Platz zwei erobert – Englische Woche soll gekrönt werdenEHC Timmendorfer Strand

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Der erste Teil der englischen Woche mit fünf Spielen binnen zehn Tagen ist absolviert und alle Beteiligten können zufrieden mit den Ergebnissen sein. Drei Siege waren angepeilt, drei Siege wurden erzielt. Schlüsselspiel war die Partie am letzten Freitag, die man unbedingt gewinnen musste, wenn man sich noch realistische Chancen auf den zweiten Tabellenplatz ausrechnen wollte. Doch was dann im ETC passierte, das werden Spieler und Fans wohl nicht so schnell vergessen. Denn die Timmendorfer besiegten die Rostock Piranhas gleich mit 12:1. Bei den Harzer Falken setzte sich der EHC am Sonntag mit 2:0 durch, ehe im Nachholspiel am Dienstag ein 8:4 gegen die Ritter Nordhorn folgte.

Mit den drei Siegen und dem gleichzeitigen Ausrutscher des bisherigen Tabellenzweiten Hannover Indians wird der Traum von der Vizemeisterschaft so konkret wie seit Wochen nicht mehr. Die Beachboys ziehen vorbei an den Indians und den Piranhas und haben bei gleicher Anzahl an Spielen (28) einen Punkt Vorsprung vor den beiden Konkurrenten. Die Rechnung ist simpel: gewinnen die Beachboys alle vier Spiele, dann ist die dritte Vizemeisterschaft in vier Jahren perfekt.

Den Anfang kann man dafür am kommenden Wochenende machen, wenn man am Freitag (20 Uhr) zum Adendorfer EC reist und am Sonntag (18 Uhr) den Hamburger SV empfängt.

Das Dorfderby hat ja bekanntlich seinen eigenen Charakter und spätestens das knappe 6:5 nach Penaltyschießen vor rund drei Wochen hat dieses bewiesen. Die Heidschnucken, aktuell Tabellensiebter, können an guten Tagen alle Teams schlagen, an schlechten Tagen aber auch gegen Jeden verlieren.

Entsprechend ist die Bilanz in den letzten Wochen: im Monat Januar gab es einen Sieg sowie sechs Punkte und von den letzten elf Spielen konnten jahresübergreifend nur zwei gewonnen werden. Zwei Aspekte sorgen aktuell für das Dilemma der Heidschnucken. Hinter der ersten Reihe um Markus Kankaanranta, Kim Wikström und Denny Böttger fehlt es an Qualität, dazu kann Torhüter Dennis Korff nicht an die überragenden Leistungen der Vorsaison und des letzten Herbstes anknüpfen. Von daher müssen die Heidschnucken darauf hoffen, dass die Phrase „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“ zutrifft. Die Beachboys wollen das natürlich verhindern und ihrer Favoritenstellung gerecht werden, denn die drei Punkte sind fest eingeplant.

Vom Papier her ist die Partie gegen den Hamburger SV am kommenden Sonntag deutlich schwieriger. Der HSV gewann in 2014 vier seiner sechs Spiele und besiegte unter Anderem die Hannover Indians.   Dazu sah man auch gegen die Rostock Piranhas nicht schlecht aus und  wenn die Rauten-Träger nicht die ersten neun Spiele der Saison so dermaßen in den Sand gesetzt hätten, dann würden sie wahrscheinlich noch um einen der vorderen Plätze mitspielen.

So werden die Hamburger allerdings auf Platz fünf einlaufen und gehen als Favorit in die Pokalrunde im Februar. Vorher möchten sie allerdings die Beachboys noch ärgern und das man dies durchaus kann, hat der 5:3-Heimsieg am zweiten Weihnachtstag  gezeigt. Mit der Mannschaft um Topscorer Bruno Zabis und den starken Goalie Florian Neumann ist immer zu rechnen.

Kurz vor Ende der Transferperiode kam auch noch mal Bewegung in den Hamburger Kader. So konnte der HSV Artur Stach (Crocodiles) als Neuzugang begrüßen, muss aber die Abgänge von Felix Stokowski (Heilbronn) und Sebastian Pritykin (Rostock) verkraften.

Die Spiele werden auf jeden Fall schwierig und da ist jede Hilfe, die man bekommen kann, gut. Zum Einen sind Tibor Uglar und Jesper Delfs in dieser Woche auf das Eis zurückgekehrt und haben an den kurzen Trainingseinheiten teilgenommen. Ob sie beide bereits am Freitag spielen werden, wird aber kurzfristig entschieden. Zum Anderen können die Beachboys mit zwei Neuzugängen rechnen. Der eine Neue ist Henning Schroth, der gestern aus Hamm anreiste. Der Goalie wird bereits an Freitag Matthias Rieck vertreten, der beruflich verhindert ist. Der andere „Neue“ ist eigentlich kein richtiger Neuzugang, sondern ein Rückkehrer. Paul Paepke ist nach seiner beruflichen Auszeit wieder im Training und könnte am Sonntag gegen den HSV erstmals auflaufen.


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