Saale Bulls Halle auf Kurs zu Platz zweiOberliga Nord kompakt

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Die Moskitos Essen hatten ihren diesjährigen Lieblingsgegner, die Hannover Indians, zu Gast und sprangen nach dem erneut klaren Erfolg sogar auf Platz drei. Allerdings trennt die Essener vom Vierten, den Hannover Scorpions, und dem Fünften, den Leipziger Icefighters, lediglich das Torverhältnis. Alle drei rangieren augenblicklich bei 73 Punkten. Zwei dahinter die an diesem Wochenende enttäuschenden Indians, die lediglich noch die Duisburger Füchse (70.) hinter sich wissen.

In der Qualifikationsrunde hatte Herne spielfrei, blieb aber mit 30 Punkten Vorsprung vorne. Die Hamburger Crocodiles profitierten von der Erfurter Niederlage in Berlin und haben nun vier Zähler zwischen sich und die Black Dragons gebracht. Dahinter, ebenfalls mit vier Punkten Rückstand, die Rostocker Piranhas. Auf den Plätzen fünf bis sieben wird sich auf Grund der großen Punktelücken auch an den restlichen Spieltagen nichts mehr verändern.

Meisterrunde:

Icefighters Leipzig – Tilburg Trappers 2:3 (0:0, 0:2, 2:0, 0:1) n.V.

Ein echtes Spitzenspiel fand vor 1003 Zuschauern in Leipzig  statt. Obwohl die Tilburger leicht überlegen waren, blieb es nach 20 Minuten beim 0:0. Im zweiten Drittel setzten die Trappers ihr starkes Spiel fort und jetzt auch effizient. Die Brüder Bruijsten trafen zum 2:0 für die Gäste (Kevin 37., Mitch 39.). In den letzten zwanzig Minuten demonstrierten die Leipziger ihre konditionelle Stärke und glichen durch Antti Paavilainen (41.) und Damian Schneider (57.) aus. In der Verlängerung war der Zauber schnell wieder vorbei, da die Niederländer durch Nardo Nagtzaam (61.) bereits nach 37 Sekunden die Entscheidung für sich herbeiführten.

Hannover Scorpions – Saale Bulls Halle 2:3 (2:1, 0:1, 0:0, 0:1) n.V.

Ein sehr ausgeglichenes Spiel fand auch in Mellendorf vor 915 Zuschauern statt. Die Saale Bulls gingen bereits beim ersten echten Angriff nach nur 54 Sekunden in Führung. Das Tor hatte Patrick Gunkel nach Vorlage von May erzielt. Am Ende des ersten Drittels wandelten die Mellendorfer das Ergebnis von 0:1 auf 2:1, als Sean Fischer (18.) und Björn Bombis (20.) trafen. Im zweiten Drittel verschärfte Halle das Tempo und kam auch in der 28. Minute zum verdienten Ausgleich, als Tim May etwas glücklich das 2:2 erzielte. Da im dritten Drittel nichts passierte, musste die Verlängerung her und da hatten beide Vertretungen die Möglichkeit des Siegtreffers, der in der 64. Minute fiel, als Michael Schaludek bei einem Konter das 3:2 für die Gäste glückte.

Moskitos Essen – EC Hannover Indians 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)

Obwohl sie 32 Schüsse auf das von Sebastian Staudt hervorragend gehütete Tor abgaben, mussten die Indians wieder mit doppelt leeren Händen die Heimreise antreten. Einmal ohne Punkte und dann auch noch ohne geschossene Tore. Da es im Januar bereits an gleicher Stelle eine 0:7 Peitsche gegeben hatte, kann man getrost feststellen, dass in dieser Saison der Essener Westbahnhof keine  glückliche Adresse für die Indians ist. Die Tore der optisch überlegenen  und effizient agierenden Essener erzielten Julien Pelletier (8.), Andrej Bires (15.,45.) und Christoph Ziolkowski (24.,60.).

Qualifikationsrunde

ECC Preussen Berlin – Black Dragons Erfurt 7:5 (1:3, 0:1, 6:1)

Ein verrücktes Spiel bekamen die nur noch 135 Zuschauer in Berlin zu sehen. Nach zwei Dritteln führte der klare Favorit aus Erfurt nach Toren von Michael Maaßen (3., 24.), Paul Klein (16.) und Carsten Gosdeck (18.) bei einem Gegentor von L. Stettmer (12.) mit 4:1. Als Carsten Gosdeck im letzten Drittel bereits nach 16 Sekunden auf 5:1 für die schwarzen Drachen erhöhte, da war das Spiel für die Erfurter wohl durch. Was für eine Fehleinschätzung! Auf einmal kamen die Preussen mit Macht zurück und innerhalb von 19 Minuten kehrten Josh Rabbani (44.,55.), Quirin Stocker (48.,51.), Lukas Ogorzelec (53.) und schließlich Julian van Lijden (60.) mit einem Empty-Netter das Ergebnis in ein unglaubliches 7:5 aus Berliner Sicht.

Crocodiles Hamburg – Rostock Piranhas 6:4 (2:2,2:1,2:1)

In einem komplett ausgeglichenen Spiel (35:35 Torschüsse) war ein Zwischenspurt der Crocodiles zwischen der 30. und der 50. Minute entscheidend, als sie von 2:3 auf 5:3 davonzogen. Für die Hamburger trafen Moritz Israel (3.), Brad McGowan (16.), Anton Zimmer (29.), Josh Mitchell (40.,51.) und Leo Prüßner (57.), während für die starken Piranhas Constantin Koopmann (2.,57.) Anton Lemmer (18.) und Ricco Ratajcyk (23.) erfolgreich waren.

EHC Timmendorfer Strand – Harzer Falken 3:7 (0:2, 2:2, 1:3)

Nachdem im Dezember beim ersten Aufeinandertreffen ein 4:3 für die Timmendorfer herauskam, erwarteten alle auch diesmal wieder ein knappes Ergebnis und lagen damit falsch. Die Harzer hatten diesmal das Glück auf ihrer Seite, denn bei einem Schussverhältnis von 34:48 kann eigentlich kein 7:3 herauskommen. Lukas Brückner (14.) schoss die Gäste in Führung und Artyom Kostyrev (20.) erhöhte auf 2:0. Dann markierte Cedric Montminy (22.) den Timmendorfer Anschluss und nach zehn spannenden und ausgeglichenen Minuten konnte Trevor Hendrix (36.) auf 3:1 für Braunlage erhöhen. Im direkten Gegenzug schaffte Kevin Kunz (36.) erneut den Anschluss und so blieb die Spannung genau zwei Minuten bestehen. In der 38. Minute traf Thomas Herklotz für die Falken zum 4:2 und diesmal fanden die Timmendorfer keine Antwort. Im letzten Drittel fiel bereits in der 42. Minute die Vorentscheidung, als Maximilian Bauer das 5:2 für die Falken besorgte. Jetzt versuchten die Timmendorfer alles, drängten nach vorne und boten natürlich Platz für Konter und Elias Bjuhr war schließlich in der 55. Minute zum 6:2 erfolgreich, dem Trevor Hendrix (57.) auch noch das 7:2 folgen ließ. Das 3:7 von Tim Dreschmann wenige Sekunden vor Schluss war im Endeffekt nur noch für die Statistiker interessant.

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