Rostock Piranhas feiern deutlichen Heimsieg7:2-Erfolg gegen Braunlage

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Dabei sah der Spielverlauf nicht durchgehend so eindeutig aus. Mit viel Druck starteten die Gäste in das erste Drittel und testeten das Können der Rostocker Verteidigung. Ganze drei Minuten brauchten die Piranhas, um das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. Dann aber zeigten sie, dass sie sich auf heimischem Eis behaupten können. Ein erster ernster Konter war prompt von Erfolg gekrönt. Jannik Striepeke schoss auf das gegnerische Tor und verwertete seinen eigenen Abpraller. Immer wieder gelang es den Falken in den folgenden zehn Minuten, den Spielaufbau der Gastgeber zu stören. Allerdings mussten sie auf Grund nicht regelkonformer „Abwehrmaßnahmen“ das eine oder andere Mal Bekanntschaft mit der Strafbank machen. Eine dieser Überzahlsituationen nutzten die Piranhas für einen erfolgreichen Abschluss. Peter Szabo erhöhte auf 2:0. Nur Augenblicke später rettete Moritz Schug den Puck vor dem eigenen Tor und brachte ihn vor das gegnerische Tor. Allerdings war der Abschusswinkel zu steil und der Puck landete im Schoß des Gästegoalies. Eine Minute später übernahm Kevin Piehler in einem guten Konterspiel den Puck von Constantin Koopmann und diesmal stimmte der Winkel: 3:0 für die Piranhas. Einige Verwirrung herrschte in der 15. Minute unter den mehr als 800 Zuschauern. Nach einem Foul an Pascal Kröber musste das Schiedsrichtergespann über die verteilten Strafen erst einmal Klarheit schaffen. Letztendlich saßen zwei Gästespieler auf der Bank. Allerdings konnten die Piranhas ihre 5:3-Überzahl nicht nutzen. Goalie Niko Stark kassierte in der 18. Minute noch eine Strafe wegen Spielverzögerung. Er sah keine andere Chance, ein Tor zu verhindern, als dem Puck einige Meter entgegen zu „hechten“ und den Puck festzuhalten, da sein Schläger angebrochen war.

Das zweite Drittel begannen die Piranhas sehr druckvoll. Nur 51 Sekunden nach dem Bully gelang Kevin Piehler mit einem Schlagschuss der vierte Treffer für die Piranhas. Die Falken ihrerseits bewiesen, dass sie nicht „flügellahm“ geworden waren. Zweimal konnte nur ein wieder einmal sehr gut agierender Niko Stark einen Treffer verhindern. Die Piranhas erspielten zwei gute Torchancen, aber auch der gegnerische Goalie stellte sein Können unter Beweis. Die Piranhas hielten ab der 27. Minute den Puck in der gegnerischen Hälfte. Allerdings ließ man sich auch zu unüberlegten Aktionen hinreißen. In der 30. Minute musste Kevin Piehler auf die Bank und der Gegner nutzte geschickt sein Powerplay für den ersten Treffer. Die Falken kamen immer besser ins Spiel. Auf Seiten der Rostocker schlichen sich Fehler ein. Die Anzahl der Fehlpässe nahm zu. Die Falken spielten effektiver und konnten in der 36. Minute auf 4:2 verkürzen. Punkt eine Minute vor der Pause stellte Daniel Kunce mit seinem Treffer den alten Abstand wieder her.

Gäste-Trainer Norbert Pascha leistete in der Pause sehr gute Motivationsarbeit, denn der Gegner kam trotz des Rückstandes sehr engagiert aus der Kabine. Immer wieder testeten die Falken die REC-Defensive. Immer wieder brachten sie den Puck vor das Tor der Piranhas und störten den Spielaufbau der Rostocker. Darauf reagierte der Rostocker Trainer Ken Latta in der 52. Minute mit einer Auszeit. Offensichtlich fand er die richtigen Worte, denn nun drückten die Gastgeber dem Spiel ihren Stempel auf. In der 57. Minute platzierte Michal Bezouska zum 6:2 im gegnerischen Tor. Nur Sekunden vor dem Ende erhöhte Arthur Lemmer auf 7:2.

Mit diesem Sieg verkürzten die Piranhas den Abstand auf die Black Dragons und damit auf den zweiten Platz. Diese konnten ihr Heimspiel erst im Penaltyschießen für sich entscheiden und verloren damit einen Punkt am Wochenende.

Emotional wurde es gestern Abend schon vor Spielbeginn. Nach der Mannschaftsaufstellung ehrte der Vorstand des REC unter dem Jubel der Zuschauer Paul Stratmann, der zu seinem 500. Spiel im Trikot der Piranhas auflief.

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