trappers – EC Hannover Indians 3:1 (0:0, 3:0, 0:1)

Obwohl ein verdienter Sieg der Trappers zeigten die Indians ihre bislang beste Leistung in Tilburg. Sie forderten dem Tabellenführer alles ab und das Spiel hätte auch umgekehrt ausgehen können. Die Entscheidung fiel zwischen der 27. und 29. Minute, als Ryan Collier und Kevin Bruijsten den Favoriten mit 2:0 in Führung brachten. Mitch Bruijsten erhöhte dann sogar noch in 39. Minute auf 3:0. Im letzten Drittel belagerten die Trappers zunächst das gegnerische Tor, kamen aber zu keinem Torerfolg mehr. Vielleicht auch, weil Gästekeeper Golumbek zu absoluter Hochform auflief. Nach dem Anschluss von Igor Bacek in der 49. Minute verlagerte sich das Spiel stark auf die Seite der Niederländer, die es jetzt ihrem Keeper Meierdres zu verdanken hatten, dass es beim 3:1 blieb.

Füchse Duisburg –Moskitos Essen 6:8 (6:2, 0:4, 0:2)

Wer gedacht hatte, dass das 6:7 nach 5:2-Führung vor einigen Wochen bei den Hannover Scorpions schon ein verrücktes Ding der Füchse war, der wurde heute Abend eines Besseren belehrt. Gegen den Reviernachbarn aus Essen brachten es die Füchse fertig, einen 6:2-Vorsprung vor eigenem Publikum zu verspielen und am Ende mit 6:8 zu verlieren. Auch der Start der Duisburger war unglaublich, lag aber noch im positiven Bereich. Innerhalb von nur 90 Sekunden, zwischen der dritten und der fünften Spielminute, schossen Lars Grözinger (2) und Raphael Joly einen 3:0-Vorsprung heraus. Den Anschluss von Kyle DeCoste (8.) zum 1:3 beantworteten die Füchse mit dem direkten 4:1, nur 21 Sekunden später, Torschütze war erneut Lars Grözinger. In der zwölften Minute erhöhte Marco Habermann und auch als Tom Fiedler in der 18. Minute auf 2:5 verkürzte, hatten die Füchse die passende Antwort. André Huebscher traf nur eine Minute später zum 6:2. Jetzt hofften wahrscheinlich viele der anwesenden 1466 Zuschauer auf einen zweistelligen Sieg der Gastgeber, die erstmals nur mit einem Trainer, Reemt Pyka hat nun die alleinige Verantwortung, angetreten waren. Tatsächlich fielen auch vier Tore im zweiten Drittel, aber alle für die nicht aufsteckenden Gäste aus Essen. Kyle DeCoste (22.), Andrej Bires (23.), Dominik Ochmann (36.) und Julien Peletier (40.) glichen zum 6:6 aus. Die konsternierten Duisburger versuchten zwar im letzten Drittel, das Spiel an sich zu reißen, erfolgreich waren jedoch nur die Essener. Julien Pelletier (52.) und Dominik Lascheit (55.) trafen für die Gäste zum 8:6.

Saale Bulls Halle – Icefighters Leipzig  4:2 (1:1, 1:0, 2:1)

Endlich fand ein Spiel mal vor einer starken Kulisse statt. 1754 Zuschauer wollten die Partie sehen und sie sahen einen harten Kampf mit einem glücklichen Sieger. Denn optisch und nach dem Schussverhältnis (34:27) hatte Leipzig die Nase vorn aber die aussagekräftigeren Torargumente hatte am Ende Halle. Der Pole Kacper Guzik (7.) brachte Halle in Führung, Hannes Albrecht (18.) glich für Leipzig aus. Halles Neuer, Thomas Zuravlev (30.) brachte die Bulls wieder in Führung. Philipp Gunkel (45.) erzielte im dritten Drittel das 3:1, dem Kai Schmitz (58.) das 4:1 folgen ließ. Damian Martin traf zwar im direkten Gegenzug zum 2:4, konnte aber an der Niederlage nichts mehr ändern.

Qualifikation

ECC Preussen Berlin – EHC Timmendorfer Strand  5:2 (0:2,3:0,2:0)

Den besseren Start hatten zunächst die Timmendorfer im Ostseederby. Der aus Halle neu erworbene Tim Dreschmann brachte die Gäste in der achten Minute mit 1:0 in Führung. Dieser Vorsprung wurde durch Daniel Lupzig (19.) auf 2:0 erhöht. Im zweiten Drittel kamen die Berliner zurück ins Spiel und drehten das Ergebnis nach Toren von Daniel Volynec (24.,26.) und  Marvin Krüger (31.) auf 3:2. Das schnelle 4:2 von Josh Rabbani bereits nach 15 Sekunden im Abschlussdrittel nahm den Gästen ein bisschen die Moral. Trotzdem kämpften die Timmendorfer verzweifelt weiter, nahmen Keeper Dalgic bereits 150 Sekunden vor Schluss aus dem Kasten aber es änderte nichts am Spielstand. Im Gegenteil, am Ende konnte ECC-Stürmer Justin Ludwig drei Sekunden vor Schluss durch einen Empty-Netter das 5:2 markieren.

Herner EV – Rostock Piranhas  7:2 (1:0, 2:0, 4:2)

Eine Pflichtübung vor nur 702 Zuschauern für die Herner. Marcus Marsall (15.,50.), Vladimir Vaskovsky (24.), Philipp Kuhnekath (40.), Lois Spitzner (45.),Brad Snetsinger (52.) und Sören Hauptig (57.) erzielten die Tore für den überlegenen Qualifikations-Spitzenreiter, während für die Piranhas Michal Bezouska (54.) und Greg Classen (57.) erfolgreichen waren.

Crocodiles Hamburg – Black Dragons Erfurt 2:3 (0:1, 0:1, 2:1)

Wer gedacht hatte, dass die Crocodiles das Spiel bestimmen würden, lag komplett falsch. Die Erfurter Gäste belagerten förmlich das Tor der Gastgeber und das es am Ende des ersten Drittels nur 1:0 für die Black Dragons stand und nicht höher hatten die Hamburger ihrem Keeper Kai Kristian zu bedanken. Dieser ließ sich nur in der 17. Minute von Carsten Gosdeck überwinden. Felix Schümann erhöhte im zweiten Drittel, das deutlich ausgeglichener ablief, auf 2:0 für Erfurt. In der 45. Minute Brad McGowan auf 1:2 verkürzen aber nur drei Minuten später erhöhte Michal Vazan auf 3:1 für Erfurt. Jetzt warfen die Hamburger alles nach vorne aber es fiel nur ein Tor und das viel zu spät. Andre Gerartz traf nur wenige Sekunden vor Spielende zum Endstand 2:3.

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Oberliga Nord Playoffs

Freitag 16.04.2021
Hannover Scorpions Scorpions
6 : 5
Crocodiles Hamburg Hamburg
Tilburg Trappers Trappers
1 : 4
Herner EV Herne
Sonntag 18.04.2021
Herner EV Herne
- : -
Tilburg Trappers Trappers
Crocodiles Hamburg Hamburg
- : -
Hannover Scorpions Scorpions
Dienstag 20.04.2021
Hannover Scorpions Scorpions
- : -
Crocodiles Hamburg Hamburg
Tilburg Trappers Trappers
- : -
Herner EV Herne