Piranhas stürzen Tabellenführer von der SpitzeRostock Piranhas

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Vor 1245 Zuschauern waren es zunächst die Beachboys aus Timmendorf, denen ein Tor gelang. In der zweiten Minute war es Jesper Delfs, der die Rostocker Zuschauer erstarren ließ. Aber ruhig war es trotz des Gegentores nicht. Rund 70 mitgereiste Timmendorfer Fans feierten die 1:0-Führung der Strandjungs. Die Piranhas bekamen nun das Spiel besser in den Griff, erspielten sich Chancen mit tollen Kombinationen. Die Abwehr setzte wie schon in Adendorf ihre gute Arbeit fort. In der neunten Minute war es der 33-jährige Kapitän der Piranhas Jens Stramkowski, der die schwarze Scheibe im Tor der Timmendorfer zum verdienten Ausgleich unterbrachte. Nun bekamen die Raubfische immer mehr Sicherheit, jeder Pass aus der Abwehr erreichte die Stürmer. Als die Timmendorfer gerade in Unterzahl waren, konnten die Raubfische dann im Powerplay durch einen schönen Blueliner von Vitalij Blank in der zwölften Spielminute in Führung gehen. Rostock in der 16. Minute durch eine Strafe gegen Kevin Gall in Unterzahl gelang dann durch Paul Stratmann sogar noch der 3:1-Pausenstand.

Mit der Führung im Rücken kamen die Piranhas aus der Kabine. Jede Kombination gelang und die Timmendorfer konnte sich nur durch Fouls befreien. In doppelter Überzahl erzielte Verteidiger Vitalij Blank das 4:1. Aber nicht nur die Routiniers machten ihre Tore. Jetzt waren auch die jungen Wilden an der Reihe. Clemens Kohlstrunk (22) und Simon Krüger (20) bedienten in der 26. Minute den 21-jährigen Marvin Kablau, der mit einem wunderschönen Tor zum 5:1 seine gute Leistung krönte.

Timmendorf stellte nun seine Reihen um, bäumte sich auf und in nur 68 Sekunden konnten sie das Spiel fast zum Kippen bringen. Mit Slawa Koubenski, Marco Meyer und Christian Herrmann schossen gleich zwei ehemalige Rostocker die Beachboys in der 32. Minute auf 5:4 wieder ins Spiel. Die Rostocker Abwehr um Tobias John sah in dieser Phase nicht besonders gut aus. Eine Auszeit durch die Trainer Pavel Blaha und Wolfgang Wünsche brachte aber wieder Ruhe und Sicherheit in das Spiel der Piranhas.

Zu Beginn des letzten Drittels war Timmendorf wieder in einer doppelten Unterzahl und Rostock konnte wieder ihr Powerplay aufbauen. Toni Marsall wurde durch seine Mitspieler so gut in Szene gesetzt, dass er bereits in der 42. Minute das 6:4 erzielte. Mit schönen Kombinationen gelang es den Rostockern ein ums andere Mal, die Timmendorfer Abwehr schwindelig zu spielen. In der 46. Minute war es der Spieler des Abends Paul Stratmann der das 7:4 erzielen konnte. Renè Wegner war gerade in der 51. Minute wegen einer Strafe in der Kühlbox, da nutzte Rino Schroeder dies zum erneuten 7:5 Anschluss. Nun war das Spiel ein Kampf auf Augenhöhe, keine Mannschaft schenkte der anderen etwas. Die Piranhas reagierte zu diesem Zeitpunkt aber mit dem schönsten Tor des Abends. Clemens Kohlstrunk erkämpft den Puck in der Abwehr und bedient mit einem tollen Pass Paul Stratmann, der auf das Timmendorfer Tor zufuhr. Mit dem Blick für seinen Mitspieler und einer überragenden Körpertäuschung bedient er den mitgelaufenenKarol Bartanus, der nur wenig Mühe hatte, den Puck in der 52. Minute zum 8:4 über die Linie zu drücken. Aber noch war das Spiel nicht gelaufen. Nun saß für die Piranhas Simon Krüger auf der Strafbank, da gelang es Kenneth Schnabel, Tobias John an diesem Abend das fünfte Mal zu überlisten. Aber die Raubfische gaben das Spiel an diesem Abend nicht mehr aus der Hand. In der 57. Minute waren die Piranhas wieder einmal in Überzahl, da war es Petr Sulcik, der mit einer ebenfalls schönen Kombination mit Vitalij Blank und Toni Marsall den Endstand zum 9:6 erzielen konnte.

Am kommenden Wochenende müssen die Raubfische am Freitag zu den Weser Stars nach Bremen. Am Sonntag um 19 Uhr kommen die Crocodiles Hamburg in die Eishalle Schillingalle.

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