Oberliga-Play-offs: Kann Weiden seine Favoritenstellung bestätigen?Scorpions, Deggendorf und Heilbronn weitere Titelanwärter

Die Blue Devils Weiden sind einer der großen Titelanwärter in der Oberliga. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Die Blue Devils Weiden sind einer der großen Titelanwärter in der Oberliga. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Blue Devils Weiden – Herner EV Miners

Tor: Ein klares Plus für den Südmeister. Marco Wölfl kam am Ende auf Platz 1 (2,14 Gegentore/Spiel), Stammkeeper Jaroslav Hübl auf Platz 3 (2,48 Gegentore/Spiel). Die Herner können dagegen auf gute Oberligatorhüter zurückgreifen. Oto Jeschke (3,72 Gegentore) und der zuletzt formstarke Finn Becker (3,89) brauchen schon Hochform, um ihre Teams auf Kurs zu halten.

Verteidigung: Mit 174 Gegentoren und nur sechs etatmäßigen Verteidigern hat Herne hier Nachholbedarf. Dank der bereits erwähnten Torhüter kassierte Weiden in 48 Spielen nur 114 Gegentore. Herne hat mit Ackers (33 Punkte) und Nedved (22 Punkte) starke Offensivverteidiger, Weiden hat hier mit Kurt Davis (64 Punkte), Markus Eberhardt (40 Punkte) und Maximilian Kolb (39 Punkte) ebenfalls starke Kräfte.

Sturm: Mit Tomas Rubes (94 Punkte) hat Weiden den besten Scorer in seinen Reihen. Danach folgen auf Platz 5 Tyler Ward (84 Punkte) sowie ein Trio auf den Plätzen 13 bis 15 Luca Gläser (68 Punkte), David Elsner (66 Punkte) und Vladislav Filin (66 Punkte). Hernes bester Stürmer ist der zuletzt starke Jan Dalecky (53 Punkte) auf Rang 13. Es folgt Altmeister Nils Liesegang (35 Punkte) auf 29 und Dennis Swinnen mit 30 Punkten auf Rang 43.

Spezialisten: Im Powerplay mit 21 Prozent auf Platz 5, mit 4 kassierten Shorthandern. Im Penaltykilling gerade noch über dem kritischen Wert von 80,1 Prozent auf Rang 8. Weiden ist im Süden mit 31,6 Prozent im Powerplay das Maß aller Dinge, kassierte aber auch dreu Shorthander. Im Penaltykilling liegt Weiden mit nicht gerade überragenden 82,7 Prozent sogar nur auf Platz 2.

Zuschauer: 1.169 Zuschauer bringen die Miners nur auf Platz 7, auswärts sind die Herner dagegen die Stars, brachten 1.520 Zuschauer ins jeweilige Stadion, belegen Platz 3.

Fazit: Weiden ist hoher Favorit, sollte die Serie mit 3:0 für sich entscheiden.

Hannover Scorpions – Höchstadt Alligators

Tor: Im Tor beherrschen die Scorpions den Norden. Gerald Kuhn wurde mit 2,28 Gegentoren/Spiel bester Torwart im Norden, auf Rang zwei der im Januar noch aus Leipzig nachgeholte Patrick Glatzel (2,31 Gegentore/Spiel). Höchstadts Justin Spiewok kam mit 3,36 Gegentoren im Süden auf Rang 10, Nico Zimmermann auf 4,23 (Rang 19).

Verteidigung: Die Scorpions blieben in 44 Spielen mit 99 Gegentoren als einziges Nordteam unter der magischen 100. Höchstadt kassierte 199 Gegentore, 100 mehr als die Scorpions. Bester Defender der Scorpions ist Raabe (34 Punkte), danach folgt Kapitän Alexander Heinrich (25 Punkte). Hier glänzen die Alligators mit Lars Schiller (Rang 3, 43 Punkte). Aber auch Fardoe (Rang 5, 41 Punkte) sind torgefährlich.

Sturm: Im Sturm sind die Scorpions im Gegensatz zur Vorsaison nicht mehr so gefährlich. 183 Tore reichen gerade so für Platz 1, vor Halle mit 182 Toren. Bester Einzelscorer bei den Scorpions Allan McPherson (Rang 3, 68 Punkte), zweitbester auf 8 Pascal Aquin (57 Punkte) und Christoph Kabitzky (Rang 11, 53 Punkte). Mit 163 Toren landeten die Alligators im Süden auf Rang neun. Einen richtigen Spitzengoalgetter haben die Hochstädter nicht, sind in der Breite gut aufgestellt. Bester Mann ist Anton Seewald (Rang 30, 49 Punkte), es folgen Dmitrij Litesov (Rang 38, 37 Punkte) und Jari Neugebauer (Rang 40, 37 Punkte).

Spezialisten: Die Scorpions kamen mit 22,1 Prozent auf Rang drei über die Ziellinie bei vier kassierten Shorthandern, stehen mit 84,2 Prozent im Penaltykilling auf Platz vier.  Höchstadt mit 20,7 Prozent im Powerplay etwas schwächer bei sogar fünf Shorthandern,,mit 79,4 Prozent im Penaltykilling sogar auf Platz fünf.

Zuschauer: Da sind die Scorpions etwas enttäuschend. Mit 1.253 Fans nur auf Rang sechs, auswärts mit 1.545 Zuschauern auf Platz zwei. Höchstadt konnte nur 709 Zuschauer pro Spiel begrüßen, auswärts 1.157 Fans.

Fazit: Die Scorpions kommen weiter, müssen aber nachsitzen. 3:1 Siege.

Heilbronner Falken – Black Dragons Erfurt

Tor: Hier nehmen sie beide Teams nicht viel. Toptorhüter bei den Falken ist Patrick Berger (Rang 2; 2,34 Gegentore/Spiel). Back-up Nils Kapteinat (Rang 6, 2,67 Gegentore/Spiel) hat ähnliche Qualitäten. Erfurts Konstantin Kessler musste die Hauptlast bei den Black Dragons mit 2.090 eingesetzten Minuten tragen, kam aber auf gute 2,71 Gegentore. Nick Vieregge (3,81 Gegentore) fällt da schon ein wenig ab.

Verteidigung: Die beste Sparte der Black Dragons. Mit 134 Gegentoren in 44 Spielen haben die Erfurter die sechstbeste Abwehr. Heilbronn liegt bei nur 122 Gegentoren. Mit Corey Mapes (36 Punkte) und Jan Pavlu (34 Punkte) haben die Falken zwei offensivstarke Top-Verteidiger. Da kann Erfurt nur Dillon Eichstadt (Rang 6, 32 Punkte) entgegensetzen. Philip Hertel (Rang 32, 13 Punkte) liegt da schon stark zurück.

Sturm: 209 Treffer bedeuteten im Süden Platz drei für die Falken, Erfurt konnte nur 112 mal einnetzen (Rang 11). Mit dem aus Duisburg gekommenen skandinavischen Trio Pontus und Linus Wernerson Libäck sowie Oula Uski (234 Punkte, Ränge 2,3,25) kam die Torgefährlichkeit an den Neckar zurück. Bei Erfurt waren nur Tom Pauker (43 Punkte), Harrison Reed (41 Punkte) und Santeri Haarala (21 Punkte) halbwegs gefährlich.

Spezialisten: Die Falken liegen mit 29,1 Prozent bei nur einem Shorthander fast ganz vorne. Mit 87,3 Prozent Penaltykilling auf Rang 1 im Süden. Erfurt ist von solchen Werten mit 18,7 Prozent im Powerplay und 82,6 Prozent im Penaltykilling weit entfernt.

Zuschauer: Hier sind die Erfurter mit maximal 1.200 Zuschauern limitiert. Immerhin konnten sie 989 Fans/Spiel begrüßen. Bei Heilbronn kamen mit 1.772 Fans/Spiel überraschend viele Zuschauer.

Fazit: Die Falken machen die Serie, brauchen aber viel Geduld. Erfurt kann an Toptagen alle schlagen, daher 3:1 für die Falken.

Tilburg Trappers – Tölzer Löwen

Tor: Im Norden steht Ruud Leeuwesteijn hinter vier Hannoveranern mit 2,63 Gegentoren auf Rang 5. Stammkeeper Cedrick Andree kam mit 2,74 Gegentoren auf Rang 9 über die Ziellinie. Stammtorhüter Enrico Salvarani steht nach Einsatzzeit mit über 2.700 Minuten auf Platz 1 im Süden, zeigte dabei mit 3,41 Gegentoren/Spiel eine starke Leistung.

Verteidigung: 127 Gegentore bedeuteten im Norden für Tilburg nur Platz fünf, Gegner Bad Tölz kassierte 173 Gegentore, landete auf Rang sechs. Einen Volltreffer landeten die Trappers vor der Saison mit der Verpflichtung von Björn Borgman. Der Niederländer wurde sofort mit 27 Punkten bester Defender der Trappers. Im folgten Giovanni Vogelaar (Rang 13, 23 Punkte) und Jordy Verkiel (Rang 23, 17 Punkte). Richtig offensivstarke Verteidiger haben die Tölzer nicht. Steven Deeg führte die Defenderliste mit 31 Punkten vor Klemen Pretnar (24 Punkte) und Niklas Hörmann (23 Punkte) an.

Sturm: Tilburg lag am Ende mit 174 geschossenen Toren nur um neun Tore hinter den Leadern der Scorpions. Bester Stürmer war Brendan Gracel. Der Kanadier, der erst vor wenigen Tagen seinen Vertrag verlängerte, wurde mit 63 Punkten bester Trapper. Im folgte im internen Wettbewerb D'Artagnan Joly (Rang 10, 54 Punkte) und Max Hermens (Rang 23, 40 Punkte). Bad Tölz schoss 172 Tore, hatte in Topi Piipponen (Rang 20, 57 Punkte) häufig den Alleinunterhalter zu bieten. Noch torgefährlich sind Marc Schmidpeter (Rang 37, 37 Punkte) und Martins Karsums (Rang 42, 36 Punkte).

Spezialisten: 23,6 Prozent im Penaltykilling bedeuten für die Trappers Platz zwei im Norden, bei drei kassierten Shorthandern. Bei 80,3 Prozent im Penaltykilling sind die Trappers  nur Mittelmaß. Das gleiche gilt für die Tölzer Löwen im Powerplay. 21,3 Prozent sind nur Platz 7 bei zwei Shorthandern, 76,1 Prozent bedeuten im Penaltykilling im Süden Platz neun.

Zuschauer: Hinter den unangefochtenen Indians begrüßen die Trappers 2.298 Zuschauer/Spiel und erzeugen dabei eine heiße Atmosphäre. Bad Tölz kann auf 1.345 Fans pro Spiel zurückgreifen, die ebenfalls eine südländische Atmosphäre erzeugen können.

Fazit: Eine Serie, die eng werden könnte. Tilburg gewinnt 3:1.

Deggendorfer SC – Hammer Eisbären

Tor: Hier haben die Deggendorfer mit dem wiedergenesenen Ex-DEL-Torhüter Timo Pielmeier (2,56 Gegentore/Spiel) und Back-up Louis Eisenhut (2,77) die Nase vorn.  Hamms Stammkeeper Daniel Filimonow (2,99 Gegentore/Spiel) und sein Back-up Sebastian Wieber (3,28 Gegentore) können allerdings für eine Überraschung sorgen.

Verteidigung: Deggendorf kann dank seines Torhüter-Duos mit 135 Gegentoren in 48 Spielen glänzen, Hamm kassierte 149 Gegentore in 44 Spielen. Mit Marcel Pfänder (Rang 15 mit 32 Punkten) und Tomas Gulda (Rang 29 mit 20 Punkten) haben die Deggendorfer nur bedingt offensivstarke Spieler. Auch der zurückgekehrte Alex Grossrubatscher ist mehr Vorlagengeber als Blueliner. Hamm kann ebenfalls keinen echten Blueliner vorweisen. Michal Spacek (Rang 8 mit 27 Punkten) und Erik Gollenbeck (Rang 17 mit 22 Punkten; davon 21 Assist) verteilen lieber die Pucks.

Sturm: Deggendorf traf 185mal, erreichte knapp Rang 4 im Süden. Hamm schoss 160 Tore, belegte Rang 5 im Norden. Beste Scorer beim DSC sind Carter Popoff (Rang 18, 57 Punkte) und Thomas Greilinger (Rang 22, 55 Punkte). Matthew Pistilli machte die meisten seiner 50 Punkte beim Aufsteiger Stuttgart. Dann folgt auf Rang 50 Rene Röthke. Hamm kann keinen Stürmer in den Top 10 vorweisen, dafür aber mit Ben Evanish (Rang 24, 37 Punkte), Thomas Zuravlev (Rang 25, 37 Punkte), Moritz Israel (27, 36 Punkte), Chris Schutz (Rang 31, 34 Punkte), Gianluca Balla (Rang 36, 32 Punkte) und Daniel Reichert (Rang 42, 31 Punkte) ein breitgefächertes Mittelfeld.

Spezialisten: Mit 24,1 Prozent Powerplay bei fünf Shorthandern und 81,4 Prozent im Penaltykilling liegen die Deggendorfer in beiden Kategorien im Süden vorne. Hamm dagegen kann mit 17,5 Prozent nur bedingt, mit 81,8 Prozent im Penaltykilling gut mithalten.

Zuschauer: 1.827 Zuschauer machen das Stadion an der Trat zu einer Festung mit Superstimmung. Die Eisbären besuchten im Schnitt nur 1.007 Zuschauer.

Fazit: Deggendorf ist gegen Hamm, auch auf Grund seiner Erfahrung, im Vorteil. Der DSC setzt sich mit 3:1 durch.

Moskitos Essen – EC Peiting

Tor: Mit 3,03 Gegentoren/Spiel hat sich Konrad Fiedler als Stammkeeper der Peitinger etabliert. Andreas Magg folgt mit 3,75 Gegentore auf Rang 15. Die Moskitos Essen stehen da etwas besser da. Stammtorhüter Bastian Kucis (2,66 Gegentore/Spiel) musste allerdings volle 2.100 Minuten das Tor hüten. Sein Back-up Leon Hümer hat kaum Spielpraxis.

Verteidigung: Mit nur 119 Gegentoren gehörte Essens Defensive zum Besten der Liga. Peiting kassierte in vier Spielen dagegen mehr gleich 170 Gegentore. Essen besitzt dazu mit Edmunds Augstkalns den punktbesten Verteidiger der Liga. Aber auch Fabio Frick steht mit 32 Punkten auf Rang 5. Hier haben die Peitinger mit Andreas Feuerecker (Rang 9, 37 Punkte) ein echtes Eisen im Feuer. Aber auch Alexander Biberger (Rang 25, 22 Punkte) und Tobias Beck (Rang 32, 20 Punkte) sind nicht zu unterschätzen.

Sturm: Essen kann sich glücklich schätzen, mit Elvijs Biezais (86 Punkte) und Sandis Zolmanis (79 Punkte) die punktbesten Stürmer unter Vertrag zu haben. Dazu gesellt sich noch Enrico Saccomani (58 Punkte) auf Platz sieben. Dieses Trio stellt die Lebensversicherung der Essener dar. Auch Peiting hat einen Topscorer zu bieten. Felix Beauchemin-Brassard brachte es auf 86 Punkte. Brett Ouderkirk kam auf 61 Punkte, Thomas Heger wurde mit 44 Punkten bester einheimischer Scorer.

Spezialisten: Trotz des Powersturms konnte Essen mit 19,1 Prozent im Powerplay nicht überzeugen. Dafür aber mit 87,1 Prozent im Penaltykilling. Peiting schaffte nur 18,1 Prozent im Powerplay, dafür aber 79,5 Prozent im Penaltykilling.

Zuschauer: Steigende Zuschauerzahlen untermauern die Leistungen der Moskitos. Mit 1461 Zuschauern stehen sie auf Platz vier im Norden, Peiting konnte dagegen nur 708 Fans begrüßen.

Fazit: Die Sturmpower der Moskitos wird die Serie entscheiden, aber erst im fünften Spiel 3:2 für Essen

Memmingen Indians – Saale Bulls Halle

Tor: Memmingens Stammkeeper Leon Meder landete am Ende mit 3,40 Gegentoren/Spiel und 1411 Einsatzminuten nur auf Rang 11. Marco Eisenhut bekam 17 Minuten mehr Eiszeit, konnte aber mit 3,83 Gegentoren auch nicht besonders glänzen. Dagegen steht Halle mit Timo Herden, der 1884 Minuten im Tor stand, mit 2,77 Gegentoren/Spiel deutlich besser da. Nils Velm durfte nur 533 Minuten ran, kam auf 3,71 Gegentore.

Verteidigung: Mit 182 Gegentoren ist Memmingens Defensive anfällig. Halle kassierte nur 136 Gegentore. Mit Linus Svedlund besitzen die süddeutschen Indians den zweitbesten Scorer in der Defensive. Allerdings ist er kein Blueliner oder stürmender Verteidiger. 55 seiner 58 Punkte waren Assist. Aber auch auf Robert Peleikis muss geachtet werden. Etwas überraschend belegt der vom Stürmer zum Verteidiger umfunktioniere Thore Weyrauch Platz 10 im Norden mit 25 Punkten. Ihm folgen Moritz Schug und Leon Fern.

Sturm: 202 Tore bedeuten für die Indians Platz drei im Süden. Damit ist ihre Stärke klar. Aber auch Halle kann mit 182 Toren im Norden den zweitbesten Wert bewerben. Bester Goalgetter der Indians war der von Weiden gekommene Edgars Homjakovs mit 83 Punkten (Rang 6). Aber auch Matej Pekr mit 76 Punkten, darunter 41 Tore, sind sehr wertvoll. Danach folgt eine Lücke von über dreißig Punkten, ehe mit Denis Fominych und Jaroslav Hafenrichter zwei weitere Memminger Akteure folgen. Bei Halle gehören Tatu Vihavainen und Patrick Schmid zu den Aktivposten. Aber auch Brett Perlini und Thomas Merl sind immer für Punkte gut.

Spezialisten: Memmingens Topscorer werden auch regelmäßig im Powerplay eingesetzt und das zeigt auch die Erfolgsquote von 28,4 Prozent (Rang drei) bei nur drei Shorthandern. Im Penaltykilling tritt dagegen die große Schwäche der Memminger hervor. Mit 72,7 Prozent haben sie lediglich noch Schlusslicht Stuttgart hinter sich. Halle steht im Norden mit 24,4 Prozent im Powerplay ganz vorne. Im Penaltykilling können die Sachsen-Anhaltiner immerhin noch 79,7 Prozent vorweisen.

Zuschauer: Wie im Norden sind auch im Süden Indians vorne. Die Memminger aktivieren pro Spiel 2.027 Fans, sind damit Spitze. Halle kommt immerhin auch auf 1.477 temperamentvolle Zuschauer.

Fazit: Jede Partie wird ausgeglichen sein. Halle gewinnt 3:2.

Hannover Indians – SC Riessersee

Tor: Hier sind die Indians überraschend Spitze. Hinten den beiden Scorpions-Keepern belegen David Böttcher-Miserotti (2,40 Gegentore/Spiel) und Brett Jaeger (2,48 Gegentore) die Plätze drei und vier. Auf der Gegenseite kommt Andreas Mechel auf 3,00 Gegentore (Rang 8) und Michael Boehm nur auf 3,58 Gegentore (Rang 14).

Verteidigung: Die zweitbeste Verteidigung hinter der lokalen Konkurrenz. Das ist etwas, was die Fans lange nicht mehr erlebt haben. Riessersee kam auf 168 Gegentore, war aber von Platz drei (Deggendorf) 33 Gegentore entfernt. Und die Indians besitzen mit Christian Hausinger endlich wieder einen offensivstarken Verteidiger. Der Amerikaner landete hinter dem Essener Augstkalns mit 39 Punkten auf Platz zwei. Der zweitbeste Hannoveraner ist Nico Turnwald, der jedoch mit 16 Punkten, darunter  15 Assist deutlich seine Stärken ausweist. Beim SCR glänzten in dieser Rolle Curtis Roach (Rang 17, 31 Punkte), Jan Pietsch (Platz 19, 29 Punkte) sowie Thomas Schmid (Rang 33, 19 Punkte).

Sturm: Die Schwäche der Indians. Nur 150 Tore brachten Platz sechs im Norden. Aber Riessersee ist per se mit 166 Toren in vier Spielen mehr auch nicht torgefährlicher. Bester Indians-Scorer war bisher Dante Salituro mit 49 Punkten. Ihm folgten Matias Varttinen (Rang 20, 41 Punkte), Robin Palka (Rang 30, 34 Punkte), Branislav Pohanka (Rang 32, 34 Punkte) sowie Dennis Palka (Rang 34, 33 Punkte). Bei Riessersee hängt alles von der Form von Robin Soudek (Platz 9, 75 Punkte) und Lubor Dibelka (Rang 12, 69 Punkte) ab. Es folgt auf Platz 54 der aus Passau geholte Marc Zajic (34 Punkte) sowie Alec Zawatsky, der auf Platz 60 für seine 30 Punkte nur 14 Spiele benötigte.

Spezialisten: Mit 21,5 Prozent und vier Shorthandern liegen die Indians im Norden auf Rang 4 im Powerplay und mit 85 Prozent Penaltykilling sogar hinter Essen auf Platz zwei. Riessersee hat immerhin ein Powerplay von 23,1 Prozent (Rang 6) bei vier Shorthandern vorzuweisen. Im Penaltykilling sind 76,2 Prozent höchstens unteres Mittelmaß.

Zuschauer: Hier ist der Pferdeturm seit zehn Jahren das Maß aller Dinge in der Oberliga Nord. Wieder passierten fast 3.300 Zuschauer pro Spieltag die Pforten und brachten eine nahezu unglaubliche Stimmung. Riessersee hat zwar die größere Halle, konnte aber nur 1.577 Fans pro Spiel aktivieren.

Fazit: Eine enge Kiste mit glücklicherem Ausgang für die Indians. Die Hannover Indians bleiben 3:2-Sieger.  


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