Offensivkrise in Duisburg: Füchse unterliegen ScorpionsKonsequenzen zeigten keine Wirkung

Die Füchse Duisburg rannten an - doch gegen die Hannover Scorpions gelang nur ein Treffer. (Foto: Roland Christ)Die Füchse Duisburg rannten an - doch gegen die Hannover Scorpions gelang nur ein Treffer. (Foto: Roland Christ)
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Zwei Spieler, Viktor Beck und Aaron Beally, verbannte EVD-Trainer Doug Irwin auf die Tribüne. David Cespiva, als Top-Verteidiger vom Zweitliga-Meister Frankfurt geholt, aber bislang seiner Form hinterherlaufend, durfte sich umziehen, saß jedoch während der kompletten 60 Minuten auf der Bank. Zudem hat Kapitän Björn Barta zwei neue Assistenten: Marco Habermann und Coco Krämer tragen nun das „A“ auf der Brust. Damit wollte der Coach ein Zeichen setzen: Die, die immer rennen und kämpfen, sollen das Team auch anführen.

„Alle können sich über das Training wieder aufdrängen“, betonte Irwin. „Am Montag trainieren wir. Und dann sehen wir, wer in Herne spielt.“ Am Dienstag (18.30 Uhr) steht das Derby an. Doch während dieser Partie zeigte sich erneut das, was dem EVD derzeit fehlt: die offensive Durchschlagskraft. So stand es in der Partie gegen die Mellendorfer lange Zeit torlos, während die Duisburger hinten mehr oder minder sicher standen. Und tatsächlich zeigt der Blick auf die Tabelle, dass das Problem aktuell vorne noch größer ist als hinten. In nun neun Spielen vor der aktuellen Begegnung hatten die Füchse nur 32 Mal getroffen. Aus dem Bereich der Top Zehn der Oberliga Nord ist das der geringste Wert.

So war es kaum verwunderlich, dass die beiden Goalies lange Zeit die Null halten konnten – zumal auf beiden Seiten ein gehöriger Schuss Extra-Motivation dabei gewesen sein dürfte: EVD-Torhüter Christoph Mathis spielte in der vergangenen Saison noch für die Scorpions, während Björn Linda eine – wenn auch etwas länger zurückliegende – Füchse-Vergangenheit hat. Die Prüfungen hielten sich allerdings in Grenzen. „Von unseren Führungsspielern muss mehr kommen. Wir haben verkrampft und verunsichert gespielt. Das nehme ich auf meine Kappe“, so Irwin. So ließen die Füchse ihre Chancen abermals liegen – auch vor dem leeren Tor.

Zu Beginn des Schlussdrittels war die Torflaute beendet – allerdings auf Seiten der Wedemärker. In einem gerade zu Ende gehenden Überzahlspiel verlor Verteidiger Marius Nägele die Scheibe an der vorderen blauen Linie; den folgenden 2:1-Konter vollendete Patrick Schmid zur Führung der Scorpions (44.). Für die zwischenzeitliche Erlösung sorgte schließlich jemand, dessen Torjubel zeigte: Auch für ihn ist es eine Erlösung. André Huebscher traf in Überzahl mit seinem ersten Saisontor zum 1:1 (52.). Die kalte Dusche gab es fünf Minuten vor dem Ende, als Michael Budd aus dem Gewühl zum 2:1 für Hannover traf – allen Protesten, es sei vorher abgepfiffen gewesen, zum Trotz.

„Wenn die, die uns anführen sollen, so kämpfen würden wie Krämer, Neugebauer und Gulda hätten wir keine Probleme“, nahm Irwin seine Führungsspieler erneut in die Pflicht.

Vor dem Wochenende hat sich Elias Bjuhr verabschiedet. Der EVD hatte den ausgelaufenen Vertrag mit dem Schweden, der zuletzt als überzähliger Ausländer auf der Tribüne saß, nicht verlängert.

Tore: 0:1 (43:51) Schmid (Pantic), 1:1 (51:29) Huebscher (Joly/5-4), 1:2 (55:05) Budd (Fischer, Lehmann). Strafen: Duisburg 12, Hannover 14. Zuschauer: 1223.


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