Punktgewinn bei den IcefightersNeuwied verliert erst nach Verlängerung

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Es ist nicht mehr zu übersehen: Die Bären haben sich im Vergleich zur starken Vorsaison noch einmal steigern können. Erneut unglücklich und erneut nach Verlängerung musste der EHC Neuwied am Freitagabend bei den Icefighters in Leipzig die zweite Saisonniederlage hinnehmen. Die Deichstädter verloren in der Fremde mit 2:3, sammelten aber erneut einen Punkt ein. War man in der Vorsaison noch chancenlos gegen Leipzig, so bot man dem Gegner diesmal ein Duell auf Augenhöhe. Neuwied bleibt damit neben Duisburg und Halle das einzige Team der Oberliga Nord, das bisher in jedem Spiel gepunktet hat.

Von Beginn an entwickelte sich in Taucha ein packendes Duell auf hohem Oberliga-Niveau. Weil die Bären jedoch schon nach 19 Sekunden die erste Strafe kassierten durch Brian Gibbons, und nach fünf Minuten Goran Pantic für zwei Minuten in die Kühlbox musste, gehörten die ersten Aktionen der Partie den Icefighters. Die wussten aus der teils aus Gästesicht umstrittenen numerischen Überzahl jedoch nichts anzufangen. Deutlich abgeklärter agierten die Neuwieder. Eine der ersten guten Chancen nutzte Verteidiger Thomas Ziolkowski auf Vorlage von Josh Myers und Dominik Ochmann prompt zum Führungstreffer (14.). Mit diesem knappen 1:0 sollten ein erstes Mal die Seiten gewechselt werden.

Das zweite Drittel begann wie das erste – die erste Aktion gehörte EHC-Kapitän Brian Gibbons. Der hatte sich gleich zu Spielbeginn eine Strafe eingefangen, diesmal brauchte er nur 21 Sekunden, um den zweiten Treffer der Bären von Dominik Lascheit vorzubereiten. Doch das 2:0 brachte nun auch die Hausherren auf den Plan, die in der Folge ihre stärkste Phase hatten und innerhalb von nur zwei Minuten ausgleichen konnten: Bradley Snetsinger traf zum 1:2 (25.), Hannes Albrecht machte den Ausgleich (27.). Eine weitere Drangphase der Icefighters überstand Neuwied unbeschadet.

Im letzten Drittel boten sich auf beiden Seiten Chancen, die Partie noch in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Doch sowohl bei Leipzig als auch bei Neuwied wollte die Scheibe einfach nicht über die Linie. „Wahnsinn, wir hatten echt gute Chancen, die Partie zu entscheiden“, sagte EHC-Trainer Craig Streu, der in Leipzig auf gleich fünf Akteure hatte verzichten müssen. Die Ausgeglichenheit der Partie machte sich auch im Schussverhältnis bemerkbar: Beide Teams schossen jeweils 35 Mal auf das gegnerische Tor. Bemerkenswert: War Neuwied in der Vorsaison gegen Leipzig noch zwei Mal chancenlos, so spielte man nun mit dem Topteam aus dem Osten absolut auf Augenhöhe.

In der Verlängerung war das Glück dann auf Seiten der Leipziger, für die Florian Eichelkraut aus torraumabseits-verdächtiger Position den entscheidenden Treffer zum 3:2 machte. „Das war ein sehr schnelles Spiel auf sehr hohem Niveau“, waren sich Leipzigs Trainer Sven Gerike und Bären-Coach Craig Streu nach der Partie einig. „Natürlich ist es frustrierend, wenn du so viele Chancen hast, sie aber nicht zum Sieg nutzt“, sagte Streu, der sein Team jedoch lobte: „Genauso musst du auswärts spielen. Wir haben sehr viele gute Sachen gemacht. Jetzt heißt es Kopf hoch, Sonntag kommt Herne.“

Tore: 0:1 (14.) Thomas Ziolkowski (Josh Myers, Dominik Ochmann), 0:2 (21.) Dominik Lascheit (Brian Gibbons, Dominik Ochmann), 1:2 (25.) Bradley Snetsinger (Marvin Miethke, Kai Schmitz), 2:2 (27.) Hannes Albrecht (Bradley Snetsinger, Marvin Miethke), 3:2 (62.) Florian Eichelkraut (Hannes Albrecht, Dennis Dörner). Strafen: Leipzig 8, Neuwied 10 + 10 (Stephan Fröhlich). Zuschauer: 1347.


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