„Rettet unseren Sport“Stopconcussions e.V.

(Foto: Manfred Schneider)(Foto: Manfred Schneider)
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Was ist gemeint? Ausnahmsweise mal kein finanzieller Status. Nicht auf Vereinsebene und nicht auf Verbandsebene. Gemeint ist die Botschaft des neu eingetragenen Vereines „stopconcussions e.V.“ mit Sitz in Langenhagen bei Hannover. Dieser Verein, gegründet vom Ex-NHL-Profi Kevin Primeau (Vancouver, Davos) und dem in Norden Deutschlands sehr bekannten Kerry Goulet (Timmendorf, Grefrath, Hannover Indians, Crocodiles Hamburg), hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Sportart letztendlich zu retten, bevor sie auf Grund der zuletzt im häufiger auftretenden schweren Verletzungen, ins besonders im Kopfbereich, komplett in der Versenkung verschwinde, wie der Verein betont.

Das war auch der Grund, warum mit Peter Ustorf ein Geschäftsführer gewonnen werden konnte, der aus eigener Erfahrung wusste, warum er dieses Amt gerne annahm. Sein Sohn Stefan, wohlbekannt als vielfacher Nationalspieler, deutscher Meister mit der Würde von mehr als 620 DEL-Spielen, musste mit 39 Jahren seine Karriere beenden, nicht aus Altersgründen, sondern aus gesundheitlichen Gründen. Ustorf hatte sich mehrere Gehirnerschütterungen im Laufe seiner Spielzeiten zugezogen und letztendlich haben die Folgeschäden und die Gefahr, mittelfristig gesundheitliche Schäden davon zu tragen, zu diesem schwer wiegenden Entschluss beigetragen. Peter Ustorf brachte dann auch auf der gemeinsamen Pressekonferenz von „stopconcussions e.V.“ und den beiden Oberligisten Hannover Scorpions und Hannover Indians zum Ausdruck, wie die Folgeschäden aussehen können: „Permanente Angst vor starken äußeren Einflüssen, wie z.B. grelles Sonnenlicht, Krach, psychische Empfindlichkeiten, die Angst vor Problemen im engeren Umfeld wie Familie, Beruf“.

Solche Verletzungen können nicht in Zukunft ausgeschlossen werden und auch der Eishockeysport ist davon nicht alleine betroffen. Operations-Manager Europa Ian Wood (früher unter anderem Krefeld, Iserlohn): „Der Ursprung kam vom Fußball. Der Kopf wird dauernd, besonders bei Kopfbällen, schwer getroffen. Das kann man sich am Besten vorstellen, wenn man eine Tasse mit Wasser füllt und in die Mitte etwas Wackelpudding gibt und dann diese Tasse berührt. Schon eine leichte Bewegung schüttelt den Pudding, der in diesem Fall die Gehirnmasse darstellt, stark durcheinander. Jeder derartige Treffer kann 5.000 Zellen zerstören und man kann sich jetzt gut vorstellen, was mehrere Gehirnerschütterungen auslösen können. Wenn ein Spieler oder eine Spielerin solch eine Verletzung erlitten hat, dann muss diese unbedingt komplett auskuriert werden. Eine zu frühe Rückkehr in den sportlichen Bereich muss unterbleiben. Weiterhin muss jedem Spieler, vom Jüngsten bis zum Ältesten, klar gemacht werden, wie Checks auszusehen haben: Immer von der Seite, nie von hinten.“

Damit die Ziele des Vereines auch fruchtbaren Boden finden, sind mehrere Aktionen geplant. Der Beginn wird der morgige 18. Oktober sein, wenn in Hannover das Derby zwischen den gastgebenden Hannover Scorpions und dem Kultklub vom Pferdeturm, den Hannover Indians, stattfinden wird. Dazu die beiden Geschäftsführer der hannoverschen Vereine Marco Stichnoth und Wolfram Cech: „Auch die Scorpions haben ihre Erfahrungen mit diesen Problem macht. Einige Spieler wie Ben Cottreau mussten ihre Karriere beenden. Eishockey ist so eine wunderbare Sportart. Der gegenseitige Respekt von allen, Fans wie bei Spielern, sollte gewahrt sein. Wichtig ist, dass es ein Fest für den Eishockeysport wird.“

Weiter sind geplant im November drei Spiele. Am 8. November in Kassel, am 9. November in Bad Nauheim und am 10. November in Langenhagen. Dabei sein werden viele Ex-Vereinsspieler und als Hauptattraktion die „Hanson Brothers“ aus dem Kultfilm „Slapshot“.

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