Rostock Piranhas übernehmen mit Kantersieg wieder Platz neunHerne Miners verlieren überraschend einen Punkt in Diez-Limburg

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Die beiden restlichen Partien brachten noch keine restlose Klarheit, lassen noch einen Funken Spannung offen. Herne verlor sicherlich durch die Overtime in Limburg einen wichtigen Punkt, hat es jetzt noch schwerer, die Hamburger Crocodiles, die 0,07 Punkte Vorsprung haben, noch einzuholen. Die Limburger, die eine exzellente Partie lieferten, werden wohl die Saison mit dem 13. Platz abschließen. Im Kampf um Rang neun zeigten sich die Rostocker in Partylaune. Mit dem unheimlichen Trio von Ungern-Sternberg, Pauker, Maylan versetzten sie die Krefelder Mini-Pinguine in Panik und schossen sich für die Pre-Play-offs mit einem zweistelligen Heimsieg warm.

EG Diez-Limburg – Herner EV Miners 2:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:1) n.V.

Das war schon eine Überraschung. Die Herner, die sich das Ziel gesetzt hatten, vielleicht am Ende doch noch an den Hamburg Crocodiles vorbeizuziehen und Platz sechs einzunehmen, mussten bei der Projektarbeit einen ziemlichen Rückschlag hinnehmen. Gastgeber Diez-Limburg, mittlerweile aus dem Kampf um Platz zehn ausgeschieden und um das finanzielle Überleben kämpfend, zeigte auch auf dem Eis, dass die Moral noch absolut intakt ist. Obwohl die Herner über die komplette Spielzeit das bessere Team waren, gelang es ihnen nicht, den Abwehrgürtel der Rockets in der regulären Spielzeit zu knacken. In dem fairen Spiel mit nur zwölf Strafminuten gingen die Limburger schnell in Führung und verteidigten diese bis in die Mitte des zweiten Drittels. Dann gelang es den beiden besten Hernern, den Ausgleich zu erzielen. Marcus Marsall markierte nach Vorarbeit von Kevin Orendorz sein25. Saisontor. Aber die Limburger hatten ihr Pulver noch nicht verschossen. Herne machte bisher im Powerplay keine schlechte Figur, ist aber für Shorthander-Tore anfällig und genau das passierte in der 35. Spielminute. Nico Lehtonen brachte dem HEV das zwölfte Gegentor bei eigenem Powerplay bei. In dieser Disziplin liegen die Miners leider auf dem letzten Platz. Nach diesem schockierenden Rückstand brauchten die Herner wieder zwanzig Minuten für den Ausgleich und wieder war der Torschütze Marcus Marsall, erneut auf Voralge von Kevin Orendorz. Mit diesem Spielstand ging es in die Overtime und hier hatten die favorisierten Ruhestädter die Nase vorn. Zum dritten Mal in diesem Spiel gab Kevin Orendorz den finalen Pass, nur diesmal traf Verteidiger Robert Peleikis.

Tore: 1:0 (03:39) Kevin Loppatto (Krymskiy, Drover), 1:1 (27:06) Marcus Marsall (Orendorz, Ackers), 2:1 (34:59) Nico Lehtonen (Lademann, Slaton 4-5), 2:2 ( 54:23) Marcus Marsall (Orendorz, Tegkaev), 2:3 (62:06) Robert Peleikis (Orendorz, ZIolkowski)

Rostock Piranhas – Krefelder EV U23 12:2 (6:0, 3:2, 3:0)

Mit dem Erfolg bewiesen die Piranhas, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht hatten. Die genau 777 Zuschauer konnten sich jedenfalls über 14 Tore freuen, und dass ihre Lieblinge sogar mit 12 Toren den Löwenanteil schossen, war natürlich eine Wohltat für die Seele der treuen Piranha-Fans. Besonders im Spielrausch befanden sich dabei drei Rostocker Spieler. Zum einen natürlich August von Ungern-Sternberg. Der 24jährige adlige Amerikaner schoss gleich ein halbes Dutzend Tore und beförderte sich in der Torschützenliste von Platz vier auf zwei mit jetzt 42 Toren. Vor ihm befindet sich nur noch der Hammer Christopher Schutz, dem schon 46 Tore gelangen. Der zweite Top-Akteur war Justin Maylan. Der Kanadier gab sieben (!!) Vorlagen, holte damit den Herner Nils Liesegang mit jetzt 58 Assist ein und belegt in dieser Kategorie Rang drei. Der dritte Mann des Tages war Tom Pauker. Mit vier Toren schaffte er einen persönlichen Rekord und mit jetzt 15 Toren verbesserte er sich im Rang auf Rang 56. Darüber hinaus überzeugten bei den Gastgebern noch Dante Hahn mit fünf Punkten, Jonas Gerstung und Constantin Koopmann mit drei Zählern. Bei Krefeld, das personell aus dem letzten Loch pfiff und gerade einmal zehn Feldspieler auf den Spielberichtsbogen brachte, überzeugte die gesamte Mannschaft wenigstens durch ihren fairen und kämpferischen Sportsgeist. Für die Statistiker: Dies war der erste zweistellige Sieg der Rostocker seit dem Dezember 2016 (11:5 gegen Braunlage) und der höchste Sieg seit dem November 2014 (12:1 gegen Wedemark).

Tore: 1:0 (00:35) August von Ungern-Sternberg (Gerstung, Hahn), 2:0 (03:28) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Gerstung), 3:0 (11:51) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Hahn), 4:0 (15:21) Dante Hahn (Maylan, Lavallee), 5:0 (17:07) Tom Pauker (Koopmann, Hahn 5-4), 6:0 (19:37) Tom Pauker (Herz, Seckel), 7:0 (21:07) Gianluca Balla (von Ungern-Sternberg, Maylan), 8:0 (22:42) Tom Pauker (Koopmann, Ledlin), 8:1 (28:53) Manuel Nix (Mahkovec, Kolle), 8:2 (29:26) Giovanni Schönfeld (Gärtner, Meierhofer), 9:2 (36:10) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Seckel), 10:2 (40:55) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Koziol 5-4), 11:2 (41:34) Tom Pauker (Koopmann, Gerstung), 12:2 (53:04) August von Ungern-Sternberg (Maylan, Hahn)

Abgesagt:

Hannover Indians – Hannover Scorpions

Die Pre-Play-offs nach aktuellem Stand:

Oberliga Nord:

Herner EV Miners – Moskitos Essen

Black Dragons Erfurt – Rostock Piranhas

Oberliga Süd:

SC Riessersee – EV Füssen

EC Peiting – EV Lindau Islanders

Das Achtelfinale der Oberliga-Play-offs nach aktuellem Stand:

Blue Devils Weiden – Platz 8 Nord

ECDC Memmingen Indians – Platz 7 Nord

Starbulls Rosenheim – Crocodiles Hamburg

Eisbären Regensburg – Icefighters Leipzig

EC Hannover Indians – Deggendorfer SC

Tilburg Trappers – Höchstadt Alligators

Hannover Scorpions – Platz 7 Süd

Saale Bulls Halle – Platz 8 Süd


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