Rostock Piranhas gewinnen überraschend bei den ScorpionsCrocodiles gewinnen Nordduell – Diez-Limburg bremst Erfurt

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Damit überholten die Ostseestädter wieder den KEV und näherten sich den Herfordern, die wegen Corona gegen Herne keine Eingriffsmöglichkeit hatten. Während Halle Platz drei sicherte, setzte sich im Verfolgerduell Hamburg gegen die Indians durch und weil sich Erfurt gegen Diez einen Fauxpas leistete, überholten die Crocodiles wieder ihren aktuellen Gegner, Herne und Erfurt wanderten ebenfalls höher und der Tagessieger des Freitags, die Indians rutschten gleich drei Plätze auf sieben ab. Allerdings ist bei einer Differenz von 0,08 Punkten zu Hamburg im Augenblick noch alles möglich.

Crocodiles Hamburg – Hannover Indians 5:3 (3:0, 2:1, 0:2)

Ein verdienter Erfolg zweier Konkurrenten um Platz vier. Das oberste Geheimnis der Gastgeber war, dass sie das starke Powerplay des Gegners durch ein Null-Strafzeit-Spiel komplett neutralisierten. Sie selbst waren zwar nicht überragend, konnten von sieben Gelegenheiten nur eine nutzen, aber immerhin kamen sie somit noch auf 14 Prozent. Dazu kam, dass sie im ersten Drittel auf 3:0, im Laufe des zweiten Drittels sogar auf 5:0 davonzogen. Nicht wenige der Indians-Fans am TV werden eine zweistellige Niederlage in den Bereich des Möglichen gesehen haben, aber danach kamen zeigten die Gäste Courage und brachten die Crocodiles noch halbwegs in Schwierigkeiten. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn es zehn Minuten länger gedauert hätte. Das sind aber im Nachhinein nur Spekulationen, die nicht beantwortet werden können. Tatsache war, dass nacheinander Dominik Lascheit (6., 24.), Harrison Reed (14.), nur sechs Sekunden nach dem 2:0 Victor Östling (15.) und Andre Gerartz (28.) auf 5:0 davonjagten und es den Indians schwer fiel halbwegs in Spiel zurückzufinden. In der 40. Minute, genau acht Sekunden vor der Drittelsirene traf Philip Hertel zum 1:5 und als Brett Bulmer (42.) schnell das zweite Indians-Tor hinterherschob, wurde es klar, dass die drei Punkte für die Hamburger noch nicht sicher waren. Zwar konnte Nico Turnwald (47.) sogar noch auf 3:5 verkürzen, aber danach fehlten den Gästen die Kraft für eine Überraschung.

Icefighters Leipzig – Hammer Eisbären 5:4 (0:2, 1:0, 4:2)

Wenn man ganz hinten steht, dann verliert man Spiele, die man bei einem besseren Tabellenplatz nicht verloren hätte. So ähnlich erging es am heutigen Sonntag den Hammer Eisbären, die eine für ihren Tabellenplatz sehr couragierte Leistung in Leipzig ablieferten und am Ende doch mit null Punkten die Heimreise antreten mussten. In den ersten 20 Minuten bestimmten die Westfalen gar das Spiel und führten zu Recht mit 2:0 nach Toren von Kevin Thau (5.) und Tobias Schwab (20.). Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn sich nicht die beiden Eisbären Lorer und Kraus innerhalb von nur 22 Sekunden eine Strafzeit geleistet hätten. Florian Eichelkraut (25.) bestrafte diese Nachlässigkeit mit dem 1:2, bei dem es bis nach der nächsten Pause blieb. Auch beim 2:2 von Hubert Berger (42.) war ein Überzahlspiel notwendig, aber die Hammer antworteten sofort mit dem 3:2 durch Milan Svarc (43.). Robin Slanina (49.) gelang das 3:3 und Hannes Albrecht (54.) brachte die Icefighters erstmals in Führung. Diese hielt jedoch nur zwei Minuten, denn die Eisbären kamen zum verdienten 4:4, als Andreas Valdix in Überzahl ausglich. 61 Sekunden vor Spielende zeigte dann Florian Eichelkraut noch einmal seine Torgefährlichkeit, als ihm das 5:4 gelang. Zwar nahmen die Eisbären ihren Keeper Sebastian May aus dem Tor, aber diese Maßnahme brachte nicht den erwünschten Erfolg.

Black Dragons Erfurt – EG Diez-Limburg 4:5 (1:2, 2:1, 1:1, 0:1) n.P.

Ein überraschender Erfolg des Neulings und Außenseiters. Zu verdanken hatten ihn die Diezer einmal ihrem Keeper Jan Guryca und zum anderen ihrem Importspieler Kyle Brothers. Der 27-jährige Kanadier, der ansonsten mehr als Zuspieler glänzt, erzielte zum fünften Mal in dieser Saison zwei Tore in einem Spiel und da er der entscheidende Mann im Penaltyschiessen war, auch das Tor zum 5:4. Zuvor hatte Brothers im strafzeitfreien ersten Drittel beide Tore (4., 9.) zum 2:0 erzielt, ehe Sean Fischer (18.) auch die Erfurter Farben ins Spiel brachte. Im zweiten Abschnitt erzielte Jeff Fearing (23.) gleich das 3:1 für die Gäste, aber die Erfurter kamen zurück. Maurice Keil (28.) und Kyle Beach (33.) glichen aus. Im dritten Spielabschnitt waren die Diezer wieder stärker, die Tore wurden jedoch brüderlich geteilt. Zum 4:3 traf Arnoldas Bosas (47.), das 4:4 markierte David Lademann (48.). Obwohl die Erfurter in der Verlängerung hoch überlegen waren und auch zwei Minuten Powerplay hatten, schafften sie nicht die Entscheidung, so dass am Ende die Diez-Limburger Vertretung zu Recht die zwei Punkte mit nach Hause nahm.

Krefelder EV U23 – Saale Bulls Halle 4:7 (2:1, 1:4, 1:2)

Ein verdienter Erfolg eines abgezockten Tabellendritten, der dem Krefelder Nachwuchs eine Lehrstunde in Sachen Effizienz verordnete. Im ausgeglichenen ersten Drittel zeigten sich die Krefelder noch durchaus als durchsetzungsstark, führten nach zwanzig Minuten durch Tore von Adam Kiedewicz (2.) und Philipp Kuhnekath (19.) mit 2:1, bei einem Gegentor von Valtteri Hotakainen (12.). Im zweiten Drittel zogen die Bulls die Geschwindigkeit an, machten schnell aus dem 1:2 ein 3:2 nach Toren von Sergei Stas (24.) und Kyle Helms (26.). Als der Krefelder Esch auf die Strafbank musste, erhöhte Dennis Gulda (28.) auf 4:2. Ein bisschen Hoffnung regte sich für den KEV, als der beste Krefelder, Adam Kiedewicz (29.) auf 3:4 verkürzte. Als dann die Hallenser Schmitz und Walkowiak nacheinander auf die Strafbank mussten, hatte der KEV 49 Sekunden doppeltes Überzahlspiel und vergab diese Riesenchance. Die Strafe folgte fünf Minuten später. Diesmal saß Kiedewicz und Dennis Gulda (38.) erhöhte auf 5:3. Als Sergei Stas (46.) das 6:3 geschossen hatte, war das Spiel gelaufen. Erik Hoffmann setzte dem Ganzen mit seinem Überzahltor in der 56. Minute die Krönung auf, denn mit seinem Tor lag die Bulls-Überzahlquote an diesem Spieltag bei unglaublichen 75 Prozent. Die letzten Scorerpunkte des Abends gingen jedoch an Krefeld, als Leon Hauf nur 17 Sekunden nach dem siebten Gegentor das vierte Krefelder Tor schoss.

Hannover Scorpions – Rostock Piranhas 2:3 (1:0, 0:1, 1:1, 0:1) n.V.

Der Knaller des Abends, der sicherlich in einigen Wettbüros für lange Gesichter gesorgt hat. Als im ersten Drittel Patrick Schmid seine Farben in der 16. Minute in Front brachte, da schien der Abend normal zu verlaufen. Im zweiten Drittel zeigten die Piranhas jedoch ihre Zähne, glichen durch John Dunbar (33.) aus und überstanden auch einige Strafen unbeschadet, dank der guten Abwehrarbeit der Piranha-Defensive und Keeper Nils Velm. Christoph Koziol (41.) brachte die Scorpions im dritten Drittel schnell in Führung, aber die Hausherren konnten diesen Vorteil nicht ausbauen und wurden von Matthew Pistilli (58.) kurz vor Spielende für diese Nachlässigkeit bestraft. John Dunbar war es dann, der in der Verlängerung endgültig für die Überraschung sorgte, als er in der Verlängerung Ansgar Preuß im Tor der Scorpions zum 3:2 überwand.


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